El Qi es fácil de transmitir - Capítulo 70
Dugu Xihui schob das Gemüse anmutig an den Rand ihrer Schüssel und aß ihren Reis und Fisch weiter.
Zi Jin war wütend. Sie nahm das Gemüse aus Dugu Xihuis Schüssel und hielt es ihr trotzig an die Lippen. Dugu Xihui war einen Moment lang wie erstarrt, öffnete dann widerwillig den Mund, nahm das Gemüse hinein und kaute es stirnrunzelnd Stück für Stück.
Zi Jin fühlte sich nach ihrem Rundensieg etwas selbstzufrieden. Sie nahm ihre Essstäbchen und aß ihren Reis sorglos. Endlich verstand sie, warum Dugu Xihui sie geärgert hatte. So fühlt es sich also an, andere leiden zu sehen. Jeder hat wohl einen kleinen Hang zum Sadismus!
Dugu Xihui war Zi Jin völlig ausgeliefert und wollte das natürlich nicht hinnehmen. Nachdem er das Stück grünes Gemüse hinuntergeschluckt hatte, starrte er Zi Jin direkt an. Zi Jin spürte ein Kribbeln auf der Kopfhaut unter diesem Blick, und als sie aufblickte, begegnete sie Dugu Xihuis bernsteinfarbenen Augen, die so unschuldig waren wie die eines kleinen Fuchses. Ihr wurde sofort schwindelig.
Dugu Xihuis Lippen kräuselten sich leicht und enthüllten ein bezauberndes, zartes Lächeln.
Zi Jin spürte, wie ihr Gesicht brannte und ihre Atmung sich beschleunigte. Schnell senkte sie den Blick und schaufelte sich weiter Reis in den Mund.
Dugu Xihui nahm gemächlich ein großes Stück Fisch und legte es in Zi Jins Schüssel. Zi Jin warf ihr einen Blick zu und sah, wie Dugu Xihui wieder dieses verschmitzte Lächeln aufsetzte.
Um ihre leicht zitternden Hände zu verbergen, senkte Zi Jin den Kopf und aß Reis, wobei sie sogar das große Stück Fisch mit in den Mund nahm.
Ein siegreiches Lächeln erschien auf Dugu Xihuis Lippen, ihr Blick wurde weicher, ihre Grübchen traten leicht hervor, und sie genoss ihre Mahlzeit in angenehmer Stimmung.
Nach einer Weile bemerkte Zi Jin, dass etwas nicht stimmte, und blickte auf. Da sah sie Dugu Xihuis selbstgefälliges Grinsen. Sie knirschte mit den Zähnen und dachte: „Dieser widerliche Dugu Xihui! Schon wieder nutzt er seine Schönheit, um ein unschuldiges Mädchen zu verführen! Hat er denn gar kein Gewissen?!“
Trotz ihres Grolls und ihrer Beschwerden befand sich Zi Jin nun unter dem Dach eines anderen, sodass sie nur noch verärgert die Lippen zusammenpressen und innerlich fluchen konnte: „Du abscheulicher Mensch!“
Zi Jin konnte ihren Zorn nicht unterdrücken, egal wie sehr sie darüber nachdachte, und ein Schwall von Bosheit stieg in ihr auf. Sie setzte ein Lächeln auf, das sie für besonders sanft hielt, und nahm, um sich zu rächen, ein großes Stück Wurzelgemüse, das sie Dugu Xihui vor den Mund hielt.
Dugu Xihui starrte Zi Jin ausdruckslos an und aß ohne zu zögern die Gemüsewurzel, die Zi Jin ihm reichte. Nachdem er eine Weile gekaut und sie heruntergeschluckt hatte, brach er plötzlich in schallendes Gelächter aus.
Zi Jin hatte gerade eine Runde gewonnen und war insgeheim zufrieden mit sich selbst, als sie Dugu Xi Huis lächelndes Gesicht sah, ohne zu verstehen, warum.
„Hahahaha…hahaha…“ Dugu Xihui bemerkte Zi Jins Verwirrung und konnte sich schließlich ein lautes Lachen nicht verkneifen. „Das ist ja urkomisch… einfach urkomisch! Lou Shuo… hast du jemals so ein schelmisches Grinsen gesehen?! Hahaha…hahaha!“ Dugu Xihui gab sich mit dem Lachen nicht zufrieden, schlug auf den Tisch und brach in schallendes Gelächter aus.
Lou Shuo senkte den Blick, seine Schultern zitterten, er versuchte sichtlich, ein Lachen zu unterdrücken.
Zi Jins Gesicht war ein Farbenmeer – weiß, rot, blau, violett und grün –, als wäre eine Palette umgekippt worden, ein wahrhaft spektakulärer Anblick. Wütend und beschämt warf sie die Schüssel in ihrer Hand zu Boden und rannte aus dem Haus, als wolle sie fliehen. Hätte sie noch die klassische Geste hinzugefügt, ihr Gesicht mit den Händen zu verdecken, wäre es ein Bild tiefster Verzweiflung und Tränen gewesen.
Dugu Xihui war gut gelaunt. Er aß seinen Reis auf, bevor er zur Tür ging. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, und seine hübschen Grübchen waren leicht zu erkennen. Von Weitem sah er Zi Jin allein auf einer Steinbank im Flur sitzen, ihr Gesicht finster. Er machte absichtlich etwas Lärm, als er sich näherte, lehnte sich dann an das Geländer neben Zi Jin und setzte sich. „Bist du wütend?“, fragte er mit ungewöhnlich sanfter Stimme.
Zi Jin starrte verständnislos auf die Reihen seltsam geformter Bäume, die draußen vor dem Korridor im Wind schwankten, und schien Dugu Xihuis leise Frage nicht zu bemerken: „Was für Bäume sind das?“
„Hibiskus.“ Dugu Xihui folgte Zi Jins Blick, hielt kurz inne und platzte mit der Antwort heraus. Verärgert runzelte Dugu Xihui die Stirn, und sein Lächeln verschwand allmählich.
"Hibiskus...Blume...ist sie hübsch?" Zi Jins dunkle Augen waren mit einem Schleier gefüllt.
Dugu Xihui wandte den Kopf ab: „Das sieht nicht gut aus.“
Zi Jin betrachtete die Reihen von Hibiskussträuchern im Hof mit einem verwunderten Ausdruck. Wenn sie sich recht erinnerte, war dies – abgesehen von den Lotusblumen am See – die einzige Pflanze in diesem großen Garten: „Es ist nicht schön. Warum wächst hier so viel davon?“
Dugu Xihui hielt einen Moment inne, ein Anflug von Verärgerung huschte über sein Gesicht, sein Blick huschte zur Seite: „Das war schon so, als wir das Haus gekauft haben.“
Zi Jin erkannte die wenig kluge Lüge. Sie versuchte, mit einem halben Lächeln eine sarkastische Bemerkung zu machen, doch ihr Lächeln erstarrte im selben Augenblick.
Dugu Xihui wandte den Kopf zur Seite, sein langer, schlanker, blasser Hals lugte unter dem weiten Kragen seines schneeweißen Gewandes hervor. Die Abendbrise fuhr ihm sanft durchs Haar und verlieh ihm einen Hauch ätherischer Schönheit, während sie gleichzeitig seine Einsamkeit verstärkte. Seine langen Wimpern hingen herab und verdeckten seine bernsteinfarbenen Augen, und das Mondlicht ließ sein Gesicht totenblass erscheinen, wodurch die Narbe in seinem Gesicht, die inzwischen verheilt war, noch zarter wirkte. Seine einsame Gestalt glich zerbrechlichem Kristall, als könnte ihn die geringste Berührung in Stücke zerspringen lassen.
Zi Jins Herz schmerzte leicht, auf unerklärliche Weise. Warum war sie ihm gegenüber immer so... besorgt und zärtlich?
Eine leichte Brise wehte vorbei, und Dugu Xihui schien etwas zu frieren. Unwillkürlich wich er zurück, lehnte sich näher an das Eckgeländer, umfasste seine Knie mit den Armen und vergrub sein Gesicht zwischen ihnen.
Zi Jin spürte, wie ihre Augen brannten, ihr Herz so sehr schmerzte, dass sie kaum atmen konnte, und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Sie wollte ihn anlächeln, aber es gelang ihr nicht. Sie wollte die Narben in seinem Gesicht berühren, fragen, ob er noch Schmerzen hatte, aber sie brachte kein Wort heraus.
Zi Jin fühlte sich, als würde sie ersticken. Leise stand sie auf und ging, ohne es zu wagen, sich umzudrehen.
Dugu Xihui spürte, wie die Person neben ihr ging, und verspürte plötzlich den Impuls, sie festzuhalten. Schließlich schloss sie ihren leicht geöffneten Mund und umarmte ihre Knie noch fester.
Ein vorzeitig verwelktes grünes Blatt fiel neben sie, und jemandem rann lautlos eine Träne über die Wange.
"Meine Dame..." Eine sanfte Brise rauschte durch den Hibiskusbaum, und jemand seufzte.
Zi Jin näherte sich leise, sah die Person, die zitternd am Geländer lehnte, und legte ihr sanft den Umhang um die Schultern. Er hob leicht den Kopf, und seine runden Fuchsaugen verrieten Verwirrung und einen Hauch der Unruhe eines kleinen Tieres.
Zi Jin lächelte, während sie Dugu Xihuis Umhang zuknöpfte und sagte: „Du hast nicht einmal gesagt, dass dir kalt ist.“ Ihr Tonfall schwang einen Hauch von Vorwurf und Nachsicht mit. Ihr selbst war nicht bewusst, wie vertraut und natürlich ihre Worte in diesem Moment klangen.
Der Nebel in Dugu Xihuis Augen vertiefte sich, und ein schwaches, fast traumartiges Lächeln erschien auf seinen Lippen.
Ein verschmitztes Lächeln huschte über Zi Jins Lippen, als sie den Kopf senkte und Dugu Xihui ins Ohr flüsterte: „Wie wäre es, wenn ich dir ein Geschenk mache?“
Dugu Xihuis bernsteinfarbene Augen waren von einem Schleier aus Tränen getrübt, und sie nickte leicht benommen.
Zi Jin nahm den kleinen, handtellergroßen Teller, der beiseitegestellt war, nahm den feinsten Pinsel, setzte sich neben Dugu Xihui, richtete sein Gesicht und begann, Stück für Stück, zu malen. Die Pinselspitze war so zart wie eine feine Feder und berührte sanft die Stille in Dugu Xihuis Herz. Er betrachtete Zi Jins ernstes Gesicht, leicht berauscht von der Schönheit dieser Frühlingsnacht.
Mit geschickter Hand vollendete Zi Jin den letzten Strich, legte ihr Werkzeug beiseite und ein selbstgefälliges Lächeln erschien auf ihren Lippen: „Mal sehen, wie es läuft.“
Dugu Xihui hob leicht die Augenwinkel; seine runden Augen waren halb geschlossen und glänzten feucht, wie Grübchen, die in den Grübchen auftauchten und wieder verschwanden. Er betrachtete Zi Jins lächelndes Gesicht und nickte unbewusst leicht.
Zi Jin kniff die Augen zu Schlitzen zusammen, ihr Lächeln wurde breiter. Ohne zu zögern, ergriff sie Dugu Xihuis Hand und rannte mit ihr zu dem Lotussee ihrer Erinnerungen.
Dugu Xihui starrte ausdruckslos auf die Hand, die Zi Jin hielt. Es war eine Grenzüberschreitung, aber er empfand keinerlei Unbehagen.
Zi Jin spürte Dugu Xihuis Steifheit und drückte seine Hand noch fester.
Dugu Xihui spürte die Wärme von Zi Jins Hand in seinem Herzen, lächelte, legte seine Hand um Zi Jins Hand und schritt ihr nach.
Lotusblätter in allen Formen und Größen lagen verstreut auf der stillen Seeoberfläche, und das Mondlicht fiel sanft auf das Wasser und bildete Nebelschwaden. Obwohl Zi Jin den Namen dieses Lotussees nicht kannte, fand sie ihn heute noch schöner. Sie zog Dugu Xihui zu sich, und die beiden beugten sich über das Wasser.
Das Lächeln auf Dugu Xihuis Gesicht war noch sanfter als das wunderschöne Mondlicht. Er warf Zi Jin einen Blick zu und folgte ihrer Hand, um ihr Spiegelbild im Wasser zu betrachten.
Eine leuchtende, fast verblasste, goldplattierte blaue Pfirsichblüte, in ihrem schönsten Moment, wurde perfekt im Augenwinkel eingefangen und spiegelte die Pfirsichblüte um seinen Hals wider – so natürlich und doch so bewusst.
Dugu Xihui strich sich über die Pfirsichblüten in seinem Gesicht, seine bernsteinfarbenen Augen schimmerten. Er wandte sich Zi Jin zu und fragte verträumt: „Ist es hübsch?“
Zi Jin wandte den Kopf ab, ihr Lächeln erstarrte auf ihren Lippen. Das schimmernde Licht des Sees spiegelte sich in Dugu Xihuis nahezu perfektem Gesicht und ließ seine unvergleichliche Schönheit erlesen und atemberaubend wirken.