The document is clear to the world - Chapter 71

Chapter 71

Was für ein prachtvolles Brautkleid!

Lotus lag auf ihrem Krankenbett.

Ye Chuhan hat ihre Kampfkünste ruiniert!

Ihre Wunden waren verbunden, ihre Ren- und Du-Meridiane versiegelt, und all ihre innere Energie war erschöpft. Sie hatte nicht einmal die Kraft aufzustehen. Sie lag still da und starrte auf die kalte Decke, wie ein wandelnder Leichnam. Ihre Tränen der Verzweiflung waren getrocknet, und ihr langes, schwarzes Haar fiel wie Wolken über ihre schneeweiße Kleidung. Ihre Augen jedoch waren so leblos wie ein tiefer Brunnen.

Nur Hass!

Ein wahnsinniger Hass nistete sich in ihrem Körper ein, der so dunkel war wie die Nacht, wie die schrecklichste Giftschlange oder das schrecklichste Ungeheuer der Welt, das unerbittlich an ihren letzten Überresten von Seele und Vernunft nagte.

Plötzlich ertönte ein raschelndes Geräusch vom Steintisch, als ob sich etwas Lebendiges bewegte.

Die Lotusblume, scheinbar tot, schien etwas zu spüren. Langsam drehte sie den Kopf, ihr lebloser, kalter Blick auf die Richtung gerichtet, aus der das Geräusch kam.

Es ist ein herzverbindendes Gu!

Nachdem Ye Chuhan seine innere Energie genutzt hatte, um einen Liebeskranken-Gu-Wurm zu kultivieren, begann der goldene Herzverbindungs-Gu, der ein halbes Jahr lang geschlummert hatte, plötzlich wieder zu rascheln, als ob etwas im Inneren des Gu zum Leben erwacht wäre.

Der aus dem Herzverbindungs-Gu gezüchtete Liebeskrankheits-Gu-Wurm kann die Fähigkeiten des Anwenders erheblich steigern und ihm ermöglichen, seine eigenen Grenzen zu überwinden und an einem Tag das zu erreichen, wofür andere ein Jahr benötigen!

Die Gegenreaktion der Gu-Würmer ist jedoch qualvoll und extrem bösartig und dauert bis zum Tod an. Abgesehen von der Familie Bai weiß niemand in der Welt der Kampfkünste, wie man sie brechen kann!

Aus Lotus' leblosen Augen ging langsam ein seltsames Licht hervor.

Sie streckte ihre zitternde Hand aus, presste sie gegen die weiche Couch und drehte mit ihrer letzten Kraft ihren schlaffen Körper um und mühte sich zum Boden!

Sie stürzte schwer zu Boden.

Ein stechender Schmerz durchfuhr ihre Wunde. Lotus stieß ein unterdrücktes Stöhnen aus, biss sich auf die Lippe, um die Schmerzwellen zu unterdrücken, und streckte die Arme aus, um sich Stück für Stück vorwärts zu schleppen...

Bei jedem Schritt nach vorn durchfuhr ein stechender Schmerz die Wunde.

Ihre Kräfte waren völlig erschöpft, und sie war kaum ein kurzes Stück gekrochen, als sie schon schwer atmete, feine Schweißperlen auf ihrer Stirn standen und über ihre Wangen rannen...

Sie biss die Zähne zusammen und mühte sich ab, auf den Steintisch zu klettern.

Auf dem Steintisch drang ein anhaltendes Rascheln vom Herzverbindungs-Gu aus. Lotus streckte mit aller Kraft ihre Hand zum Tisch aus, presste eine Hand fest dagegen und lehnte sich an den Steintisch, während die andere Hand nach dem goldenen Kessel des unaufhörlich raschelnden Herzverbindungs-Gu griff.

Ihr Zeigefinger folgte dem kleinen Loch am Kessel und tastete langsam hinein.

Sobald ihr Finger in den Kessel eintauchte, bissen ihr sofort scharfe Zähne in den Finger. Lotus biss sich auf die Lippe und spürte, wie ein dünner Schmerzstrahl ihren Finger durchbohrte und sich langsam in ihr Fleisch bohrte.

Das ist ein liebeskranker Wurm!

Sie ertrug die unerträglichen Schmerzen, ihr ganzer Körper kribbelte, doch sie spürte, wie sich in ihr eine warme innere Kraft sammelte, die durch die Blutsiegel ihrer Ren- und Du-Meridiane strömte…

Das Rascheln im Inneren des Herzverbindungs-Gu verstummte allmählich.

Lotus rang vor Schmerz nach Luft, ihre Lippen wurden blass und bläulich. Ihr Körper war taub und gefühllos. Plötzlich wurden ihre Arme schlaff, und sie glitt langsam die Kante des Steintisches hinunter…

Das leuchtend rote Brautkleid wurde von ihrem leblosen Körper nach unten gezogen. Lotus lag am Boden, ihre leeren Augen nur einen schmalen Spalt geöffnet. In diesem Augenblick schien die Zeit stillzustehen. Ihre Lippen zitterten lautlos, als sie zusah, wie das rote Brautkleid langsam vor ihren Augen herabglitt…

„Lotus, eines Tages“, sagte er schließlich und sah sie an, sein Gesicht fein und schön, seine Stimme tief und liebevoll, „möchte ich, dass du ein Brautkleid und einen Schleier trägst und meine Frau wirst, Ye Chuhan.“

Als er ihr benommenes Gesicht sah, blitzte ein Hauch kalter, schadenfroher Gleichgültigkeit in seinen Augen auf. „Glaubst du wirklich, ich würde dich mögen? Glaubst du wirklich, ich würde das Himmelsberg-Schneetor aufgeben und durch die Wüste reiten, um mit dir ein unbeschwertes Leben zu führen? Oder … glaubst du wirklich, ich wäre traurig und verletzt wegen deiner Zurückweisung?“

Das rote Hochzeitskleid, das den bewusstlosen Körper der Lotus bedeckte, brannte wie Flammen...

Übersät mit Wunden, verstand sie endlich...

So sieht also Liebe in dieser Welt aus...

Obwohl er so viele Schwüre ewiger Liebe und Hingabe abgelegt hatte, war es angesichts verstrickter Ressentiments und Verwicklungen nichts als eine flüchtige Illusion... ein hoffnungsloser Betrug...

Abend.

Ye Chuhan schob langsam die Tür des Steinhauses auf.

Als Erstes sah er Lotus, die in ihrem flammenartigen Brautkleid ohnmächtig geworden war. Langsam ging er hinüber, stellte sich vor sie und bückte sich, um sie aufzuheben.

Lotus, die all ihre Kraft verloren hatte, sank in seine Arme, ihr Gesicht bleich und ihr Körper eiskalt.

Ye Chuhan starrte auf ihr bewusstloses Gesicht, seine Finger glitten langsam über ihr wolkenartiges Haar.

Ein stechender Schmerz durchfuhr mein Herz, aber das hatte nichts mit der Gegenreaktion des Herzverbindenden Gu-Wurms zu tun.

„Lotus, bitte gib mir nicht die Schuld…“

Er hielt sie fest in seinen Armen, während sie bewusstlos dalag, und als niemand zusah, erschien schließlich ein tiefer Ausdruck der Trauer auf seinem Gesicht.

Nur so kann ich verhindern, dass du mich verrätst und dich für immer hier behalten. Du kannst dir nicht einmal vorstellen, wie sehr ich mich davor fürchte, von anderen verraten zu werden … Selbst wenn mich die ganze Welt verrät, kann ich dich nicht gehen lassen. Lieber würde ich dich täuschen oder gar töten, als dich gehen zu lassen!

So ist er eben.

Aus Angst vor Verrat verraten sie stets andere, bevor sie selbst verraten werden; aus Angst vor Schaden ziehen sie stets ihre Schwerter und verletzen andere, bevor sie selbst verletzt werden!

Je tiefer die Liebe, desto tiefer der Schmerz!

Band 5

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