Ah Lai stand verdutzt mitten im Raum, völlig ratlos.
Es herrschte lange Stille.
Nachdem sie sich beruhigt hatte, sagte Tante Wu: „Deine Tante Wu wird dieses Jahr fast fünfzig Jahre alt, und ich habe noch nie jemanden um etwas gebeten. Wenn mein Kind noch leben würde, wäre es ungefähr so alt wie du.“
Nach diesen Worten zeigte Wu Ma einen traurigen Gesichtsausdruck.
Alai sagte leise: „Tante Wu, du hast keine Kinder. Du und Hanhan seid zum Überleben aufeinander angewiesen. Hanhan ist dein Kind, und du kannst mich auch wie dein Kind behandeln.“
„Könnten Sie und Hanhan bitte einen gewissen Abstand wahren? Machen Sie mir nicht ständig Sorgen?“
Wu Mas Stimme war sehr leise und klang hoffnungslos und verzweifelt. Obwohl sie nicht laut war, hallte sie in A Lais Ohren wie Donner wider.
Ah Lai schwieg eine Weile, als ob er es begriffen hätte, sein Herz hämmerte wie bei einem Erdbeben, und sagte: „Tante Wu, was denkst du dir dabei? Wir sind noch nicht in diesem Alter, wir gehen bald aufs College, wie könnten wir uns da schon Gedanken machen?“
Tante Wu senkte die Stimme und sagte mit düsterem Unterton: „Hanhan ist mein Lebenselixier. Sie ist jünger als du und versteht die Dinge nicht. Wenn du zu voreilig bist und etwas tust, was du nicht tun solltest, dann werde ich…“
"Das ist alles?"
„Ich dachte, es wäre etwas Ernstes?“, lachte Alai.
"Ja, genau das ist es."
„Du bist noch jung und hast noch viele wichtige Dinge zu tun.“
"Mach dir darüber keine Sorgen!"
"Wenn ich mich nicht beherrschen kann, könnt ihr diesen Bastard verkrüppeln!"
"Okay, ich glaube dir."
Tante Wu war hin- und hergerissen. Sanft erinnerte sie sie: „Wenn du es nicht wertschätzt, kann ich nur mir selbst die Schuld geben, blind und töricht genug gewesen zu sein, Hanhan hierher zu bringen.“
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Kapitel 70 Ein echtes Gefühl (Bitte empfehlen, favorisieren, folgen und einen Kommentar hinterlassen)
"Also."
„Die Herzen der Eltern sind immer voller Liebe und Sorge“, sagte Alai sichtlich bewegt.
„Versuch gar nicht erst, das Ganze locker zu nehmen, ich meine es ernst“, sagte Tante Wu mit warmer, aber wütender Stimme.
Alai sagte mit leiser Stimme: „Können wir beide leiser sprechen? Können wir normal reden? Sonst wecken wir Hanhan und meinen Opa auf.“
Tante Wu sagte ernst: „Die Ehe ist eine lebenslange Verpflichtung. Liebe auf den ersten Blick ist wunderbar, aber es braucht Zeit, bis zwei Menschen sich kennenlernen. Verstehst du, was ich meine?“
Ah Lai nickte ernst, sein Zynismus war verflogen.
„Wenn du dich wirklich in Hanhan verliebst, musst du allerlei Prüfungen bestehen. Du wirst nicht nur Verantwortung in der Ehe tragen, sondern auch in Zukunft eine wichtige Rolle in ihrer Familie übernehmen müssen.“
Könnten Sie mir das genauer erklären?
Alai war verwirrt und ratlos, seine Zweifel blieben ungeklärt.
„Frag nichts. Jemand wird es dir schon sagen, wenn es soweit ist. Ich wollte dich nur vorwarnen, damit du dich mental vorbereiten kannst.“
...
Ah Lai kehrte in sein Zimmer zurück und legte sich auf sein Bett.
Ich werde die Reihe seltsamer Dinge, die sich während meiner Interaktionen mit Hanhan in diesem Zeitraum ereignet haben, ordnen und analysieren.
Ich hatte unterbewusst das Gefühl, bereits passiv verschiedenen Prüfungen unterzogen zu sein.
Kein Wunder, dass Tante Wu in letzter Zeit nicht gut isst und schläft.
Er schlich sich ständig herum und spionierte mich und Hanhan aus, wenn wir zusammen waren.
Es scheint, als ob ihre heutige Erinnerung noch weitere Geheimnisse birgt, von denen ich nichts weiß.
Eines ist jedoch sicher: Ich habe Wu Mas uneingeschränkte Zustimmung gewonnen und muss gute Leistungen erbringen.
Jedenfalls nennt Hanhan mich Bruder, und ich mag dieses Mädchen auch. Wie weit sich unsere Beziehung entwickeln wird, darüber sprechen wir nach dem Universitätsabschluss.
Plötzlich zuckte ein Blitz am Fenster vorbei und verwandelte die Nacht augenblicklich in Tag, und draußen huschte ein Schatten vorbei.
Ah Lai wurde hellwach. Was soll das denn jetzt schon wieder? Verschwindet man etwa wieder spurlos? Ich habe keine Angst vor dir. Wenn du den Mut hast, dann zeig dich!
Mit einem lauten Knall prasselte der Regen herab.
Er konnte überhaupt nicht schlafen. Warum? Warum sind die Menschen so kompliziert? Warum ist das Leben so anstrengend?
Mitten in der Nacht war Wu Mas Husten aus dem Nachbarhaus zu hören.
Während Ah Lai zuhörte, wurde ihm klar, dass es auch Wu Ma schwer hatte. Das war also der Grund, warum sie die ganze Zeit krank gewesen war. Sie war ständig so neurotisch; kein Wunder, dass sie krank wurde.
Hanhan hingegen ist gut genährt und ausgeruht und sieht aus wie ein kleines Schweinchen.
Am nächsten Tag stand Alai früh auf und ging leise zum kleinen Markt. Er kochte mehrere Stunden lang und war schließlich fertig. Dann rief er den kleinen Vielfraß und lud Tante Wu respektvoll zum Essen ein, als wäre nichts geschehen.
Wu Ma sagte schwach: „Hast du dich an alles erinnert, was ich dir gestern Abend erzählt habe?“
Alai verstummte, und plötzlich schoss ihm die Szene des Kampfes zwischen Mile und Wu Zong durch den Kopf. Mile verteidigte sich verzweifelt und sagte zu Wu Zong: „Wenn du darauf bestehst, deinen eigenen Weg zu gehen und ihn nicht gehen lässt, bleibt mir nichts anderes übrig, als bis zum Tod gegen dich zu kämpfen. Du wirst über meine Leiche steigen müssen.“
Wu Ma und Hanhan sind zum Überleben aufeinander angewiesen. Auch sie muss mit unvermeidbaren Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Als Ah Lai daran dachte, sagte er: „Tante Wu, ich werde auf dich hören.“ Er half Tante Wu auf.