Capítulo 120

„Hattest du Angst, dass ich dir wieder die Decke klaue? Nicht mehr.“ Sie machte ihr die Hälfte des Bettes frei und lächelte.

"Schwester, bekommst du etwas, was ich mir wünsche?"

Song Qing überlegte einen Moment, bevor sie sagte: „Solange es nichts ist, worum mich Papa gebeten hat, kann ich es dir geben.“

Song Ning grinste und klammerte sich schmollend an sie: „Dann, Schwester, kannst du mir Bruder Xu Nan geben?“

„Nein!“ Instinktiv schob sie sie weg.

"Warum?!"

„Ich werde Xunan heiraten, sobald ich meinen Abschluss habe“, antwortete sie ohne zu zögern.

„Du hast doch die Firma deines Vaters, warum konkurrierst du mit mir um Xu Nan? Ich habe ihn zuerst getroffen“, sagte Song Ning laut.

„Aber er mag mich. Wir sind seit drei Jahren zusammen, und bald können wir zusammen sein.“

„Auf keinen Fall. Xu Kai hat mir erzählt, dass Xunan unglücklich mit dir wäre, dass die Leute denken würden, er sei von dir abhängig und dass du keine Zeit für ihn hättest. Immer wenn Dad dich um etwas bittet, bist du die Erste, die zu ihm rennt. Du liebst Xunan überhaupt nicht.“

„Das ist nicht dasselbe. Papa ist Papa.“

"Na und? In deinem Herzen ist Papa wichtiger als Xunan."

"Natürlich, finden Sie nicht auch?"

Song Ning nickte heftig. „Xu Nan bedeutet mir alles. Das habe ich schon lange gedacht!“

„Kurz gesagt, so etwas ist dir nicht erlaubt. Xunan gehört mir.“

"Du bist so gierig!", schluchzte Song Ning und rannte mit der Decke davon.

*

„Xunan, geh und sprich mit Xiaoning, lass sie sich nicht zu viele Gedanken machen.“ Song Qing erzählte Yan Xunan, was in jener Nacht geschehen war.

Yan Xunan lächelte überrascht, dachte einen Moment nach und sagte dann: „Ich glaube, sie hat Recht. Auch wenn es etwas kindisch ist, findest du nicht, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken?“

Sie glaubte nicht, dass es etwas gäbe, worüber man eingehend nachdenken müsste.

Das Leben geht seinen gewohnten Gang.

Aber es ist trotzdem passiert.

Die junge Song Ning verfasste einen Abschiedsbrief und schnitt sich anschließend die Pulsadern auf, um ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Song Qing ahnte nicht, dass sie Song Jingmos Bevorzugung immer verübelt hatte und gab offen zu, dass sie verzweifelt nach Leben und Zukunft suchte. Seit ihrer Kindheit hatte sie nie mit Song Qing konkurrieren können, daher würde natürlich niemand in Yan Xunans Angelegenheit eingreifen.

Die ganze Familie war fassungslos. Wann war Song Ning jemals mit Yan Xunan zusammen gewesen?

Hat sie Wahnvorstellungen?

Song Qing eilte sofort zum Haus der Familie Yan. Es regnete an diesem Tag in Strömen. Yan Xunan kam mit einem Regenschirm herunter und fragte eilig, was passiert sei.

Im strömenden Regen fragte Song Qing ihn: „Hat Xiao Ning in letzter Zeit viel Zeit mit dir verbracht?“

Yan Xunan versuchte, sie zurück ins Haus zu zerren, doch sie weigerte sich, blieb hartnäckig im Regen stehen und verlangte von ihm eine Antwort.

Er war auch ein bisschen verärgert. „Na und? Sie ist viel süßer als du!“

Doch heute konnte Song Qing sein Temperament nicht mehr ertragen.

Warum hast du das getan?!

„Ich fühle mich entspannt, wenn ich mit ihr zusammen bin! Aber es ist nicht so, wie du denkst! Ich möchte nicht, dass du jedes Mal, wenn wir zusammen sind, abgelenkt bist und deine Gedanken voller Gedanken an die Dinge sind, die dein Vater dir erzählt hat!“

„Warum kannst du mich nicht verstehen!“, rief Song Qing und sank im Regen zu Boden, kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

Es scheint, als würden mit dem Erwachsenwerden alle möglichen Sorgen nacheinander auf uns einstürmen, und niemand kann ihnen entkommen.

Als er mit Song Ning zusammen war, wollte er Song Qing nur provozieren, aber es schien, als ob er sie nicht dazu bringen konnte, sich mehr für ihn zu interessieren.

„Wenn du doch nur wie Xiao Ning wärst.“ Er weigerte sich, seine Niederlage einzugestehen, und hielt ihr seinen Regenschirm entgegen, um sie vor dem Regen zu schützen. Da es nun so weit gekommen war, war er fest entschlossen, ihr ungleiches Verhältnis zu ändern.

Er war bereits in der Lage, ihre Zukunft vorherzusehen.

"Ich verstehe." Song Qing rannte nach Hause.

Song Ning wurde schließlich gerettet, und niemand erwähnte ihren Abschiedsbrief mehr.

Doch Song Qing dachte über viele Dinge nach. Mit fünfzehn Jahren verspürte sie zum ersten Mal Müdigkeit und hatte das Gefühl, sich in der größten Notlage ihres Lebens zu befinden.

Sie dachte immer, Song Ning sei glücklich, doch sie ahnte nicht, dass die Schwestern nur gegenseitig neidisch waren.

Die Atmosphäre zu Hause wurde zunehmend angespannt, und es schien, als ob eine schwere Barriere sie von Yan Xunan trennte, eine Barriere, die sie nicht überwinden konnte.

Die einst stabile Familie geriet plötzlich aus dem Gleichgewicht.

Ein zufälliger Anruf ihrer Tante brachte ihr eine plötzliche Erkenntnis: Wenn sie ihre gegenwärtige missliche Lage nicht lösen konnte, konnte sie zumindest einen neuen Weg einschlagen.

Die Privatschule ist leicht und die Privatschule ist schwer

Qing'er, verlass mich nicht. Ich möchte dir nur deine Last abnehmen. Ich bin einfach ein bisschen zu chauvinistisch. Ich kann meinen Stolz nicht überwinden und bin sogar etwas unsicher, aus Angst, dass du stärker sein wirst als ich. Ich bin auch kleinlich und eifersüchtig. Ich will nicht, dass du noch etwas mit Yan Xunan zu tun hast, ich will nicht, dass du Hongshang übernimmst, und ich will nicht, dass du kämpfst.

- Yi Zhengwei

Song Qing war seit mehreren Tagen nicht zurückgekehrt, was bei den Familien Yi und Song, insbesondere bei Yi Mantian, große Besorgnis auslöste.

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