Chapter 72

Denn es erinnerte Mingyan an die Tage, als er in der Dunkelheit ums Überleben kämpfte... die Tage der Hysterie.

Jede Kunst, die die tiefsten Gefühle im menschlichen Herzen hervorruft, ist gute Kunst.

Als Mingyan um die Ecke bog, hörte er plötzlich jemanden aus dem Nachbarhaus schreien und fluchen.

"Du Bengel! Du singst den ganzen Tag! Warum singst du denn? Das ist so laut!"

Mingyan warf einen kurzen Blick darauf und ging dem Rhythmus der Musik folgend weiter.

Er sah eine verlassene Garage, in der ein junges Mädchen aus Leibeskräften schrie.

Ja, ein Punk-Mädchen.

Sie trug zerrissene Jeans, zwei dünne Zöpfe ragten aus ihrem Kopf, und ihr Haar war mit Metallornamenten bedeckt.

Sie drehte sich um, und tatsächlich war ihr Gesicht mit buntem Make-up bedeckt, und sie trug einen Nasenring und einen Lippenring.

"He, Sir! Was glotzen Sie so!", sagte das Punkmädchen unverblümt.

Mingyans Lippen zuckten: "Onkel?"

Sein Äußeres war etwas ungepflegt, und seine Stoppeln waren nicht richtig rasiert.

Schließlich kamen sie ja gerade von einem Wildnis-Überlebenskurs... Von der Reise gezeichnet zu sein, hatte einen gewissen Charme und war für junge Adlige auch eine Möglichkeit, anzugeben.

Aber doch sicherlich nicht genug, um für einen älteren Mann gehalten zu werden?

Mingyan machte keine große Umschweife. Er setzte sich mit einer halben Pizza neben sich auf eine Bank und sagte in einem lässigen Ton: „Du singst gut.“

Das Punk-Mädchen grinste verschmitzt und sagte: „Onkel, kennst du dich auch mit Musik aus?“

„Ich verstehe nichts von Musik, aber ich habe Ohren“, sagte Ming.

Er griff in seine Tasche, zog ein Stück Papier heraus und schrieb schnell zwei Textzeilen auf, während er sagte: „Deine Melodie ist kraftvoll, aber der Text erreicht dieses Niveau noch nicht ganz. Versuch mal diese Zeile.“

Das Punkmädchen nahm das Papier und warf einen ungläubigen Blick darauf.

Plötzlich begann sie zu zittern, und ihr Gesicht strahlte vor Aufregung.

Die Musikmaschine setzte ihr Trommeln schnell wieder ein, der Strom floss reibungslos und das Mädchen bewegte sich.

Du hast alle Aufnahmen im Garten vergraben.

Ich werde sie wieder ausgraben, wenn du nicht hinschaust.

Du kannst meinen Körper auch im Garten vergraben.

Ich werde mich wieder selbst ausgraben, wenn du dich nicht mehr um mich kümmerst!

Das Punk-Mädchen hielt inne, keuchte beim Singen und rief aufgeregt aus: „Wow, gar nicht schlecht!“

Mingyans Augen leuchteten auf, und er sagte: „Deine Komposition ist sehr gut. Hättest du Interesse daran, in unserem Studio Musik zu machen?“

"..." Das Mädchen musterte Mingyan erneut von oben bis unten. "Onkel, hast du schon gegessen? Ich gebe dir zweihundert Yuan für diese zwei Zeilen Liedtext. Kauf dir etwas zu essen."

Klar formuliert: "..."

Lassen Sie sich nicht von seinem derzeitigen, vom Pech verfolgten Aussehen täuschen, er ist in Wirklichkeit ein versteckter Milliardär!

Kapitel 31 Eine Begegnung mit himmlischer Musik

Gerade als Mingyan etwas erklären wollte, tauchte plötzlich die Mutter des Punkmädchens auf.

"Du Bengel! Du machst schon wieder Lärm draußen!"

Die Frau ging hinüber und verdrehte dem Punkmädchen das Ohr.

Anhand der Entfernung zu urteilen, hatte sie einen langen Weg zurückgelegt; ihre Nasenspitze war vor Kälte rot.

Das Punkmädchen schrie vor Schmerz auf und rief: „Das ist Musik! Musik!“

„Das weiß doch keiner zu schätzen! Was für einen Müll produzierst du da!“ Ihre Mutter kannte kein Erbarmen und zerrte sie aus der verlassenen Garage. „Deine Eltern haben dich aufs College geschickt, dir Musikinstrumente gekauft, damit du fleißig studieren, Konzerte besuchen und einen sicheren, anständigen Job finden kannst – nicht damit du dich hier in diesem gottverlassenen Drecksloch mit Obdachlosen rumtreibst!“

Mingyan sagte: „…Moment, lassen Sie mich mich erst einmal vorstellen…“

Er zog eine Visitenkarte aus der Tasche.

Das Punkmädchen wehrte sich jedoch und stieß dabei versehentlich Mingyans Visitenkarte zu Boden.

„Er ist kein Obdachloser! Er ist mein Seelenverwandter!“, brüllte das Mädchen. „Er versteht Musik! Und du verstehst gar nichts!“

Ihre Mutter war wütend und jagte ihr mit einem Stock hinterher.

Die beiden rannten hintereinander her, beide kannten die Straße bestens, und verschwanden im Nu.

Mingyan rannte ihm eine Weile hinterher, konnte ihn aber nicht einholen, also musste er zur Garage zurückkehren.

Auf dem automatischen Musikinstrument, das das Mädchen benutzte, war der Buchstabe „VV“ zu sehen, bei dem es sich möglicherweise um ihren Codenamen oder Künstlernamen handelt.

Mingyan fotografierte die Worte und hockte sich dann daneben.

Er wartete dort lange Zeit, aber das Mädchen kehrte nicht zurück.

—Oh nein, vielleicht hat ihr Vormund sie zu Hause eingesperrt.

Daraufhin klopfte Mingyan an die Türen mehrerer benachbarter Häuser, um sich zu erkundigen.

Sie wussten weder, woher das Mädchen kam, noch wie sie Kontakt zu ihr aufnehmen konnten.

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