Su Yue verstummte. Nach langem Warten schüttelte sie heftig den Kopf und sagte: „Wir müssen uns selbst retten.“
Sie dachte an das, was Ye Tian zuvor gesagt hatte, und ihr Herz fühlte sich unglaublich schwer an.
Sie hatte Qi Tian gesagt, dass er sie alle drei Tage besuchen würde, aber jetzt war sie sich dessen nicht mehr so sicher.
Da sie von der Geschichte des Huangyan-Gefängnisses gehört hatte, war sie äußerst besorgt um Qi Tian.
Sie war noch besorgter, als wenn Ye Tian sie mit ins Bett genommen hätte.
Sie sagte niedergeschlagen: „Ich möchte nicht, dass Qi Tian sich noch mehr Sorgen macht. Ich hoffe nur, dass es ihm innerlich gut geht.“
Su Jiangtai wollte lachen, doch die Bewegung verschlimmerte seine Wunde, sodass er vor Schmerz zusammenzuckte.
Er sagte: „Schon gut, du musst deinem Mann vertrauen. Wenn es ihm gut geht, wer auf der Welt geht dann schon gut?“
Su Yue wusste, dass er versuchte, sie zu trösten, und zwang sich zu einem Lächeln, indem sie sagte: „Ich hoffe es.“
Su Jiangtai sagte: „Yue'er, könntest du mir bitte etwas Obst kaufen? Ich möchte Drachenfrucht essen, aber im Krankenhaus gibt es keine.“
Su Yue hatte den Eindruck, dass Su Jiangtai gut gelaunt zu sein schien, also stimmte sie zu.
Sobald Su Yue gegangen war, sagte Chen San: „Na los, was ist los? Lass mich das erst einmal klarstellen: Jetzt, wo Xiao Die verschwunden ist, habe ich keine Lust, mich mit dir zu amüsieren, und ich habe auch keine Lust, dir ein Mädchen zu suchen.“
Su Jiangtai funkelte ihn wütend an und sagte: „Bin ich wirklich so schmutzig?“
Chen San schien einen Moment nachzudenken, nickte dann aber heftig, um seine Meinung zum Ausdruck zu bringen.
Su Jiangtai dachte, es handele sich wahrscheinlich um einen Fall von schlechter Freundschaft.
Er schüttelte mit einem schiefen Lächeln den Kopf, dann wurde sein Gesichtsausdruck äußerst ernst, und er sagte Wort für Wort: „Bitte informieren Sie Qi Tian unbedingt über Chen Xiaodie und die aktuelle Situation der Familie Su. Sie müssen es Qi Tian unbedingt übermitteln.“
Chen San lächelte schief und sagte: „Du vertraust ihm so sehr?“
Su Jiangtai schüttelte den Kopf und sagte: „Ich weiß, dass Qi Tian sehr fähig ist, aber ich weiß nicht genau, wie fähig er ist. Aber ich kann jetzt nur noch auf ihn hoffen, weil ich das Gefühl habe, dass Yue'er nicht mehr lange durchhalten kann.“
Chen San ging beinahe ohne zu zögern, denn er konnte wegen Chen Xiaodies Situation nicht stillsitzen.
Su Yue antwortete eine Stunde später.
Als sie zurückkamen, war noch eine weitere Person bei ihnen.
Das Buch der Wandlungen (I Ging).
Als Su Jiangtai Su Yues Gesichtsausdruck sah, war er zutiefst bestürzt.
Er hatte Yue'er noch nie so abgemagert gesehen.
All diese Dinge zusammen führten dazu, dass sich Yue'er völlig erschöpft fühlte.
Zudem ließ Ye Tians Ankunft ihnen fast keine Zeit zur Vorbereitung.
Mit Wu Chao im Unternehmen wird geschätzt, dass sie sich nur noch mit Mühe über Wasser halten können.
Was die Markteinführung und den Betrieb der Kosmetikprodukte angeht, muss Su Yue das selbst übernehmen.
Denn in diesem Unternehmen kann nur sie die Entscheidungen treffen.
Su Yue sagte: „Ich bin Xiao Yi an der Tür begegnet.“
Su Jiangtai wusste, dass sie log.
Es steht fest, dass Zhou Yi bei etwas Yue'ers Hilfe benötigt.
Denn auch sein Teint war nicht besonders gut.
Yue'er hatte wohl nicht mehr die Kraft zu fragen, also wandte sie den Blick ab. Su Jiangtai fragte: „Xiao Yi, sag mir, was ist los?“
Zhou Yi rief: „Bruder Jiang Tai, Schwester Yue, ihr müsst mir beistehen!“
Su Jiangtai war etwas verwirrt. „Die Entscheidungen treffen? Ihr heiratet doch morgen, warum sollen wir jetzt schon Entscheidungen treffen?“
Könnte es sein?
Zhou Yis Lippen zitterten, als er sagte: „Huo Yins Vater hat seine Meinung geändert. Er sagte, jemand habe ihm eine Strafe angeboten, weil er die Verlobung gelöst hat.“
Während er dies sagte, stand Su Yue auf, doch auf halbem Weg spürte sie ein Pochen in ihrem Kopf.
Ihr wurde schwarz vor Augen, und sie fiel in Ohnmacht.
Kapitel 170 Ich räume auf (Viertes Update)
(P.S.: Heute nur vier Kapitel, morgen garantiert fünf!)
Su Yue war in den letzten zwei Tagen schon sehr müde.
Als ob das nicht schon genug wäre, passierte heute ein Unglück nach dem anderen, und sie war so wütend, dass sie in Ohnmacht fiel.
Su Yue befand sich im selben Krankenzimmer wie Su Jiangtai und starrte an die Decke, während ihr eine Infusion verabreicht wurde.
Bei so vielen Dingen, die gleichzeitig passierten, fühlte sich selbst jemand so Starkes wie sie allmählich überfordert.
Sie konnte es einfach nicht begreifen; morgen war Zhou Yis Hochzeit.
Warum sollte die Familie Huo den Vertrag zu diesem Zeitpunkt brechen? Hatten sie erfahren, dass die Familie Su in Schwierigkeiten steckte?
Wer hat die Informationen geliefert? Die Familie Jiang? Oder die Familie Ye?
Su Yue hatte das Gefühl, dass es zu viele Informationen waren, eine nach der anderen, und ihr Kopf konnte sie nicht alle aufnehmen.