Глава 436

Er stand ruhig vor dem Spiegel und beobachtete Zhou Liye beim Laufen, blieb aber unbeweglich und blickte ihm direkt in die Augen.

An der Schlafzimmertür drehte sich das Guckloch von selbst; bei näherem Hinsehen entpuppte es sich als ein in die Tür eingelassenes menschliches Auge.

"Knirsch, knirsch."

Die Schlafzimmertür öffnete sich langsam einen Spaltbreit und gab den Blick auf eine unergründliche Dunkelheit im Inneren frei.

Doch Zhou Liye weinte und rannte davon, und ihre verschwommenen, tränengefüllten Augen sahen nichts davon.

Er rannte bis ganz nach hinten und stieß sich mit lautem Knall den Kopf an der Tür.

Völlig verwirrt kratzte sich Zhou Liye am Kopf, öffnete instinktiv die Tür und ging hinein.

Der reinweiße Raum ist nicht mehr reinweiß; eine Stoffpuppe hockt in der Ecke.

Die Stoffpuppe bewegte sich nicht; sie hatte nur zwei schwarze Knopfaugen, die Zhou Liye anstarrten.

Zhou Liye war von dem Aufprall wie gelähmt. Nachdem sie die Puppe eine Weile angestarrt hatte, öffnete sie entschlossen die Tür und ging wieder hinaus.

Der sechste Korridor.

Der gesamte Raum bestand nicht mehr aus normalen Materialien; Decke und Wände hatten sich in etwas wie sich windende Haut verwandelt.

Das war keine normale Haut; es sah eher aus wie die Folgen einer schweren Verbrennung, mit überall fließendem Blut und pochenden und geschwollenen Pusteln.

Beim Betreten des Untergrunds umfängt einen eine klebrige Textur und ein fischiger, übler Geruch.

Das Telefon klingelte nicht mehr mit Hilferufen; nur noch ein unheimliches „Knarren“ war zu hören.

Das war der hilflose, sterbende Laut, der aus der Brust eines Menschen drang, nachdem seine Luftröhre durchtrennt worden war.

Die Gestalt im Spiegel grinste breit und lachte Zhou Liye aus.

Als Zhou Liye herbeieilte, waren hinter ihm erneut Schritte zu hören.

Das Geräusch der Schritte war so dicht, dass er die Zahl der Verfolger völlig aus den Augen verloren hatte.

Doch das Erschreckendste ist, dass diese Schritte immer schneller werden! Sie haben bereits Renntempo erreicht und beschleunigen, als ob sie im Begriff wären, auf Zhou Liye zuzusprinten!

Zhou Liye war so fassungslos, dass sie sogar vergaß zu weinen!

Er wusste nur, dass es ein flüchtiger Blick war, als er vorbeiging; er sah einen Spalt in der Schlafzimmertür, und der Spalt war dicht mit Augen gefüllt!

Alle unruhigen Blicke waren auf Zhou Liyes Gestalt gerichtet, als er vorbeirannte.

Als die letzte Tür wieder geöffnet wurde, hatte sich der reinweiße Raum tiefrot gefärbt.

Die Stoffpuppe stand an der Tür.

Kaum hatte Zhou Liye die Tür geöffnet, trat er versehentlich darauf.

Die Puppe stieß einen sehr realistischen Schrei aus: "Waaaaah, Daddy!"

Zhou Liye stieß einen noch realistischeren Schrei aus: "Es tut mir leid, es tut mir leid! Du bist mein Vater! Papa, waaaaaah!"

Stoffpuppe: "..."

Der siebte Korridor.

Der Korridor hat seine ursprüngliche Struktur völlig verloren und ist zu einem sehr langen Durchgang geworden.

Es gibt kein Licht.

Alles hing von einer kleinen Truhenlampe ab; wo immer dieser winzige Lichtstrahl hinfiel, erschien ein furchterregender Anblick.

In die Wände waren unzählige riesige Augen eingearbeitet, die sich ständig drehten und furchterregende Wassergeräusche von sich gaben.

Das umgebende Fleisch schien ständig nach innen zu drücken, und blutige Hände erschienen auf dem Boden, die hoffnungslos nach oben griffen, als wollten sie Zhou Liye greifen.

Völlig verwirrt bemerkte Zhou Liye keines dieser Details und rannte einfach hinüber, wobei er ihm auf die Hände trat.

Der Spiegel ist kein Spiegel mehr; übrig bleibt nur noch der Rahmen.

Zhou Liyes Schatten kroch aus dem Inneren hervor, eine pechschwarze Gestalt, die scheinbar von dickem Blut umhüllt war.

Er stieß ein quietschendes Geräusch aus, als ob seine Luftröhre durchtrennt worden wäre, und kroch langsam auf Zhou Liye zu.

Von hinten kamen weitere, eilige Schritte, fast so schnell wie Zhou Liyes Laufgeschwindigkeit.

Zhou Liye hatte keine Zeit zum Nachdenken, oder besser gesagt, er hatte die Fähigkeit zu denken verloren und rannte sofort los!

Je schneller er rannte, desto schneller schlug sein Herz, und der Gestank von Blut drang immer wieder in seine Nase.

Seine Gliedmaßen waren taub, sein Gesicht war so taub, dass er jegliches Empfinden verloren hatte, und die Bilder vor ihm blitzten in unregelmäßigen Abständen auf – ein Zeichen dafür, dass sein Körper unter übermäßiger Anspannung stand.

Dieser Gang schien endlos.

Zhou Liye war nervös und verängstigt zugleich, und ihre körperlichen Kräfte schwanden in alarmierendem Tempo; sie stand kurz vor der Ohnmacht.

Doch die Schritte hinter ihm verfolgten ihn noch immer, und sein Überlebensinstinkt gab ihm einen letzten Funken Kraft!

Wir haben es fast geschafft...

Wir werden bald aufgeholt haben...

"Knall!"

Zhou Liye stürzte sich vorwärts und schlug die letzte Tür auf.

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