Auch sie beobachtete ihn. Als sie seinen verliebten Blick sah, verbarg sie ihr Gesicht und lächelte schwach. Anmutig erhob sie sich, ihre Stimme sanft und melodisch wie die einer Nachtigall, die im Tal singt.
„Ruhe dich erstmal aus und lass dir keine dummen Ideen ein, sonst könntest du es bereuen.“
Als er wieder zu sich kam, brachte er nur noch ein schiefes Lächeln zustande.
Wie konnte er ihrer würdig sein?
Doch oft nehmen die Dinge eine höchst ironische Wendung.
Der Schneefall wurde immer heftiger, und der schwere Schnee blockierte den Berg, sodass die beiden gezwungen waren, im kleinen Hanshan-Tempel zu bleiben.
mehrere Tage.
Nach mehreren Gesprächen war sie von seinem Talent tief beeindruckt.
Sein Talent ist unvergleichlich, wie konnte er die Prüfung nur nicht bestehen?!
Sie begann für ihn zu lachen, für ihn zu seufzen und ihn ausdruckslos anzustarren.
Der Gelehrte wollte diese Liebe jedoch nicht annehmen, obwohl er jedes Mal aufs Neue von ihr fasziniert war wie beim ersten Anblick. Er wusste, dass er ihr nicht gut genug war.
Sie verstand seine Gedanken.
Bevor sie ging, sagte sie zu ihm: „Da ein Studium keine Option ist, dann geh doch zur Armee.“
„Wenn du unzählige militärische Erfolge erzielt hast, dann komm und heirate mich, okay?“
Sie senkte schüchtern den Blick, ihre schönen Augen voller Vorfreude.
„Weil ich eine Prinzessin einer Nation bin, eine Prinzessin, die das Land beschützt.“
Prinzessin Zhenguo!
Plötzlich begriff er es.
Drei Jahre später brachen die beiden nördlichen Länder, die sich seit mehreren Jahren in einem Kalten Krieg befanden, unter dem Einfluss eines bestimmten Auslösers schließlich in einen ausgewachsenen Krieg aus.
Ein körperlich schwacher Gelehrter würde es trotz seiner harten Arbeit und Kampfbereitschaft schwer haben, sich auf dem Schlachtfeld hervorzutun und große Leistungen zu vollbringen, wenn er keine außergewöhnlichen Kampfsportkenntnisse besäße.
Zu diesem Zeitpunkt war er also noch nur ein einfacher Soldat in der Armee.
Zum Glück hat er sie nicht enttäuscht.
Seinen ersten Ruhm erlangte er dadurch, dass er einen vom feindlichen General gelegten Hinterhalt entdeckte, dies dem General rechtzeitig meldete und so das Leben aller Soldaten rettete.
An diesem Punkt wurde der General auf sein Talent aufmerksam und er wurde zum Zenturio befördert.
Drei Jahre später trat ein neuer General in der Armee in Erscheinung, der sich in Schlachten wiederholt ausgezeichnet hatte. Er war unbesiegbar, mit dem Auftreten eines gelehrten Generals und der Kleidung eines Gelehrten.
Der Kaiser berief diesen hoch angesehenen General der Armee zu sich und ernannte ihn zum Oberbefehlshaber der gesamten Armee, um die Soldaten des Landes zur Vollendung des großen Vorhabens der Einigung zu führen.
Nachdem er zum Kommandanten befördert worden war, hielt er sich nun für qualifiziert, den Kaiser um eine Heirat zu bitten.
Der Kaiser sagte ihm, dass er Prinzessin Zhenguo mit ihm verheiraten würde, sobald er die letzte Verteidigungslinie des Feindes durchbrochen hätte.
Mit der Macht der Armee in der Hand fegte er mit unaufhaltsamer Kraft durch den Feind, überwand alle Hindernisse und führte schließlich, sieben Jahre nach ihrer ersten Begegnung, seine Truppen bis vor die Tore der feindlichen Hauptstadt.
Der Wind heulte, der Schnee fiel heftig und der Krieg tobte.
Die eisigen Schneefelder sind rot gefärbt von den Flammen des Krieges, vom Blut der Soldaten beider Länder; die schneeweiße Welt ist nun mit schockierendem Purpurrot durchsetzt.
Der Erfolg eines Generals ruht auf den Knochen von zehntausend!
Auf dem blutgetränkten Pfad, der mit den Leben seiner Soldaten gepflastert war, erreichte er schließlich die letzte Verteidigungslinie des Feindes, die Tore des Kaiserpalastes!
Dies genügt, um zu beweisen, dass das Schicksal des Feindeslandes besiegelt ist und es keine Möglichkeit gibt, es umzukehren.
Umgeben von Jubelrufen konnte er sich ihre Hochzeit fast bildlich vorstellen: Blumen bedeckten den Boden, sie trug ein Brautkleid, ihr Haupt war in Rot gehüllt.
Im Inneren des Palastes herrschte jedoch eine andere, von Trauer erfüllte Atmosphäre.
Der Himmel war mit schweren, flauschigen Schneeflocken bedeckt.
Plötzlich erschien eine Frau in einem schneeweißen Kleid auf der Stadtmauer. Ihr weißes Kleid schien mit den flatternden Schneeflocken zu verschmelzen und bildete einen völligen Kontrast zum blutroten Untergrund der Stadt.
Die mehrere Meter hohe Mauer verhinderte, dass er das Gesicht der Person deutlich erkennen konnte, doch als er die schlanke Gestalt der Frau sah, verengten sich seine Pupillen sofort.
Sie war es! In diesem Augenblick wurde ihm plötzlich klar, dass sie sich die ganze Zeit in einer Sache geirrt hatten, und diese Sache war möglicherweise tödlich!
"Nein...!" Ihre herzzerreißenden Schreie konnten sie nicht zum Schweigen bringen.
Sie war wie ein schneeweißer Engel mit gebrochenen Flügeln, der schnell stürzte, und schließlich färbte sich ihr Blut rot und weiß, als sie in einer Blutlache lag.
Im Nu schien der Ruhm und die Ehre, die er sich in sieben Jahren erworben hatte, vollständig verschwunden zu sein. Er sank kraftlos zu Boden, sein Geist war wie leergefegt.
„Hahaha… Von diesem Tag an gehört das gesamte Nordkönigreich mir allein!“
Ein lautes Lachen, durchzogen von Arroganz und Begeisterung, durchbrach die kurze Stille.
Das Lachen bedeutet, dass kein einziges Mitglied der königlichen Familie des Feindes dem Tod entgehen wird.
In diesem Moment ertönte das Pfeifen von Pfeilen in der Luft, und mehrere Pfeile durchbohrten zielsicher den Rücken des Gelehrten und verwandelten ihn im Nu in ein Nadelkissen.
Trotz seines Schmerzes blickte der Gelehrte entschlossen zum Kaiser, seine Augen voller Unverständnis, Verwirrung und Trauer!
Tiefste Trauer!
Kurz bevor er zu Boden fiel, begriff der Gelehrte es endlich.