The document is clear to the world - Chapter 52

Chapter 52

Man konnte nur noch Murong Yins verzweifeltes Fluchen hören.

Murong Ci starrte ausdruckslos, ihre Hände umklammerten fest die Steinmauer, und zwei Ströme von Tränen rollten ihr, ohne dass sie es merkte, über die Wangen, wie der klarste Bach der Welt.

Sie sah ihn an, ihre Stimme zitterte vor Tränen.

„Dreizehnter Bruder, Xiao Ci versteht.“

Murong Yin lag ausgestreckt auf dem Boden und atmete kaum noch. Sein ganzer Körper zitterte, seine Kleidung war blutgetränkt, und seine Hände krallten sich in die Spalten des Steins; von seinen abgebrochenen Fingernägeln tropfte Blut.

Durch eine Steinmauer abgetrennt.

Murong Ci kniete auf dem Boden, biss sich fest auf die Lippe, Tränen rannen ihr über die Wangen. Sie stützte sich mit den Händen auf dem Boden ab, senkte langsam den Kopf und verbeugte sich tief, wobei sie den kalten, harten Steinboden berührte.

„Dreizehnter Bruder, Xiao Ci, geht jetzt.“

Niemand hatte damit gerechnet.

Dieses Mädchen, das einst keine Scham kannte und sich bereitwillig erniedrigte, fand plötzlich die Fassung, dem Tod ins Auge zu sehen.

In dieser Welt gibt es vielleicht immer zu viel Ungerechtigkeit, zu viel Schmerz und zu viel Hilflosigkeit. Vielleicht hat sie hart gekämpft, ist aber letztendlich der Verderbtheit verfallen und wurde zu einer bezaubernden Konkubine in Ye Chuhans Armen, einem wertlosen Spielzeug.

Jedoch.

Von dem Moment an, als sie vor Murong Yin niederkniete und sich verbeugte, strömten ihr Tränen über das Gesicht.

Sie ist nicht Meiji.

Sie ist Murong Ci von Murong Manor!

****** ******

Ye Chuhan wachte in der Nacht des zweiten Tages auf.

Der Raum war erfüllt vom Duft beruhigender Räucherstäbchen, deren weißer Rauch vom Licht der untergehenden Sonne in ein warmes Goldgelb getaucht war und so eine ruhige und gelassene Atmosphäre schuf, die an ein abgeschiedenes Paradies erinnerte.

Seine innere Energie hatte sich stabilisiert, und die heftigen Schmerzen in seinem ganzen Körper hatten nachgelassen.

nur……

Er kann sich nicht bewegen.

Jemand drückte mehrere wichtige Akupunkturpunkte an seinem Körper, unterdrückte so seine innere Energie und hinderte ihn daran, sie frei zu nutzen. Nun fühlen sich seine Gliedmaßen und Knochen kraftlos an, und er hat keinerlei Kraft mehr.

Ye Chuhan war fassungslos.

Das Zimmer war leer.

Ye Chuhan lag steif auf der Couch, die Augen weit aufgerissen, ein komplexer Ausdruck auf seinem schneeweißen Gesicht. Vor seinem inneren Auge erschien Lianhuas schockiertes Gesicht in dem Moment, als er letzte Nacht ins Koma gefallen war.

Seine Pupillen verengten sich langsam.

Sie hat ihn also doch verraten.

In diesem Moment verließ Lianhua den Ostgarten.

Am Eingang zum Blumental umklammerte Zhan Yu, in tintenschwarze Roben gehüllt, das Azurblaue Unterweltschwert fest. Seine Augen, so tief wie die Nacht, strahlten eine heitere, gleichgültige Ruhe aus. Er hörte Schritte, wandte den Kopf gleichgültig und erblickte Lotus.

Lotus ging an ihm vorbei. „Warst du es nicht, der für die Bewachung des Ortes zuständig war, an dem die anderen Mitglieder der Familie Murong gefangen gehalten wurden?“

"Ja", antwortete Zhan Yu.

Ohne sich umzudrehen, ging Lianhua geradewegs auf das Verlies zu. „Ich will einen Mann namens Yuan Qing, einen Diener der Familie Murong. Bringt ihn mir.“

Zhan Yus Arm versperrte ihr den Weg.

Die Lotusblume hebt ihren Kopf.

Zhan Yu stand bereits vor ihr, seine dunklen Augen verrieten ein wissendes Auge über ihre Gedanken und einen Anflug von Überraschung. „Willst du das wirklich tun?“

Lotus schob seine Arme weg, ihr Blick entschlossen. „Ich habe keinen anderen Ausweg; das ist meine einzige Chance.“

Sie ging weiter vorwärts.

Zhan Yus Pupillen verengten sich, und er packte sie erneut an den Schultern, seine Finger verkrampften sich unwillkürlich, seine Stimme wurde angespannt: „Du solltest dir das gut überlegen. Du weißt besser als ich, wie skrupellos Ye Chuhan wirklich ist!“

Lianhua hob den Blick, ihr Gesicht war kalt und ihr Blick noch entschlossener. „Zhanyu, ich habe nur eine Nacht. Wirst du mir helfen oder nicht?!“

Zhan Yu war fassungslos.

Lotus blitzte auf und wich zwei, drei Schritte von Zhan Yu zurück. Ihre schlanken Finger drückten auf das dünne Band, das ihr Haar zusammenhielt. Ihre Waffe war eine silberne, weiche Peitsche, und ihre Augen funkelten vor Wut.

„Wenn du mir die Hilfe verweigerst, dann kämpfe gegen mich. Wenn du mich gefangen nimmst, erspart dir das eine Menge Ärger!“

Zhan Yu blieb mit seinem Schwert stehen und zeigte keinerlei Anstalten, sich zu bewegen. Trotz Lianhuas Kampfgeist blieb sein Blick ruhig. „Lianhua, wenn wir kämpfen würden, hättest du keine Chance zu gewinnen!“

Lotus sagte kein Wort.

Ohne zu zögern, schnippte sie mit dem Handgelenk, und die silberne Peitsche war schon in ihrer Hand. Hatte sie sich einmal entschieden, würde nichts sie umstimmen, und niemand, egal wer es war, würde sie auch nur einen Schritt zurückbringen.

"Los geht's!"

Im goldenen Licht des Sonnenuntergangs vor dem Blumental stieg eine mörderische Aura auf.

Lotus' schwarzes Haar wehte im Wind, und die weiche Peitsche in ihrer Hand bewegte sich so flink wie eine Schlange. Zhan Yu stand die ganze Zeit still da und zeigte keinerlei Anstalten, das Azurblaue Netherschwert zu ziehen.

Er wird sie nicht anfassen.

„Lotus, ich kann dir helfen, aber du musst mir eines versprechen.“

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