Nachdem Long Xuan zu einem Erdenunsterblichen geworden war, konnte er sechstausend Jahre leben, ohne auf langlebige Substanzen angewiesen zu sein.
„Ich muss meine Atmung regulieren und wieder in Topform kommen…“
Long Xuan saß im Schneidersitz und absorbierte unentwegt die spirituelle Energie des Himmels und der Erde, um die Verletzungen an seinem ganzen Körper zu heilen.
Unterdessen herrschte auch am Himmlischen Hof reges Treiben: Unzählige himmlische Soldaten und Generäle griffen den Blumenfruchtberg an.
In der ersten Schlacht wurden die Vier Himmelskönige unter dem Kommando von Li Tianwang einer nach dem anderen besiegt, und selbst Nezha, der Dritte Prinz, erlitt das gleiche Schicksal.
Der Jadekaiser mobilisierte Truppen, aber niemand reagierte; die meisten Teilnehmer waren unbekannt.
„Unsterbliche des siebten Ranges und höher, eilt zum Lingxiao-Palast, um die Schlacht am Blumenfruchtberg mitzuerleben…“
Ein goldener Lichtstrahl durchfuhr die Drei Reiche; es war der Erlass des Jadekaisers, der oberflächlich betrachtet die Macht besaß, die Drei Reiche zu beherrschen.
"Bruder, lass uns zusammen gehen!"
Zhu Ganglie lächelte leicht, winkte mit der Hand und bedeutete Long Xuan, ihm zu folgen.
"Das ist genau richtig..."
Long Xuan nickte zustimmend. Wäre es nicht eine Verschwendung der Gelegenheit, Havoc im Himmel nicht zu sehen, nachdem man in die Welt von „Die Reise nach Westen“ gekommen war?
Über dem Lingxiao-Palast waren fast alle Götter und Unsterblichen eingetroffen, darunter viele himmlische Unsterbliche und sogar mächtige wahre Unsterbliche.
„Marschall Tianpeng ist eingetroffen…“
Als Zhu Ganglie eintraf, herrschte im gesamten Lingxiao-Palast Aufruhr. Er war ein wahrer Hoheit, ein Unsterblicher zweiten Ranges.
Der Anführer der Vier Heiligen des Nordpols ist eingetroffen. Die anderen drei sind übrigens eher selten zu sehen.
„Ihr seid alle zu nett…“
Nach Zhu Ganglie genoss Long Xuan den Respekt unzähliger Götter, was ihn sehr überraschte.
"Da Tianpeng hier ist, nehmen Sie bitte Platz..."
Als der Jadekaiser Zhu Ganglie ankommen sah, lächelte er leicht und schenkte ihm ein fürsorgliches Lächeln.
"Vielen Dank, Eure Majestät..."
Das beiläufige Verhalten des Jadekaisers schockierte alle Götter, selbst Zhu Ganglie zeigte einen überraschten Gesichtsausdruck.
„Ich habe gehört, dass der Wassergott Long Xuan, einer der Untergebenen des Marschalls, mit diesem Dämonenaffen gut befreundet ist. Stimmt das?“
Eine Gottheit trat vor und sprach mit tiefem Groll, seine Augen voller Eifersucht und Zorn.
"Ja, der Komplize dieses Affendämons könnte sehr wohl der Wassergott Long Xuan sein..."
Unzählige Blicke richteten sich auf Long Xuan, als ob man bereits zu dem Schluss gekommen wäre, dass Long Xuan der sogenannte Komplize sei.
„Wenn man etwas auszusetzen hat, findet man immer einen Vorwand…“
Wie man so schön sagt: Erklärung ist nur ein Vorwand, und der Vorwand ist die Wahrheit...
Long Xuan verteidigte sich nicht, sondern blickte den Jadekaiser mit unschuldigem Ausdruck an und wartete auf einen Wendepunkt.
„Keine weitere Erklärung nötig. Seine magischen Kräfte sind gering; wie könnte er also ein Komplize sein? Oder seid ihr etwa alle nur Taugenichtse?“
Der Jadekaiser war wütend und rügte alle.
Seiner Ansicht nach war der Himmlische Hof nicht mehr zu retten, wenn Long Xuanzhen ein Komplize war, da selbst ein unbedeutender Unsterblicher ungehindert wüten konnte.
Die Menschen lassen sich immer vom Schein täuschen...
Beim Anblick der Götter und Unsterblichen des Himmels konnte Long Xuan nicht anders, als vor sich hin zu murmeln.
"Ja, wir hätten dem Wassergott Unrecht tun sollen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Dämonenaffe überhaupt keine Komplizen hatte."
Eine neue Schlussfolgerung ergab sich, die Nezha und Long Xuan sofort als Verdächtige ausschloss.
„Ein Taugenichts“, so Long Xuans Einschätzung der direkten Anhänger des Jadekaisers, die nicht einmal seine eigenen treuen Verbündeten erkannten.
„Eure Majestät, diese demütige Nonne empfiehlt Ihnen jemanden, der diesen dämonischen Affen einfangen kann…“
Als buddhistische Hymnen erklangen, erschienen zahlreiche buddhistische Stimmen, und die neunstufige Lotusplattform, die eine heilige Kraft ausstrahlte, flog in den Lingxiao-Palast.
„Grüße an Guanyin Bodhisattva…“
Einer nach dem anderen erwiesen die Gottheiten ihre Ehrerbietung und offenbarten dabei andächtige und demütige Blicke.
„Wie geht es Guanyin Bodhisattva in letzter Zeit?“
Zhu Ganglie stand persönlich auf, verschränkte leicht die Hände und wagte es nicht, auch nur im Geringsten unvorsichtig zu sein.
"Sie sind zu gütig, Marshal..."
Sogar Guanyin Bodhisattva selbst war ziemlich überrascht von der Höflichkeit, die Marschall Tianpeng entgegengebracht wurde.
Sie stand zwar am unteren Ende der Fünf Ältesten, bekleidete aber dennoch einen göttlichen Rang ersten Ranges, nicht viel höher als Marschall Tianpeng, der einen göttlichen Rang zweiten Ranges innehatte.
"Long Xuan, du Geißel, ich werde dich in Stücke reißen..."
Nach der Verschmelzung mit dieser Restseele stellte Guanyin fest, dass ihr Temperament allmählich ausgeglichener wurde, und sie begann, ungewöhnliche Gefühle für Long Xuan zu entwickeln.
Warum starrt mich diese verrückte Frau an?
Long Xuan spürte auch den Blick der Bodhisattva Guanyin und wich instinktiv, voller Zweifel, einen Schritt zurück.