Chapitre 88

Plötzlich meldete sich Xia Cheng von hinten zu Wort: „Frohes Mondneujahr!“

Sein Gedankengang wurde unterbrochen, also drehte er sich um und sagte: „Frohes Mondneujahr!“

In der Küche stand außerdem eine Schüssel mit dampfenden Teigtaschen.

Er sagte ganz klar, dass er es aufheben und auf die Fensterbank stellen solle.

Davor befand sich außerdem ein speziell angefertigtes Modell der Erde, auf dem Ozean und Land deutlich dargestellt waren; es basierte auf Daten des Earth Research Institute.

Mingyan stellte die Teigtaschen vor den blauen Stern, schloss die Augen und sagte in Gedanken: „Frohes Neues Jahr, meine liebe Heimat.“

Xia Cheng sah ihn ruhig an und faltete dann plötzlich die Hände.

Mingyan öffnete die Augen und sah Xia Chengs andächtigen Gesichtsausdruck. Er lächelte sofort und fragte: „Worüber denkst du nach?“

Xia Cheng sagte: „Hast du dir nicht mit geschlossenen Augen etwas gewünscht?“

Mingyan schüttelte den Kopf und sagte: „Nein. Hast du dir gerade etwas gewünscht?“

„Ja, ich habe mir auf diesem wunderschönen Planeten etwas gewünscht“, sagte Xia Cheng. „Ich hoffe, ich kann im neuen Jahr das Herz meiner Liebsten erobern.“

Mingyan war etwas überrascht und neckte ihn: „Gibt es bei Jungmeister Xia auch jemanden, den er nicht für sich gewinnen kann? Ich dachte, du hättest eine todsichere Methode, ihn für dich zu gewinnen.“

Xia Cheng blickte etwas nervös auf ihn herab, ein Grübchen auf seiner linken Wange war schwach zu erkennen: „Welcher Trick?“

Er erklärte unmissverständlich: „Wenn Sie sagen: ‚Ich bin der älteste Sohn der Familie Xia‘, garantiere ich Ihnen eine hundertprozentige Erfolgsquote beim Beginn eines Gesprächs.“

Zurück auf der Erde gab es dazu folgenden Witz eines gewissen nationalen Frauenschwarms.

So lernt er Mädchen kennen. Er sagt einfach: „Ich bin Wang Sicong“ und fertig!

Xia Cheng leckte sich über die Lippen, öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen, schluckte es dann aber wieder herunter.

„Ich werde in seiner Gegenwart sehr ängstlich“, sagte Xia Cheng. „Wenn er denkt, ich missbrauche meine Macht … dann bin ich verloren.“

Mingyan klopfte ihm mitleidig auf die Schulter und sagte: „Jeder hat seinen Meister. Bruder, ich kann dir nur moralische Unterstützung und Ermutigung anbieten.“

Xia Cheng nickte, warf ihm zwei Blicke zu und wurde dann unerklärlicherweise sehr glücklich. „Okay, dann bin ich erleichtert“, sagte er.

...

Nach Neujahr besuchte Mingyan als erstes das Blue Star Research Institute.

Im vergangenen Jahr hat das gut finanzierte Forschungsinstitut erneut einen der Kontinente der Erde erforscht und dort eine mechanische Basis hinterlassen.

Nach ununterbrochener Suche und Bergung entdeckten sie Dutzende weitere Überreste von Erdbewohnern.

Nachdem Mingyan diese Nachricht erfahren hatte, verfolgte er die weiteren Entwicklungen aufmerksam.

Das Ergebnis war jedoch nicht zufriedenstellend: Bei allen diesen Leichen war der Hirntod festgestellt worden, und sie konnten nicht geborgen werden.

Neben den Blue Star-Menschen fand das Forschungsinstitut auch zwei weitere Gene von Blue Star.

Bei dem einen handelt es sich um einen widerstandsfähigen Seefisch, bei dem anderen um eine mutierte Gänseblümchenart; beide haben das Stadium der biologischen Kultivierung erreicht.

Mingyan kaufte zwei lebensechte Modelle und stellte sie neben sein Bett, wo er sich gelegentlich an die schwierigen Jahre erinnern konnte, die er auf Erden verbracht hatte.

Dieses Gänseblümchen war das Schönste, was er je in seinem Leben gesehen hatte, wie ein sauberer, zarter kleiner Regenschirm.

Aber es hat überlebt, genau wie Mingyan.

Manchmal sitzt Mingyan auf der Bettkante und starrt sie benommen an, und manchmal steht er auf und schaltet seine Schreibtischlampe ein.

Er nutzte die kurze Auszeit, um ein neues Dokument zu beginnen.

Angesichts des leeren Bildschirms stellte er sich eine Szene vor:

Der Himmel stürzte ein, die Erde erhob sich, und die Sterne erstarrten zu Eis in der ewigen Nacht. Ein ausgemergelter Leichnam krümmte sich zusammen und schützte das Buch in seinen Armen.

—Das war eine Sammlung von Gedichten Tagores.

Mingyan sagte, er habe diese Szene mit eigenen Augen gesehen.

Das muss das erste Poster für das neue Spiel sein.

Das neue Spiel trägt offiziell den Namen „Blue Star Apocalypse: The Last Us“.

Der Drang zu erschaffen war wie eine Flamme, die sein Blut zum Kochen brachte und seine Finger heiß werden ließ.

In seinem Kopf entfalteten sich lebhafte Bilder, und jede seiner lebhaften Darbietungen hatte ihm zuvor einen immensen Schock versetzt.

Er wusste, dass er diese Verpflichtung hatte...

Nein, er hat diese Mission.

Blue Star ist wie ein toter Wal, der im Universum treibt; sein Leben ist zu Ende.

Doch ihre Seele lebt in Mingyans Körper weiter.

Er muss seinen Platz einnehmen und den Schrei einer Ameise gegen das ungerechte Schicksal im Universum erheben!

Dieser Impuls trieb Mingyan dazu, dort einen Tag und zwei Nächte lang regungslos zu sitzen.

Während des 40-stündigen kreativen Prozesses bewegte er seine Arme mechanisch, wie eine Marionette der Inspiration und Ideen.

Ein unaufhörlicher Strom von Bildern floss in seinen Stift und verwandelte sich in verschwommene, aber dennoch lebendige Gesichter.

Viele Szenen, die er besucht, gesehen und von denen er gehört hatte, erschienen vor seinen Augen, als ob sich die Welt gerade erst zu entfalten begänne.

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