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Titel: Imperial Uncle, Don't Mess Around / von Crispy Heart
Kapitel 1: Eine gefährliche Sommernacht
In einer klaren Sommernacht funkelten unzählige Sterne am dunklen Himmel, das Mondlicht war kühl und sanft, und die gesamte Residenz des Kronprinzen war in eine friedliche Nacht versunken.
Dies ist ein frischer und eleganter Innenhof: Hundert grüne Bambusstauden säumen ihn im Osten; unter dem Ahornbaum an der Westwand sind ein würdevoller, reich verzierter Tisch und Bänke aus weißem Marmor ordentlich angeordnet; verschiedene Blumen, Knospen und bald erblühende, schmücken den bemalten Pavillon und den zinnoberroten Turm. Das Kerzenlicht im Haupthaus spiegelt zwei sich wiegende Gestalten wider.
„Bruder Zhengyang, geh zurück und ruh dich aus! Mir geht es gut!“ Ein zierliches, liebes Mädchen mit feinen Gesichtszügen stand da und gab sich stark, während sie ihren Geliebten in das Zimmer einer anderen Frau schob, obwohl ihr Herz nicht mit ihren Worten übereinstimmte. Ihre Augen waren voller Tränen, doch sie unterdrückte sie.
Tagsüber sagte jemand zu ihr: „Schwester Yiqing, um einen Mann für sich zu gewinnen, musst du ihn nicht unaufhörlich bedrängen. Stattdessen musst du lernen, dich bemitleidenswert zu geben und dich unnahbar zu stellen. Verstehst du? Er liebt dich. Seine Liebe zurückzugewinnen ist eigentlich ganz einfach. Es kommt nur darauf an, ob du deine Schönheit gekonnt einzusetzen weißt.“
„Dann solltest du dich gut ausruhen. Ich komme morgen wieder und leiste dir Gesellschaft!“ Su Zhengyang streichelte sanft ihre zarten Füße, seine Augen voller Mitleid.
In Su Zhengyangs Augen war seine Cousine heute anders; sie war völlig anders als früher, verwöhnt und eigensinnig. Das erinnerte ihn an Leng Yiqing, die vor drei Jahren bei der Beerdigung ihrer Mutter hemmungslos geweint hatte.
Von diesem Tag an empfand er Mitleid und bat seinen Vater inständig um die Erlaubnis zur Heirat, da er sich sein Leben lang gut um sie kümmern wollte. Glücklicherweise lehnte sein Vater angesichts ihrer Freundschaft aus Kindertagen nicht ab.
In den folgenden Jahren tat er wirklich sein Bestes, sie zu lieben und für sie zu sorgen, wie für eine jüngere Schwester. Er übernachtete sogar jede Nacht im Qingxin-Pavillon, und seine gelegentliche Zärtlichkeit war überaus sorgfältig und sanft, als wäre sie eine zerbrechliche Porzellanpuppe.
Erst in diesem Jahr, als sie sich allmählich von der Trauer über den Tod ihrer Mutter erholt hatte, fiel sie in ihre früheren verwöhnten Angewohnheiten zurück.
Nachdem Su Zhengyang gegangen war, lag Leng Yiqing ruhig auf dem Bett und wog sorgfältig ihre Gewinne und Verluste des Tages ab.
Um Su Zhengyangs Mitleid zu gewinnen, brach sie sich absichtlich den Fuß, indem sie ihn mit einem großen Blumentopf, der unter dem Dachvorsprung vor dem Fenster stand, zerschmetterte. Nun, beim Anblick ihres geschwollenen Knöchels und des vernarbten Fußrückens, durchfuhr sie ein stechender Schmerz. Doch sie hatte keine andere Wahl, als es zu versuchen.
Vor einem Jahr, nachdem diese Frau aufgetaucht war, schenkte Su Zhengyang ihr fast all seine Liebe und vergaß sie scheinbar völlig. Ihr blieb nichts anderes übrig, als ihm unermüdlich nachzulaufen, doch er schien sich immer weiter von ihr zu entfernen.
Wenn der heutige Schmerz die Liebe dieses widerspenstigen Mannes zurückgewinnen kann, dann hat sich all das Leid gelohnt.
Doch heute Abend fiel es ihr so schwer, ihn von sich zu stoßen und ihn dennoch mit einem Lächeln zu verabschieden. Der Schmerz in ihrem Herzen war um ein Vielfaches größer als die Verletzung an ihrem Fuß.
Sie war jedoch erleichtert, endlich zu wissen, dass er sich immer noch um sie sorgte; andernfalls wäre er nicht den ganzen Morgen bei ihr geblieben.
Ein zarter Duft wehte mit einer sanften Brise in den Raum, und begleitet von ihren Hoffnungen auf eine strahlende Zukunft glitt Leng Yiqing allmählich in den Schlaf.
Die Nacht wurde tiefer, die unzähligen Sterne verblassten in der Ferne, und der Mond verbarg sich hinter den Wolken. Der Hof lag in völliger Dunkelheit, nur verschwommene Umrisse waren zu erkennen. Ab und zu wehte eine kühle Brise vorbei und jagte einem einen Schauer über den Rücken.
Der schwarz gekleidete Mann, der im Schatten gelauert hatte, flog durch das weit geöffnete Fenster ins Zimmer. Als er Leng Yiqing tief schlafend sah, war er sich sicher, dass der Schlaftrunk gewirkt hatte.
Im schwachen Kerzenlicht konnte man schemenhaft erkennen, dass Leng Yiqings Wangen rosig und ihre Haut durchscheinend waren, was sie ungemein anziehend wirken ließ. Kein Wunder, dass Su Zhengyang schon lange von dieser Frau fasziniert war; das lag wohl nicht nur an ihrer Jugendliebe!
Sie zogen ihr schnell alle Kleider aus und warfen die wenigen Männerkleidungsstücke, die sie mitgebracht hatte, aufs Bett, wobei sie die Laken durcheinanderbrachten, um den Eindruck zu erwecken, sie habe ein heimliches Treffen mit einem anderen Mann.
Er umfasste ihre weiche Taille und führte sie schweigend zu einem abgelegenen Lotusteich im östlichsten Teil der Residenz des Kronprinzen.
Eine kühle Brise ließ Leng Yiqing, die tief und fest schlief, erschaudern. Instinktiv versuchte sie, die dünne Decke fester zuzuziehen, doch sie fand nichts. Sie schreckte hoch und stellte fest, dass sie von einem Mann in Schwarz als Geisel gehalten wurde.
Da sie spürte, dass etwas nicht stimmte, und ohne Zeit zum Nachdenken, schrie sie verzweifelt um Hilfe: „Hilfe! Hilfe!“
Als der Mann in Schwarz ihre Hilferufe hörte, wusste er, dass sie aufgewacht war. Er warf sie einfach mit Wucht in den Lotusteich und verschwand dann schnell.
Die Nacht war hereingebrochen, und alle schliefen tief und fest. In dem weitläufigen Garten patrouillierte kein einziger Wächter, und niemand hörte die Hilferufe.
„Bruder Zhengyang, hilf mir!“ Er mühte sich ab, den Kopf aus dem Wasser zu strecken und rief immer wieder um Hilfe, doch da er nicht schwimmen konnte, hatte er bereits viel Wasser geschluckt. Nach langem Kampf im Wasser fehlte ihm schließlich die Kraft zum Schreien.
"Hilfe..." Mit letzter Kraft stieß er seinen letzten Schrei aus.
Der Mann in Schwarz, tief im Bambuswald verborgen, zog sanft seinen Schleier ab und enthüllte ein finsteres Funkeln in seinen Augen. Er schien mit sich selbst zu sprechen: „Heute Nacht, selbst wenn du dir die Seele aus dem Leib schreist, wird dich niemand retten! Sobald du fort bist, gehört mir früher oder später der Titel der Kronprinzessin!“
---Beiseite---
Ich bin endlich auf einen anderen Account umgezogen. Vielen Dank an alle für eure Unterstützung!
Kapitel Zwei: Die schreckliche Hochzeitsnacht
"Yiqing, wach auf! Yiqing!" Eine warme und vertraute Stimme drängte sie ängstlich ins Ohr.
Leng Yiqing mühte sich, die Augen zu öffnen, und brach in kalten Schweiß aus.
"Yiqing, hattest du schon wieder einen Albtraum?" Als Leng Yiqing die besorgten Augen ihrer Mutter sah, erwachte sie langsam aus dem Albtraum.
"Mama, alles gut! Du kannst jetzt rausgehen!" Hastig schickte sie ihre Mutter weg, da sie sich erst einmal selbst beruhigen musste.
Sie hatte denselben Traum schon einmal gehabt. In dem Traum schien sie nur eine flüchtige, ätherische Seele zu sein, die Szene um Szene beobachtete, ohne etwas dagegen tun zu können. Was sie am meisten verwirrte, war, warum sie immer träumte, dass sie und Su Zhengyang in der Antike lebten.
Su Zhengyang war eindeutig ihr direkter Vorgesetzter. Mit nur dreißig Jahren hatte er das Geschäft seines Vaters geerbt und war zum jungen, vielversprechenden Präsidenten eines multinationalen Konzerns aufgestiegen. Und sie war seine fähigste Assistentin, gerade einmal siebenundzwanzig Jahre alt und die jüngste Verwaltungsdirektorin. Vom Tag ihres Vorstellungsgesprächs an war Leng Yiqing von seinem außergewöhnlichen Wesen fasziniert.
Vom ersten Tag an arbeitete sie hart daran, seine Aufmerksamkeit durch ihre Leistungen zu erregen. Innerhalb nur eines Jahres stieg sie von einer einfachen Verwaltungsleiterin zu einem aufstrebenden Talent im Konzern auf.
Beharrlichkeit zahlt sich aus, und er hat sie endlich um ein Date gebeten. Nach zwei Jahren, in denen sie sich kennengelernt und ihre Probleme gelöst haben, gaben sie sich endlich das Ja-Wort. Heute ist der Tag, an dem sie Hand in Hand in den heiligen Saal schreiten.
Aber warum träumt sie immer wieder von dieser Szene? Bedeutet das etwas? Sie erzählte ihm von diesem Traum, und er lächelte nur und antwortete: „Du liest wohl zu viele Zeitreiseromane!“
Früher hatte sie nur Zweifel und vergaß sie schnell wieder. Doch diesmal überkam sie ein unerklärliches Angstgefühl.
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Der Sternenhimmel, der sich im Meer spi
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