Der dicke Mönch kniff die Augen zusammen und lächelte.
„Die stärkste Kraft der Welt ist das Herz. Ich gebe euch dreihundert Kinderreime weiter, um euer Herz zu stärken, verstanden?“
Der dicke Mönch hatte Chen Xuanzang nicht angelogen; das Buch mit den dreihundert Kinderliedern war tatsächlich die wahre Schrift des Großen Sonnen-Tathagata.
"Aber Meister, ich habe die Exorzismuszeremonie bereits verbrannt."
Chen Xuanzang sagte dies mit einem Ausdruck des Bedauerns.
Er hatte das Gefühl, er hätte seinen Meister nicht in Frage stellen sollen und damit seine harte Arbeit zunichtegemacht.
"Verbrennt es, verbrennt es..."
Der dicke Mönch ließ sich auf den Boden plumpsen und sah völlig verloren aus, als hätte er den Verstand verloren.
"Meister, alles in Ordnung? Wir können es einfach umschreiben."
Chen Xuanzang schaute verwirrt, da er nicht verstand, warum die Beine seines Meisters zitterten und er nicht fest stehen konnte.
„Xuanzang, du…du…“
Der dicke Mönch starrte Chen Xuanzang an, keuchte schwer und schüttelte schließlich wortlos den Kopf.
Dreihundert Kinderlieder umzuschreiben ist einfach, aber das Große Sonnen-Tathagata-Sutra nachzubilden ist äußerst schwierig.
Das würde mindestens mehrere Monate dauern. Wäre die Reise in den Westen bis dahin noch möglich?
In diesem Moment war Long Xuan überglücklich. Er war der sogenannte Anstifter und musste sich ein lautes Lachen verkneifen.
„Du, du musst es gewesen sein! Himmlischer Gerichtshof, du bist zu weit gegangen!“
Der dicke Mönch richtete seinen Zorn gegen Long Xuan, da er glaubte, der Himmlische Hof habe Long Xuan dazu angewiesen.
Als Tang Xuanzang dies hörte, war er noch verwirrter und trat eilig vor, um es zu erklären.
"Meister, ich habe die Exorzismuszeremonie selbst durchgeführt, das hat nichts mit Bruder Long zu tun."
Er konnte nicht zulassen, dass Long Xuan die Schuld für ihn auf sich nahm; ein Mönch musste die Verantwortung tragen.
"Ich...du...Xuanzang, du hast mich zu sehr enttäuscht."
Als der dicke Mönch Chen Xuanzang sah, war er völlig sprachlos.
Dieser Typ ist so einer, der sich verraten lässt und dann dem Verkäufer auch noch beim Geldzählen hilft.
„Das Austreiben von Dämonen und Monstern beruht nicht auf erhabenen Prinzipien, sondern auf Stärke.“
Long Xuan brachte seine Meinung zum Ausdruck, dass es in den Augen der Starken keinen Platz für die Schwachen gibt.
„Sturheit und Arroganz sollten nicht ignoriert werden, denn die Liebe existiert immer noch auf der Welt.“
Der dicke Mönch war wütend, denn seiner Ansicht nach waren Long Xuans Ideen dem dämonischen Pfad sehr nahe.
„Warum konnte ich das Fischmonster des Fließenden Sandflusses bezwingen? Lag es daran, dass ich gerechter war als es? Der wahre Grund ist, dass es mich nicht besiegen konnte.“
Als Chen Xuanzang Long Xuans Theorie hörte, erhob er nicht sofort Einspruch, sondern schien vielmehr in tiefes Nachdenken versunken zu sein.
„Unsinn! Selbst Monster können sich bessern. Du solltest wissen, dass du, wenn du dein Metzgermesser niederlegst, im Nu zum Buddha werden kannst.“
Der dicke Mönch beeilte sich, seinen Schüler aufzuklären, damit dieser nicht durch Long Xuans Irrtümer und Ketzereien in die Irre geführt werde.
"Wenn ich Lebewesen töte, kannst du dann dein Messer niederlegen und mich an Ort und Stelle zu einem Buddha werden lassen?"
Long Xuan verabscheute diese buddhistische Aussage am meisten, da er sie für eine bloße Aufforderung an die Menschen hielt, Böses zu tun.
Am Ende, wenn der Übeltäter besiegt ist, kann er immer noch sagen: „Ich habe dies getan, um ein Buddha zu werden.“
"Das...das ist doch reine Sophisterei?"
Der dicke Mönch war von Long Xuans Frage verblüfft und erkannte, dass er keine zusammenhängende Antwort geben konnte.
"Könnte es sein, dass ich einen Fehler gemacht habe, indem ich an den Buddhismus geglaubt habe?"
Chen Xuanzang geriet noch mehr ins Wanken. Alles, was Long Xuan sagte, war wie eine scharfe Klinge, die ständig seine mentalen Abwehrkräfte durchbrach.
„Unsere buddhistische Sekte besitzt nicht nur die Fähigkeit, im Augenblick die Buddhaschaft zu erlangen, sondern verfügt auch über Dharma-Beschützer und Methoden, um Dämonen zu bezwingen, wenn man bösartigen und teuflischen Menschen gegenübersteht.“
Der dicke Mönch fühlte sich wie ein weiser Mann, der nicht nur seinen Schüler anleiten, sondern auch Long Xuan erziehen konnte.
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Kapitel 444: Chen Xuanzang, der Teamkamerad, der sie verraten hat
„Gut, ich stelle Ihnen nur eine Frage: Wenn alle Menschen auf der Welt Mönch oder Nonne würden und an den Buddhismus glaubten, würde die Menschheit dann nicht aussterben?“
Long Xuan griff zu seiner ultimativen Waffe; er weigerte sich zu glauben, dass der dicke Mönch vor ihm noch immer solche blumigen Worte von sich geben konnte.
„Das … das ist Unsinn. Wie könnten denn nicht alle Menschen auf der Welt Mönche werden?“
Der dicke Mönch war erneut ratlos und konnte nur eine oberflächliche Antwort geben, um anderen keinen Anlass zur Kritik zu geben.
„Xuanzang, das ist der Buddha, an den du glaubst. Pass auf dich auf.“
Long Xuan spürte eine überwältigende Tötungsabsicht und beschloss, sofort zu fliehen, um nicht dem Giftangriff des dicken Mönchs zum Opfer zu fallen.
War es falsch von mir, an den Buddhismus zu glauben?