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Kapitel 1 Der Vater des Sohnes ist der Dämonenlord (1)
Ein plötzlicher Wolkenbruch an einem Sommernachmittag wusch die grünen Hügel sauber.
Am Fuße des Berges, in einer einfachen Holzhütte, hatte Gu Tang einen Tag und eine Nacht gelegen.
Zwei unnatürliche rote Flecken auf seinen Wangen ließen sein dünnes, aschfahles Gesicht etwas unheimlich wirken.
"Vater... Vater..."
In seinem benebelten Zustand klang in seinen Ohren eine sanfte, süße Stimme, die von einem Schluchzen durchzogen war.
Vater... Vater...
Ruft ihn jemand an?
Vater?!
Er hat nur eine stets distanzierte Geliebte; wann wird er Kinder haben...?
Ah! Genau das ist es!
Bevor er ins Koma fiel, blitzte ein Hauch von Klarheit in Gu Tangs chaotischem Gehirn auf, das von unzähligen Blitzen getroffen worden war, und unzählige Erinnerungen strömten in seinen Geist.
Nachdem er zehntausende von Jahren gegen alle Widerstände kultiviert hatte, stieß er schließlich auf die größte Prüfung, die je ein Kultivierender erlebt hat.
Sobald er diese Schwelle überschritten hat, steht ihm die Welt offen; er wird die wahre Nummer eins in allen Bereichen sein.
Ergebnis……
Ein beispiellos gewaltiger Blitzschlag fuhr vom Himmel herab und verwandelte selbst jemanden von seiner Stärke augenblicklich in verkohlte Überreste.
Benommen hörte er eine Stimme, die ihm sagte, er müsse in verschiedene Welten reisen, um der Vater von neunundneunzig jungen Protagonisten mit tragischen Kindheiten zu werden.
Schützt sie, begleitet sie und lasst sie die Wärme der Gesellschaft spüren.
Es lehrte ihn auch, dass es in der Welt noch immer echte Gefühle gibt.
Erst nach dem Erreichen von 99 Verdienstpunkten kann man hoffen, die Prüfung erfolgreich zu bestehen.
Könnte es sich hierbei nicht um eine Halluzination infolge eines Blitzeinschlags handeln, sondern um etwas Reales?!
Gu Tang öffnete plötzlich die Augen und versuchte instinktiv, sich aufzusetzen.
"Ugh!" Er hatte kaum den Kopf gehoben, als ein stechender Schmerz, der in seinem Unterleib begonnen hatte, seinen ganzen Körper durchfuhr.
Es tut weh!
Gu Tang runzelte die Stirn und ließ sich schwer aufs Bett zurückfallen.
Ich habe seit vielen Jahren keine so unerträglichen Schmerzen mehr verspürt.
"Papa!" Als das Kind Gu Tangs schmerzverzerrten Gesichtsausdruck sah, streckte es schnell seine kleine Hand aus und berührte vorsichtig Gu Tangs Gesicht, wobei es mit kindlicher Stimme fragte: "Papa, tut es sehr weh?"
"Hmm..." antwortete Gu Tang vage und drehte den Kopf leicht, um das Kind anzusehen, das am Kopfende des Bettes stand.
Das Kind war etwa fünf oder sechs Jahre alt und trug ein grobes blaues Stoffoutfit.
Die Kleidung war etwas zu groß, wodurch er noch dünner wirkte, aber seine Gesichtszüge waren überaus fein.
Als Gu Tang ihn ansah, zuckte die kleine, putzige Nase des Kindes leicht, und wieder rollten Tränen über seine runden, wässrigen Augen.
"Papa! Waaah..." Das Kind schluchzte ein paar Mal, dann brach es plötzlich in lautes Schluchzen aus: "Du bist endlich wach! Ich dachte, du wolltest Nuo'er nie wieder... Waaah..."
„…Braver Junge!“ Gu Tang schluckte schwer. Als er das Kind so traurig weinen sah, überwand er schnell den Schmerz und hob langsam die Hand.
Er zögerte einige Sekunden, dann legte er ganz vorsichtig seine Hand auf den Kopf des Kindes.
Weiches, schwarzes Haar streifte sanft seine Handfläche, mit der er stets sein Schwert gehalten hatte.
Es war leicht, warm und barg einen seltsamen, ungewohnten Reiz, den er noch nie zuvor erlebt hatte.
„Gutes Mädchen...äh...Nuo'er“, stammelte Gu Tang.
Sein Sohn, Gu Nuo, blickte auf.
Tränen wuschen ihm die Augen sauber, seine langen, dichten Wimpern blieben feucht.
Er sah Gu Tang nur so an, gleichzeitig süß und bemitleidenswert.
Gu Tang verspürte eine Wärme in seinem Herzen: „Papa ist in Ordnung, sei brav.“
Er rieb Gu Nuo den Kopf, holte tief Luft und schaffte es nur mit Mühe, sich mit einer Hand am Bett abzustützen und sich aufzusetzen.
"Vater, sei vorsichtig."
Gu Nuo ist wirklich sehr brav.
Er griff schnell nach Gu Tang, um ihm aufzuhelfen, und versuchte sogar, ihm ein Kissen hinter den Rücken zu stopfen.
Dann drehte er sich um, rannte zum Tisch, nahm eine hölzerne Schüssel, die halb mit Wasser gefüllt war, und ging zurück ans Bett.
"Vater, trink etwas Wasser." Gu Nuo führte Gu Tang vorsichtig mit beiden Händen die Schüssel mit Wasser an die Lippen.
"Braver Junge..." Gu Tang rieb sich erneut den Kopf.
Das wohlerzogene und rücksichtsvolle Wesen des Kindes ließ Gu Tangs anfängliche Verlegenheit und Unbehagen deutlich nachlassen.
Er lächelte leicht, legte den Kopf in den Nacken und trank eine halbe Schüssel Wasser, und die Schmerzen in seinem Körper schienen deutlich nachzulassen.
„Papa, möchtest du noch etwas? Nuo
……