Der Japaner glaubte, er habe Angst, nickte deshalb heftig, schob seine Brille zurecht und sagte: „Ja, das wird diplomatische Spannungen zwischen den beiden Ländern auslösen. Ich hoffe, Sie handeln nicht impulsiv.“
Als Su Yue dies hörte, stand sie sofort auf und sagte kalt: „Und wie steht es damit, dass Sie unser Gemälde gewaltsam entwendet haben? Sie haben sogar unseren Wachmann verletzt. Haben Sie keine Angst vor diplomatischen Schwierigkeiten?“
Die Japaner waren schon immer Tyrannen, die die Schwachen ausbeuten und die Starken fürchten.
Wenn sie die Oberhand hätten, würden sie Su Yues Worten sicherlich nicht zustimmen.
Doch die Dinge haben sich geändert. Für die Japaner ist Qi Tian heute eine Anomalie.
Der Japaner antwortete bescheiden: „Natürlich nicht.“
Tong Jing, von Beruf Boxerin, betrachtete die Japaner als die Mörder ihres Vaters. Sie stand auf und brüllte: „Was soll das Ganze mit denen?“
Qi Tian blickte die Ninjas an und spottete: „Ihr redet von diplomatischen Angelegenheiten? Seit den Zeiten unseres jungen Meisters haben wir uns nie vor diplomatischen Angelegenheiten gefürchtet. Ihr seid diejenigen, die sich fürchten sollten.“
Der Gesichtsausdruck des Japaners veränderte sich leicht, und er zwinkerte dem Ninja des roten Teams heimlich zu.
Er sagte: „Da dies der Fall ist, gibt es nichts mehr zu sagen.“
Er seufzte und sah sehr enttäuscht aus.
Qi Tian beobachtete, wie mehrere rote Gestalten auf Chen Xiaodie und die anderen zustürmten.
Qi Tian rührte sich nicht.
Das Gesicht des Japaners erhellte sich plötzlich vor Freude, und er lachte laut: „Dann braucht deine Frau ja nicht mehr zu leben. Haha.“
Als die Japaner sahen, dass Qi Tian völlig ruhig war, stockte ihnen plötzlich der Atem, und ein ungutes Gefühl stieg in ihnen auf.
Ein gelber, dreieckiger Gegenstand lag ruhig in Chen Xiaodies Hand.
Es war der Talisman, den Qi Tian ihr gegeben hatte.
Nachdem mehrere rote Gestalten neben ihr erschienen waren, riss Chen Xiaodie sie ohne zu zögern auseinander.
Augenblicklich erschien eine gewaltige Energieaura.
Ein gelber Lichtstrahl schoss augenblicklich aus Chen Xiaodies Hand hervor.
Diese Aura war außerordentlich beängstigend.
Laut Qi Tian kann dieser kleine Talisman ein Haus leicht zerstören.
Ganz zu schweigen von ein paar unbedeutenden Ninjas.
Ein greller gelber Lichtblitz, der extrem blendend war, veranlasste alle, die Augen zusammenzukneifen.
Als ihr Sehvermögen zurückkehrte, starrten sie mit aufgerissenen Augen. Chen Xiaodie und die anderen waren unverletzt, aber was war mit dem rot gekleideten Ninja?
Wo sind sie jetzt?
Die Luft war erfüllt vom Geruch verbrannten Fleisches...
Der japanische Mann mit der Brille zuckte heftig zusammen, ein Gefühl des Entsetzens durchfuhr sein Herz.
Kapitel 247 So abscheulich bin ich eben!
Dieses Gefühl entsteht dadurch, dass Qi Tian langsam auf ihn zugeht.
Je langsamer Qi Tian ging, desto ängstlicher wurde er, und je ängstlicher er wurde, desto mehr zog er sich zurück.
Er war wahrhaftig verängstigt; dieser Mann fürchtete keine diplomatischen Probleme.
Dieser Japaner wusste wirklich nicht, wie er Qi Tian erschrecken und sie zum Aufhören bringen sollte.
Auch diejenigen, die verblüfft waren, bemerkten dies deutlich und fanden es äußerst seltsam.
Die Ninjas unterbrachen ihre Tätigkeit und gingen auf Qi Tian zu.
Sie erkannten, dass Qi Tian derjenige war, der das Problem lösen konnte.
Diese Frauen, einige ihrer Begleiterinnen begleiteten sie, und manche verschwanden sogar ganz.
Obwohl Qi Tians Methoden etwas grausam waren, war er doch nur eine Person, während sie von so vielen Leuten umgeben waren!
Deshalb richteten sie alle ihr Augenmerk auf Qi Tian.
Aber ist Qi Tian wirklich so einfach zu handhaben?
Offensichtlich nicht. Gerade als Qi Tian ihnen die Situation erklären wollte, rief Chen Xiaodie ihm zu: „Schatz, töte sie nicht, übergib sie der Polizei!“
Ein selbstgefälliges Grinsen kehrte auf das Gesicht des Japaners zurück. Egal wie mächtig man ist, kann man so viele Leute übertreffen?
Qi Tian kratzte sich am Kopf, fragte nicht nach dem Warum, und plötzlich erschienen ein Dutzend silberner Nadeln in seiner Hand.
Mit einer Handbewegung flogen die silbernen Nadeln mit einem „wusch, wusch, wusch“-Geräusch auf die Ninjas zu.
Diejenigen, die den Schmerz erduldeten, erstarrten plötzlich, ihre Körper waren im selben Augenblick wie gelähmt.
Diese Leute starrten Qi Tian mit aufgerissenen Augen an, einige hielten ihre Messer hoch, andere trugen sie.
Die Atmosphäre auf dem Feld war sehr seltsam, und die etwa ein Dutzend Leute blieben unweit vor Qi Tian stehen.
Diejenigen, die an der Auktion teilnahmen, saßen alle auf ihren Stühlen und beobachteten, wie sich diese ganze unerklärliche Szene abspielte.
Das Lächeln der Japaner nicht weit entfernt erstarrte erneut auf ihren Gesichtern.
Ein Sturm tobte in ihm, und er rief entsetzt aus: „Sind alle Chinesen so furchterregend? Wenn er diese Fähigkeit besitzt, warum hat er sie nicht von Anfang an gezeigt?“