Der Mann sagte: „Überlasst den Rest mir!“
Das habe ich endlich gehört!
Kapitel 172 bin ich (Zweites Update)
Ye Tian starrte den Mann entsetzt an, sein Körper zitterte leicht, als er fragte: „Du, wie bist du hier rausgekommen?“
In diesem Moment rannte ein Mann von draußen herein, schwer atmend, und rief: „He, langsamer! Wir können euch nicht einholen!“
Ye Tian zeigte zähneknirschend auf den Mann und sagte: „Du, du hast es ihm erzählt? Chen San, ich hätte dich verletzt, wenn ich es gewusst hätte.“
Ye Tian bereute es; er hatte Chen San gehen lassen, als dieser noch bei der Shengshi Company war.
Aber er hatte nie damit gerechnet, dass Chen San Qi Tian ausgerechnet jetzt hervorholen würde.
Oder besser gesagt, Chen San schaffte es tatsächlich, Qi Tian hervorzulocken.
Das hatte er sich niemals vorstellen können.
Er war voller Reue.
Weil er das Gefühl hatte, gegen Qi Tian absolut keine Chance zu haben.
Seine Angst vor Qi Tian war ihm schon lange in die Knochen gewachsen.
Er blickte Qi Tian ängstlich an, der langsam auf ihn zukam, und rief: „Es tut mir leid, es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht, kannst du mir verzeihen?“
Als Qi Tian auf ihn zuging, sagte er leise: „Wie kann ich dir jetzt vergeben, wo mein kleiner Bruder in diesem Zustand ist?“
Ye Tian rief: „Kannst du ihn nicht heilen? Du kannst ihn heilen, das genügt. Qi Tian, wir hegen keinen Groll gegeneinander, du brauchst die Familie Ye nicht wegen Xia Laosi zu beleidigen.“
Qi Tian versank in tiefes Nachdenken. Als Ye Tian sah, dass er nicht sprach, dachte er, er sei überredet worden, und sagte voller Freude: „Qi Tian, unsere Familie Ye ist eine angesehene Familie in Zhehai. Sei nicht undankbar.“
Chen San fluchte leise vor sich hin: „Idiot! Qi Tian in so einer Situation zu bedrohen? Spielst du nicht mit dem Tod?“
Qi Tian sah Ye Tian an und lachte. Er fragte zurück: „Die Familie Ye? Ist das eine sehr große Familie?“
Er schüttelte den Kopf und schien mit sich selbst zu sprechen: „Der Meisterkoch sagte, wenn es jemand wagt, die Leute um mich herum zu schikanieren, werde ich zurückschikanieren. Wenn es jemand wagt, den Menschen um mich herum Unrecht zuzufügen, dann werde ich ihn töten.“
Nachdem er das gesagt hatte, blickte Qi Tian Ye Tian an und sagte: „Dein Meister kniete einst vor dir nieder. Ich sagte dir, das war deine letzte Chance.“
„Du hast zugelassen, dass ich meinen kleinen Bruder schikaniere, also schikaniere ich stattdessen dich.“
Qi Tian kam langsam herüber. Während Ye Tian Qi Tian zuhörte, der wie ein Wahnsinniger redete, kreisten seine Gedanken darum, wie er aus dieser misslichen Lage herauskommen könnte.
Er wollte keine Sekunde länger an diesem Ort bleiben.
Da Qi Tian nicht kam, war dieser Ort für Ye Tian ein Paradies.
Qi Tian ist angekommen, also wird dieser Ort die Hölle für ihn sein.
Als Qi Tian immer näher kam, erreichte seine Angst ihren Höhepunkt.
Wenn die Angst ihren Höhepunkt erreicht, wandelt sie sich meist in Aufregung um; das ist ein normales Phänomen.
Ye Tian war in diesem Zustand und zitterte am ganzen Körper. Er sah Qi Tian an und brüllte: „Ich werde dich töten!“
Er stürzte sich darauf.
Seine Faust war bereits nach hinten ausgestreckt.
Doch bevor er einen Ausfallschritt machen konnte, hörte er Qi Tians Stimme in seinem Ohr.
„Du bist zu langsam. Bei diesem Tempo wirst du, selbst wenn ich dich heute nicht schikaniere, früher oder später von anderen schikaniert werden.“
Als Ye Tian begriff, was geschah, war Qi Tians Körper bereits aus seinem Blickfeld verschwunden.
Während Xia Laosi am Boden lag, durchströmte ihn ein warmer Strom. Er spürte, wie seine Verletzungen heilten – ein wundersames Schauspiel, das ihn überraschte.
Als er sah, wie Ye Tian auf brutalste Weise misshandelt wurde, verflog all sein Unmut.
Er lachte laut: „Ye Tian, du kleiner Mistkerl, schaust du denn nicht hinter dich?“
Ye Tian hatte keine Zeit, wütend zu sein, und er blickte auch nicht zurück. Stattdessen rannte er auf Xia Laosi zu, der am Boden lag.
Er glaubte, seine Reaktion sei schnell genug gewesen, aber er war immer noch nicht so schnell wie Qi Tian.
Wohin gehst du?
Qi Tians Stimme hallte in seinem Kopf wie ein Albtraum wider.
Er blieb plötzlich stehen, nicht weil er anhalten wollte, sondern weil ihn jemand von hinten am Arm zog.
Sein Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. Er berührte mit den Zehen den Boden, hob dann plötzlich den anderen Fuß und schwang ihn, ohne auch nur hinzusehen, nach hinten.
Ye Tian setzte bei diesem Tritt fast seine gesamte Kraft ein. Würde ein normaler Mensch einen solchen Tritt einstecken, wäre er schwer verletzt oder gar getötet.
Doch Qi Tian packte seinen Fuß mit einer Hand.
Qi Tian trat ihm gegen das Knie.
Ye Tian fiel daraufhin rückwärts.
Er war völlig am Boden zerstört.
Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen Körper, vom Knie aus.
Es breitete sich im ganzen Körper aus.