Er verriet es jedoch nicht, um die Handlung nicht zu früh zu ruinieren.
In Yuhang Town gab es einfach zu viele Menschen, und Long Xuan schämte sich zu sehr zu fliegen, aus Angst, Passanten zu erschrecken.
Die drei konnten sich nur eine einzige Pferdekutsche leisten, ein stattliches Ross, das tagsüber tausend Meilen und nachts achthundert Meilen zurücklegen konnte.
"Da da..."
Das Geräusch von Hufen donnerte und dröhnte, die Kutsche fuhr Tag und Nacht. Dank Long Xuans Magie verspürte sie keine Müdigkeit.
Drei Tage später erreichte die Kutsche einen anderen Ort, auf dem drei große Schriftzeichen angebracht waren: Suzhou City.
„Man sagt, der Himmel sei oben und Suzhou und Hangzhou unten, und das ist keine Lüge.“
Die wunderschöne Landschaft und die frische Luft ließen mich entspannt und erfrischt fühlen.
Wunderschöne Berge, klares Wasser und ein blauer Himmel...
"Zisch...zisch...zisch..."
Nicht weit entfernt ertönte der scharfe Knall einer Peitsche, vermischt mit einigen jämmerlichen Schreien.
„Großer Bruder, da vorne muss ein bösartiger Mensch sein. Geh und sieh nach!“
Zhao Ling'er, die zum ersten Mal draußen war, konnte die jämmerlichen Schreie nicht hören, und ihr Gesichtsausdruck verriet tiefes Mitleid.
"Du kleine Schlampe, du kannst nichts anderes, als Männer verführen, ich werde dich zu Tode prügeln."
Ein Frauenschrei ertönte, gefolgt vom Geräusch knallender Peitschen in der Luft.
Vor ihnen stand ein junges Mädchen mit einer Peitsche; sie schien etwa siebzehn oder achtzehn Jahre alt zu sein und wirkte äußerst gereizt.
Zhao Ling'er erstarrte auf der Stelle; sie hatte noch nie eine so wilde Frau gesehen.
Li Xiaoyao wirkte unzufrieden; er fand die Frau vor ihm absolut widerwärtig.
Nur Long Xuan kicherte. Er wusste Bescheid; es musste Lin Yueru gewesen sein, die ihre Diener disziplinierte.
Lin Yueru ist die älteste Tochter der Familie Lin in Suzhou. Sie ist äußerst freiheitsliebend und hat eine ausgesprochen maskuline Persönlichkeit.
Ein Mann und eine Frau waren an einen Ast gefesselt; sie schienen Diener der Familie Lin zu sein.
Nach ihrem Aussehen zu urteilen, versuchten die beiden wahrscheinlich, durchzubrennen, wurden aber auf frischer Tat ertappt und dann hier aufgehängt, um ausgepeitscht zu werden.
"Miss, bitte verschonen Sie uns! Wir flehen Sie an, bitte verschonen Sie uns beide!"
Die beiden an den Ast gefesselten Personen gaben immer noch nicht auf und flehten mit kläglichen Augen weiter um Gnade.
„Ihr schamlosen Bastarde, ich werde euch totschlagen.“
Lin Yueru lehnte den Gedanken an eine heimliche Flucht instinktiv ab und konnte nicht anders, als ihre lange Peitsche erneut zu heben.
„Hör auf, du böse Frau! Ich bin hier, und ich werde dein Mobbing nicht dulden.“
Li Xiaoyao konnte es nicht mehr ertragen und eilte herbei.
Gerade als die Peitsche zum Schlag ausholte, fing ein rostiges Langschwert sie ab.
Als Lin Yueru sah, dass sie jemand aufgehalten hatte, zückte sie ihre Peitsche und schlug damit auf Li Xiaoyao ein.
"Rauschen..."
Mit nur zwei oder drei Schlägen war Li Xiaoyao auf der Stelle besiegt.
Das war etwas unerwartet, und Long Xuan konnte sich ein verlegenes Lächeln nicht verkneifen.
Da er Li Xiaoyao noch keine fortgeschrittenen Techniken beigebracht hatte, war er Lin Yueru natürlich nicht gewachsen.
"Heh, ich dachte, du wärst so fähig, aber du bist nur ein hübsches Gesicht ohne Substanz, eine totale Verschwendung."
Nach seinem Sieg über Li Xiaoyao konnte Lin Yueru sich ein höhnisches Grinsen nicht verkneifen.
"Meister, bitte helfen Sie diesem armen Paar!"
Li Xiaoyao war seinem Gegner nicht gewachsen, also konnte er seine Hoffnungen nur auf Long Xuan setzen.
„Großer Bruder, bitte rette sie!“
Auch Zhao Ling'er konnte es nicht ertragen und blickte Long Xuan mit ihren großen, strahlenden Augen an.
Bevor er seine Hilfe zusagen konnte, warf Lin Yueru Long Xuan einen Blick zu und brach dann in schallendes Gelächter aus.
„Haha, dein Herr sieht aus wie ein Gigolo, ein Schmarotzer.“
Dies war Lin Yuerus erster Eindruck; Long Xuan war einfach zu jung, ungefähr so alt wie sie.
„Ein Gigolo … ein Schönling, das kannst du tolerieren, aber ich kann es nicht tolerieren!“
Long Xuan hob seine rechte Hand und drückte sie gegen die Lederpeitsche in Lin Yuerus Hand.
"Riss..."
Ein lauter Knall ertönte aus seiner Hand, und die Peitsche explodierte von selbst und zerbrach in Splitter.
"Was...was für eine Magie ist das?"
Lin Yueru war so erschrocken, dass sie drei Schritte zurückwich; Long Xuans Zug hatte sie völlig verblüfft.
Sie hatte noch nie einen so furchterregenden Menschen gesehen, nicht einmal ihren eigenen Vater.