Глава 42

Die Hände, die sie hielten, verstärkten ihren Griff, sodass es ihr schwerfiel, die Anwesenheit der anderen Person zu ignorieren.

Nach langem Kampf gelang es ihr, sich aus der festen Umarmung des Mannes zu befreien, doch er hielt sie noch immer fest in seiner Hand. Sie hätte ihre innere Stärke nutzen können, um sich loszureißen, aber sie tat es nicht; sie ließ sich einfach, etwas widerwillig, von ihm gegen einen bemalten Paravent ziehen.

Hinter dem Paravent hingen trockene Kleidungsstücke, die offensichtlich für sie bereitgelegt worden waren.

Sie blickte verwirrt auf und sah, dass der Mann sie anstarrte.

Wen bemitleidete er? Sie?

Sie versteht es nicht.

Nachdem der Mann gegangen war, begann sie langsam, sich umzuziehen.

Es waren alles Damenkleider. Sie zögerte einen Moment, bevor sie das Band um ihren Hals löste und ihre zierliche Gestalt enthüllte. Die kühle Brise vom See ließ sie etwas frösteln. Ungeschickt band sie sich Mieder, Unterkleid, Seidenhose und schließlich ihren grünen Rock zu.

Alles war so ungewohnt und weckte auf seltsame Weise ihr Bewusstsein, eine Frau zu sein.

Schließlich trug sie einen langen, fließenden Schal mit weiten Ärmeln und Stickereien, der eine ätherische Schönheit ausstrahlte. Sie fasste ihr feuchtes Haar zusammen und trat aus dem bemalten Paravent heraus.

Shangguan Yi hielt sich selbst nicht für einen lüsternen Menschen. Er wollte ihr das Frühlingskleid der Frauen lediglich als Weckruf geben, doch er ahnte nicht, dass er selbst dadurch Erleuchtung erlangen würde.

Er fixierte die schöne Gestalt mit wilder Intensität und ließ seinen Blick keinen Augenblick davon ab.

Ein Tiger im Herzen, doch eine Rose in der Hand.

Es ist abscheulich, dass sie so schön, so unglaublich schön geboren wurde.

Er genoss gemächlich die Aussicht und ließ seinen Blick von oben bis unten schweifen. Seine Muskeln spannten sich unter den Ärmeln an, er unterdrückte mit aller Kraft den in ihm tobenden Tiger, sein Blick wirkte etwas wild.

Völlig unbeeindruckt von seinem Aussetzer blieb die schöne Frau ruhig und gelassen. Anstatt Erleichterung zu empfinden, war er verärgert.

„Danke.“ Sie nahm den heißen Wein, den er ihr eingeschenkt hatte, und sagte aufrichtig: „Danke, dass Sie Ihr Versprechen gehalten und nicht an den heutigen Ereignissen teilgenommen haben, und danke, dass Sie meinen Meister und meinen älteren Bruder aus dem Jade-Schwert-Anwesen herausgebracht haben. Danke, Ziyu.“

Langsam hob er den Blick und strich sanft über den Rand seines Glases. „Findet Zigui nicht, dass Frau Xie unaufrichtig ist?“

Sie hielt einen Moment inne und sagte dann: „Natürlich gibt es ein Dankeschön-Geschenk.“

Seine stattlichen Augenbrauen waren leicht hochgezogen, ein Anflug von Belustigung lag in seinen Augen.

„Ich verstehe sehr gut, was Ziyu durchgemacht hat.“ Während sie sprach, warf sie einen Blick auf den alten Mann im Strohregenmantel am Bug des Bootes.

„Nian Er ist ein älterer Mann, der neben mir wohnt, und er ist taub.“

Als sie seine Andeutung verstand, wandte sie den Blick ab.

"Ein geheimer Schatz der Kampfkunstwelt, willst du ihn haben, Ziyu?"

Mit zusammengekniffenen Augen umklammerte Shangguan Yi verärgert den Weinbecher.

„Ich will.“ Das Wort presste er förmlich zwischen den Zähnen hervor.

Da sie tatsächlich erleichtert aussah, näherte er sich ihr langsam und verführerisch.

„Ich habe gehört, dass die geheimen Schätze der Kampfkunstwelt traditionell vom Ehemann an die Ehefrau weitergegeben und dann von den Kindern geerbt werden. Stimmt das?“ Er kicherte, sein hübsches Gesicht wirkte zunehmend geheimnisvoll.

„Kann man in deinem Alter wirklich einen 24-jährigen Sohn haben? Oder bist du schon fest entschlossen, niemand anderen als mich zu heiraten, hm?“

Sie erstarrte, sah Shangguan Yi näherkommen und vergaß dabei, zurückzuweichen.

„Überleg es dir gut, Zigui.“ Er packte ihr Haar und drehte es zwischen seinen Fingern.

Das feuchte, glitschige Haar brannte auf seiner Haut, und der schwache, süßliche Duft von Alkohol in seinem Atem entfachte den Tiger in ihm, sodass er immer wieder schnüffelte, bis er sich nicht mehr beherrschen konnte.

"Man sollte diejenigen, die Gutes tun, immer belohnen, finden Sie nicht auch?"

Eine heisere Stimme drang seltsamerweise an ihr Ohr, dann hob die Person ihr Kinn an und küsste sie genau.

Zuerst war sie verwirrt, dann starrte sie ihn ungläubig an, stieß den Mann von sich und flüchtete in den Regen, als wolle sie entkommen.

Shangguan Yi betrachtete die panische Gestalt und berührte mit einem freundlichen Ausdruck ihren Mundwinkel.

"Lass mich nicht zu lange warten."

Weiden wiegen sich im Wind, ein bemaltes Boot treibt auf den grünen Wellen, und ferne Berge und fließendes Wasser erstrecken sich, soweit das Auge reicht.

Die Pflaumenblüten stehen in voller Blüte, die Vierundzwanzig Brücken sind voller Leben, wo ist nur die schöne Jungfrau, die Flöte unterrichtet?

Band Eins komplett

Im Süden gibt es hohe Bäume, aber dort kann man nicht ausruhen.

In Han gab es eine wunderschöne Frau, aber man konnte sie nicht umwerben.

Der Han-Fluss ist so gewaltig, dass man ihn nicht durchschwimmen kann.

Der Fluss fließt immer weiter, sein Verlauf ist unergründlich.

Das hohe, verdrehte Brennholz ist bereit zum Fällen.

Wenn die Tochter heiratet, lasst uns ihr Pferd füttern.

Der Han-Fluss ist so gewaltig, dass man ihn nicht durchschwimmen kann.

Der Fluss fließt immer weiter, sein Verlauf ist unergründlich.

Das hohe Brennholz ist hoch aufgestapelt; lasst uns das Schilf schneiden.

Wenn die Tochter verheiratet ist, lasst uns ihr Fohlen füttern.

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