The document is clear to the world - Chapter 97

Chapter 97

In diesem Leben werde ich dieses schöne Gesicht nie wieder sehen!

Unter dem Pflaumenblütenbaum.

Ye Chuhan schwieg und sagte kein Wort. Er wandte den Kopf und blickte auf den stillen Teich; seine Hand, die das Weinglas hielt, zitterte leicht.

Ping Qiushui hielt sein Weinglas fest, sein Blick war ebenfalls auf den Teich gerichtet, und er begann langsam zu sprechen: „Es ist nur schade, dass wir solche wahren Gefühle immer zu spät entdecken! Wenn wir erkennen, dass wir ohne sie nicht leben können, ist sie bereits fort; wenn wir unseren eigenen Tod gegen ihr Leben eintauschen wollen, ist sie bereits tot.“

"Dr. Ping, ich werde nicht mehr einsam sein..."

Nach ein paar Drinks lächelte Ye Chuhan still und sagte zu ihm: „Es sind nun schon achtzehn Jahre vergangen. Ich werde nicht länger so einsam sein.“

"..."

„Ich werde warten, bis sie zu mir kommt. Wenn ich sie wiedersehe, werde ich... nie wieder einsam sein.“

Die Pflaumenblüten fielen eine nach der anderen ab.

Ye Chuhan blickte zu den fallenden Blumen auf, ihre Stimme ruhig: „Wenn ich nicht mehr einsam bin, wäre Arzt Ping dann bereit, wieder zum Schneetor von Tianshan zu kommen, um einen meiner Leute zu heilen?“

„Okay.“ Ping Qiushui stimmte zu, ohne nach dem Grund zu fragen.

Ye Chuhan hob ihr Weinglas und lächelte ihn leicht an: „Abgemacht!“

„Abgemacht!“

Zwei Birnenblüten-Weingläser, glatt und glänzend wie Jade, klangen leise in der Luft aneinander und erzeugten ein klares, helles Geräusch. Der Wein darin war mild und klar wie Frost…

In jener Nacht.

Ping Qiushui konnte sich nicht mehr erinnern, wie viele Gläser Wein er und Ye Chuhan getrunken hatten. Er wusste nur noch, dass er, der normalerweise eine hohe Alkoholtoleranz hatte, leicht angetrunken war und dass am Ende sogar seine Finger, die das Weinglas hielten, zitterten.

Alles, woran er sich erinnerte, war, dass Ye Chuhan, der sich immer an den Pflaumenbaum lehnte, immer noch ruhig auf den Teich blickte, ein Weinglas in der Hand hielt und auf seinem schönen Gesicht immer noch dieses blasse, zerstreute, bittere Lächeln lag.

In den Augen von Ye Chuhan, dem Sektenführer des Tianshan-Schneetors, lag eine tiefe Trauer, so gewaltig, als würden tausend Pfeile sein Herz durchbohren.

Einst schwor er im Schneesturm der Wüste, blind vor Hass, dass er in diesem Leben nie wieder Liebeskummer empfinden würde. Er hätte sich nie vorstellen können, dass es so etwas wie Liebe auf dieser Welt noch gibt.

Diejenigen, die überleben, leiden mehr als diejenigen, die sterben.

Das Leben ist schlimmer als der Tod!

Weil er sie wirklich liebte, konnte er sie nicht gehen lassen, und jede Minute und jede Sekunde, die sie fort war, bedeutete für ihn eine ewige und tiefe Einsamkeit und Schmerz.

Aber!

Als er die Wahrheit wirklich begriff –

Doch es stellte sich heraus, dass es bereits zu spät war!

Ping Qiushui verspürte einen Stich der Trauer. Schweigend wandte er seinen Blick dem Teich zu und entdeckte plötzlich eine winzige Lotusblume, die darin still erblühte. Ihre reinweißen Blütenblätter wiegten sich im Wind. Es war nicht der Schneelotus von Tianshan –

Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Wasserlilie aus Jiangnan handelte.

Die Jiangnan-Seerose blüht im Tianshan-Gebirge der westlichen Regionen!

Dieses Jahr schien das Ende aller Grollgefühle zu markieren. Zu viele Geschichten hatten sich im Schneetor des Tianshan-Gebirges in den westlichen Regionen zugetragen und zu viele Bedauern hinterlassen…

Mei Ji riskierte ihr Leben, um die Familie Murong zu retten, die ihr Unrecht getan hatte!

Hua Chen war bereit, sich selbst zu verletzen, um Mei Jis Leben zu retten!

Zhan Yu infiltrierte das Schneetor des Tianshan-Gebirges, um seinen Clan zu rächen, und ertrug zwölf Jahre lang Demütigungen und Entbehrungen!

Um ihren Bruder vor weiterer Demütigung zu bewahren, tötete Lianhua ihn eigenhändig und trug seinen Kopf aus dem Schneetor des Tianshan hinaus. Sie lehnte Ye Chuhans lebensrettende Gnade ab und zog es vor, unter dem Schnee begraben zu werden.

Um den Hass ihres Bruders zu besänftigen, lächelte Ye Chuxue ruhig und trank den vergifteten Wein. Von da an verharrte sie neun Jahre lang in einem tiefen Schlaf, wie eine Steinstatue, weder lebendig noch tot...

Bis heute...

Welche ergreifende Geschichte verbirgt sich hinter dieser Lotusblume...?

Oder vielleicht...

Ein unerfülltes Versprechen...

Der helle Mond hängt am Himmel, sein klares Licht strömt herab.

Ye Chuhan saß still unter dem Pflaumenbaum, umgeben vom Duft der Pflaumenblüten, ihre schmalen Augen erfüllt von einer kalten Traurigkeit.

Der Chrysanthemenwein war eiskalt.

Ping Qiushui betrachtete aufmerksam die still blühende Jiangnan-Seerose. Mondlichtschmetterlinge tanzten anmutig neben dem Lotus. Seine Augen, so still wie Herbstwasser, tranken langsam einen Becher Wein und murmelten:

„Alle Geschichten sind nichts als Herzschmerz; die Menschen vom Yi-Fluss sind fort, und der helle Mond ist wie Frost.“

Band 8

Einen Monat später.

Der Morgennebel hatte sich noch nicht verzogen.

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