"Okay." Die jüngere Schwester kicherte, rannte zurück ins Badezimmer, wusch sich schnell fertig und rannte wieder hinaus.
„So schnell? Hast du dir überhaupt das Gesicht gewaschen?“, fragte Yang Feng mit leicht zuckenden Lippen.
Er hatte nicht erwartet, dass seine Schwester so süchtig nach Live-Streaming auf ihrem Handy sein würde.
„Jetzt ist alles sauber, hehe.“ Die kleine Schwester lächelte. „Bruder, gib mir schnell mein Handy.“
„Na schön, na schön, ich gebe auf.“ Yang Feng zögerte eigentlich, ihr das iPhone 6 zu geben, schließlich war es Han Shilans Handy und enthielt Erinnerungsfotos von ihnen beiden.
Er glaubt jedoch, dass vier Jahre nur eine kurze Zeit sind und im Nu vergehen werden.
Meine jüngere Schwester hielt ihr Handy mit einem strahlenden Lächeln in der Hand; ihr Lächeln war schöner als eine blühende Rose.
Yang Feng sah ihr nach, wie sie in ihr Zimmer zurückkehrte, schüttelte den Kopf und ging ins Badezimmer, um sich selbst zu waschen.
"Lass mich deine Augen sein... sag das, damit du klar sehen kannst..."
Yang Feng spuckte einen Schluck Wasser aus und steckte den Kopf hinaus, um in das Zimmer seiner Schwester zu schauen.
Die Tür war nicht geschlossen, und sie trug eine weiße Baseballkappe und sang fröhlich.
Nachdem er sich gewaschen hatte, floh Yang Feng schnell von dort.
Als ich das Haus verließ, war es bereits neun Uhr morgens, und der Boden war sehr feucht.
Yang Feng kaufte sich wie üblich ein Exemplar von „Sunny Morning“ und schlenderte langsam die Straße entlang.
Nachdem er seinen Nebenjob verloren hat, weiß er nun nicht mehr, wie er sich die Zeit vertreiben soll.
Nach einigem Umherirren kam Yang Feng im Wanda-Kino an.
Er erinnerte sich daran, ihr in der Shuangyue-Bucht gesagt zu haben, dass er sie mit zur Titanic nehmen wolle.
Schade, dass sie schon nicht mehr da ist.
Yang Feng betrat das Kino wie besessen, und genau eine Stunde später lief der nächste Film: Titanic.
Tut mir leid, dass ich heute nicht pünktlich aktualisiert habe ^-^
(Ende dieses Kapitels)
------------
Kapitel 127 Das Kino (Teil zwei)
Im Foyer des Kinos, im komfortablen Wartebereich, saß Yang Feng ruhig an einem weißen runden Tisch.
Sein Blick war melancholisch und tief, als er die Paare an den anderen Tischen betrachtete; ihre süßen und liebevollen Gesichtsausdrücke erinnerten ihn an die Zeit, die er und Han Shilan zusammen verbracht hatten.
Damals glaubte er, die beiden würden für immer glücklich sein, doch leider trennte sie das Schicksal auf grausame Weise.
Der Xiangpiaopiao-Milchtee auf dem weißen runden Tisch kühlte mit der Zeit ab. Als Yang Feng aufstand und in Richtung Vorführraum ging, war kein Tropfen verschwendet; er war bereits kalt.
Beim Betreten des Kinosaals kaufte Yang Feng einen Pärchenplatz, denselben Platz, an dem die beiden schon einmal im Kino gewesen waren.
Der Film begann, und das Licht der Leinwand spiegelte sich in seinem melancholischen Gesicht.
Yang Feng blickte auf den großen Bildschirm, auf dem dieses unvergleichliche Luxusschiff aus dem frühen 20. Jahrhundert auf dem Meer segelte.
So begann eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte.
Yang Feng schenkte dem Inhalt des Films jedoch keine Beachtung, denn was hätte es für einen Sinn gehabt, wenn sie nicht dabei war?
Gerade als das riesige, luxuriöse Schiff kenterte, ertönte plötzlich eine Stimme in seinen Ohren, die ihn schon in seinen Träumen heimgesucht hatte.
"Yang Feng~"
Yang Fengs pechschwarze Augen verengten sich plötzlich, und sein Körper schnellte hoch, als wäre er vom Blitz getroffen worden, und er drehte sich um, um die Gestalt anzusehen.
Die Pärchenplätze im hinteren Teil des Saals waren alle leer. Kinobesucher rannten panisch aus dem Saal.
„Heh, eine Illusion?“ Yang Feng lachte bitter und selbstironisch auf, schüttelte den Kopf und sank in den Sitz zurück, als ob ihm alle Kraft entwichen wäre, während ihm eine Träne über die Wange rann.
Er verstand nicht, warum die Zuschauer im Kino panisch hinausstürmten.
Aber er wollte es nicht verstehen; er wollte einfach nur ruhig hier sitzen.
Der Vorführraum war nun leer, totenstill.
Derzeit werden die Abspannsequenzen des Films gezeigt, wobei schwarzer und weißer Text langsam auf dem schwarzen Bildschirm erscheinen.
Yang Feng starrte ausdruckslos auf den großen Bildschirm, als wären all seine Aufmerksamkeit und seine Verbindung zur Außenwelt verschwunden.
Die Krise rückte allmählich näher.
Eine Frau in Weiß, ihr Gesicht blass und verzerrt, aber mit markanten Zügen, dichtes schwarzes Haar, das ihre Wangen bedeckte, und Augen, die scharlachrot glänzten.
Ihre steifen, schlanken Finger hatten lange Nägel, etwa fünf Zentimeter lang, und an ihnen klebte noch ein Hauch von hellrotem Blut.
Es glitt langsam in Richtung des Nackens von Yang Feng.
Yang Feng zeigte keinerlei Anzeichen von Wachsamkeit. Sein melancholisches Gesicht wirkte etwas abgekämpft, und seine leeren Augen waren völlig ausdruckslos.
Wenn er die Frau in Weiß in diesem Moment ansehen würde, würde er sich an den weiß gekleideten weiblichen Geist erinnern, dem er auf dem Rückweg vom Konzert mit Han Shilan beim letzten Mal begegnet war!
Gerade als die langen Fingernägel des weiß gekleideten weiblichen Geistes im Begriff waren, Yang Fengs Nacken zu berühren...