Einst hörte Yang Feng in einer alten Straße in Yanjing den alten Leuten zu, die sich aus Langeweile Geschichten erzählten.
Man sagt, dass es in diesem Wald unreine Dinge gibt, weshalb es immer wieder zu Unfällen kommt, besonders nachts, wenn man sich außerhalb des Waldes besser nicht aufhalten sollte.
(Ende dieses Kapitels)
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Kapitel 129 Schlacht im Wald
Als Yang Feng den Wald betrat, überkam ihn sofort ein Schauer. Er runzelte die Stirn, sein Blick wurde äußerst ernst, und er folgte rasch.
Es ist helllichter Tag, und doch liegt eine unaussprechliche, unheimliche Stimmung über diesem Wald.
Yang Feng fühlte sich jedoch sehr wohl, und die Poren an seinem ganzen Körper öffneten sich allmählich, als würden sie gierig etwas aufsaugen.
Yang Feng schritt durch hohe, üppige Bäume. Das Licht war sehr schwach, und der Boden bestand größtenteils aus Erde.
"Warum bist du auch hier!?"
Als Yang Feng Long Qingxues leicht überraschte Stimme hörte, blieb er langsam stehen und spürte das Erstaunen in ihren Augen.
Yang Feng lächelte schwach und sagte: „Warum kann ich nicht herüberkommen?“
„Wie du meinst. Ich kann dich nicht beschützen, wenn du in Gefahr gerätst. Pass auf dich selbst auf.“ Long Qingxues Augen nahmen wieder ihren ursprünglichen kalten Ausdruck an, als sie gleichgültig sprach.
In diesem Moment, an diesem Ort, müssten wir uns fast mitten im Wald befinden. Die Bäume sind sehr dicht, lassen kaum Licht herein, und die unheimliche Atmosphäre jagt einem einen seltsamen Schauer über den Rücken.
Angesichts der eiskalten Schönheit an ihrer Seite könnte man meinen, sie befänden sich in einer verschneiten Winterlandschaft.
Zum Glück verfügte Yang Feng nicht nur über eine gute körperliche Verfassung, sondern die Atmosphäre hier sorgte auch dafür, dass er sich wohlfühlte.
„Warum ist es hier neblig?“, fragte Long Qingxue stirnrunzelnd, während ihre schönen Augen die Umgebung des Waldes absuchten.
Ein leichter, weißer Nebel umgab die beiden, verschwamm ihre Sicht und machte es unmöglich, etwas weiter als acht Meter zu erkennen.
Dadurch wurden die umliegenden Bäume zu verschwommenen Schatten, als ob dort ein bedrohliches Monster stünde, zumal sich dort auch noch ein weiß gekleideter weiblicher Geist befand.
„Übrigens, was ist mit der Frau in Weiß, die Sie vorhin verfolgt haben?“, fragte Yang Feng, als ihm etwas einfiel und er Long Qingxue dabei ansah.
„Ich habe sie verloren.“ Long Qingxues Gesicht rötete sich leicht, nahm dann aber wieder seinen gewohnten kalten Ausdruck an.
„Es ist nutzlos“, sagte Yang Feng gleichgültig.
Als Long Qingxue das hörte, verfinsterte sich ihr Blick. Sie warf Yang Feng einen Blick zu und erkundete den Wald weiterhin allein.
„Der Nebel wird immer dichter, es wird immer schwieriger.“
Yang Feng runzelte die Stirn, seine Augen suchten rasch seine Umgebung ab, seine Schritte blieben jedoch unerschütterlich.
Die beiden bewegten sich langsam durch den weißen Nebel, ihre Sichtweite war nun auf nur noch fünf Meter beschränkt.
Yang Feng war angespannt und bereit, auf das leiseste Geräusch zu reagieren.
Die beiden standen einander den Rücken zugewandt, und Yang Feng achtete nur auf die Bewegungen vor ihm, sodass sie zusammenstießen.
„Aua!“ Long Qingxue achtete nicht auf das, was hinter ihr war, und stieß plötzlich einen Schrei aus. Ein Fuß sank in den Schlamm ein, und sie fiel hin.
Yang Feng streckte unwillkürlich die Hand aus und umfasste ihren weichen, zarten Körper. Ihr Hemd war sehr dünn, und er konnte ihre glatte Haut spüren und ihren leichten Duft wahrnehmen.
„Lasst mich sofort gehen!“, sagte Long Qingxue mit leicht geröteten Wangen und kalter Stimme. Auch sie spürte die männliche Energie, die von Yang Feng ausging.
Yang Fengs Augen waren ruhig. Er ließ ihre Taille mit beiden Händen los und blickte sich wortlos um.
Die Atmosphäre war etwas angespannt.
Long Qingxue knirschte mit den Zähnen, ihre Augen blitzten kalt auf, als sie Yang Feng ansah, bevor sie sich wieder der feuchten Umgebung zuwandte.
Wenn sie nicht von einer Spezialorganisation geschickt worden wäre, hätte sie diesem Mann schon zweimal eine verpasst.
"Schöne Figur."
In diesem Moment huschte ein boshaftes Funkeln über Yang Fengs Lippen, und er sprach plötzlich.
Als Long Qingxue das hörte, war sie einen Moment lang wie erstarrt, dann erstarrte ihr Gesichtsausdruck augenblicklich zu Eis. Sie drehte sich um, hob die Faust und schrie: „Wollt ihr etwa sterben?“
"Hust..." Yang Feng beugte sich leicht nach unten, um ihrem Schlag auszuweichen, und hustete leise: "Kannst du keinen Spaß verstehen?"
"Hmpf!" Long Qingxue warf ihm mit ihren schönen Augen einen finsteren Blick zu, schnaubte verächtlich und ging langsam weiter.
Sie war jedoch etwas überrascht. Sie hatte nicht erwartet, dass der Junge ihrem Schlag ausweichen konnte. Sie war eine Meisterin im mittleren Bereich des Gelben Rangs. Obwohl ihr Schlag schwach wirkte, konnte sie einen großen Mann im Nu zu Boden werfen.
Er konnte dem jedoch mühelos ausweichen.
"Klatschen!"
Plötzlich hallte ein Schlag durch den umliegenden Wald. Yang Fengs Gesichtsausdruck erstarrte, seine Augen waren voller Verwirrung.
"Schurke!"
Long Qingxues wunderschöne Augen sprühten förmlich vor Wut, als sie Yang Feng direkt anstarrte und vor Verlegenheit und Zorn aufschrie.
"Ich... ich habe nichts falsch gemacht. Warum hast du mich grundlos geschlagen? Ich... ich habe nichts falsch gemacht."
Yang Feng wirkte völlig verdutzt und verspürte einen wachsenden Groll darüber, grundlos geschlagen worden zu sein.
Long Qingxue lachte kalt auf und sagte: „Ich frage dich, warum hast du meinen Hintern angefasst? Willst du sterben?!“