Su Mo atmete erleichtert auf, deckte sich schnell mit der Decke zu, die sie in der Hand hielt, und kroch zügig ins Bett.
Drinnen war es viel wärmer und angenehmer als draußen. Su Mo brauchte eine Weile, um sich zu erholen, und ihr Körper erwärmte sich allmählich.
Ihm wurde von Natur aus schnell warm. Früher, im Winter, kuschelte sich Jiang Jianhuan immer gern in seine Arme, ihre eiskalten Füße an seinen Körper gepresst.
Die beiden sind absolute Gegensätze, der eine kalt, der andere warm, selbst im Schlaf.
Jiang Jianhuan war vor Kälte wie benommen, als sie einen warmen Körper neben sich spürte. Instinktiv rückte sie näher heran, und ihre Füße, die vor Kälte zu kalt waren, um sie zu strecken, fanden endlich eine Wärmequelle.
Su Mo fing sie auf, als sie sich umdrehte. Jiang Jianhuan musste wirklich frieren, denn sie schmiegte sich an ihn. Ihre Gestalt war schlank und weich, und ihre Körpertemperatur und Berührung drangen ungehindert durch den dünnen Stoff ihres Pyjamas.
Sie schien etwas an Gewicht verloren zu haben und wirkte noch kleiner, als ich sie umarmte, aber ihr Duft und ihr Gefühl waren mir immer noch so vertraut.
Su Mo hielt sie in seinen Armen, legte sein Kinn auf ihren Kopf und schloss die Augen, als würde er einen wiedergefundenen, verlorenen Schatz umarmen.
Jiang Jianhuan schlief sehr gut. Obwohl er kurzzeitig von der Kälte aufgewacht war, fühlte er sich danach sehr warm, als wäre er in warme Wolken gehüllt. Er schlief sehr erholsam.
?
Ich bin aus der Kälte aufgewacht...?
Erinnerungsfragmente begannen, ihren Geist zu überfluten.
"Jianhuan, die Heizung ist kaputt."
"Kann ich...?"
"Schlaf im Bett."
Im Bett schlafen!
Jiang Jianhuan schreckte plötzlich hoch.
Erst jetzt nahm sie ihre Umgebung wahr. Die Decken waren warm und gemütlich, aber der Körper vor ihr strahlte noch viel mehr Wärme aus, wie eine natürliche Heizung.
Su Mo hatte die Augen noch geschlossen, seine Hände lagen auf ihrer Taille und ihrem Rücken, sein Körper war zur Seite gedreht, um sie zu umarmen, und sein Brustkorb hob und senkte sich deutlich mit jedem Atemzug.
Sie presste praktisch ihren ganzen Körper gegen Su Mo.
Jiang Jianhuan schloss sofort die Augen und war zutiefst frustriert.
Nach ein paar Sekunden beruhigte sie sich, nahm vorsichtig Su Mos Hand weg, kletterte aus seinen Armen und machte sich bereit, die Decke anzuheben und aus dem Bett zu steigen.
"Hmm, du bist wach..."
Plötzlich drückte sich ein Körper von hinten an sie, legte instinktiv die Arme um ihre Taille und zog sie in seine Umarmung. Su Mo schloss die Augen, senkte den Kopf und rieb ihr Gesicht an dem Körper.
Jiang Jianhuan spürte, wie ihre Glieder schwach wurden.
Die Stelle, wo ihre Wange seine berührt hatte, begann sich zu erwärmen. Sie holte tief Luft und senkte die Stimme.
"Su Mo, lass mich los."
Su Mo erlangte das Bewusstsein wieder.
Er brauchte zwei Sekunden, um die aktuelle Situation und die Geschehnisse der letzten Nacht zu begreifen.
„Entschuldigung.“ Su Mo ließ ihre Hand los, trat zurück und hielt einen sicheren Abstand zu ihr.
Er richtete sich halb auf dem Kissen auf, rieb sich die Augen und fühlte sich noch etwas benommen; sein ganzer Körper war vom Aufwachen schläfrig und träge.
Die Szene war durchaus ein Augenschmaus, doch Jiang Jianhuan flüchtete in die Toilette, als ob er vor einer Katastrophe fliehen würde.
Nachdem sie sich gewaschen und umgezogen hatten, stand Su Mo vor dem bodentiefen Fenster und telefonierte. Auch er hatte sich umgezogen. Drinnen war es noch immer extrem kalt, deshalb trugen beide Daunenjacken und sahen von Kopf bis Fuß ordentlich und gepflegt aus.
„Li Sa hat bereits jemanden angerufen, der die Heizung reparieren soll, und er wird später vorbeikommen.“
"Oh", antwortete Jiang Jianhuan schnell und senkte den Blick.
Su Mo blickte die Person vor ihr an, wollte etwas sagen, ihre Finger umklammerten unbewusst ihr Handy fester, aber schließlich sprach sie.
"Geh runter und frühstücke erstmal."
Li Sa handelte schnell und brachte Arbeiter mit. Nach einer Überprüfung stellten sie fest, dass der Heizkörper defekt war. Man ging zunächst davon aus, dass er seine Lebensdauer erreicht hatte. Nach dem Austausch gegen einen neuen funktionierte die Heizung im Haus wieder einwandfrei.
Er holte tief Luft und fragte besorgt.
„Ist bei euch gestern Abend alles in Ordnung gewesen? Habt ihr euch erkältet?“
Ohne vorherige Absprache zeigten beide ungewöhnliche Gesichtsausdrücke. Li Sa bemerkte ihre Reaktionen und wechselte sofort das Thema.
„Übrigens, als ich heute Morgen hierherkam, war niemand am Eingang der Wohnanlage. Ich bringe Frau Jiang später nach Hause.“
"Okay, vielen Dank für Ihre Hilfe." Jiang Jianhuan nickte.
Su Mo sah den beiden beim Einsteigen ins Auto zu und schloss dann die Tür ohne jede Spur von Zuneigung, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.
Es fühlte sich an, als fehle ihr etwas im Herzen, und Su Mo konnte nicht anders, als ihren Namen zu rufen.
"Bis bald."
"Hmm?" Jiang Jianhuan drehte im Auto den Kopf zur Seite, ihr Gesichtsausdruck war ruhig, ihre Augen hell und klar.
Ihr Blick fiel auf ihn, und sie wartete.
Die Morgenbrise war kühl, ein leichter Nebel lag in der Luft, und ihr Atem war feucht. Su Mo sah sie an und flüsterte nach einem Augenblick.
"Fahren Sie vorsichtig."
-
Es waren nur zwei kurze Tage, aber sie fühlten sich ewig an.