Han Shilan runzelte die Stirn und fragte hastig, ihr Herz war von mehr Angst erfüllt als das aller anderen.
„Ja! Was sollen wir tun?“, fragte Jiang Xing.
Yang Feng schüttelte leicht den Kopf, lächelte schwach, stand auf und sagte:
„Schon gut, keine Sorge. Ich gehe ins Rektorat.“
Nachdem er das gesagt hatte, verließ Yang Feng das Klassenzimmer.
Han Shilan biss sich auf die rosigen Lippen, stand auf und verließ das Klassenzimmer. Auf dem Flur sah sie Yang Feng ins Rektorat gehen. Schnell zückte sie ihr Handy und rief ihre Eltern an.
Nun kann sie sich nur noch auf ihre Eltern verlassen, um dieses Problem zu lösen.
Die Nachricht von Yang Fengs Schulverweis verbreitete sich auf dem Campus wie ein Lauffeuer; die Studenten diskutierten ausführlich darüber, einige freuten sich, andere empfanden Mitleid.
"Yang Feng rausschmeißen?" Xia Yumo saß still im Klassenzimmer, eine sanfte Brise fuhr ihr durch die beiden Haarsträhnen, die im Wind flatterten.
Sie runzelte die Stirn, murmelte etwas vor sich hin und holte dann ihr Handy aus der Schublade, um Xia Guoliang anzurufen.
"Papa, Yang Feng wurde gefeuert. Du musst dir schnell etwas einfallen lassen."
"Okay, ich verstehe!"
In diesem Moment saß Yang Feng mit übereinandergeschlagenen Beinen in seinem Büro, blickte den Schulleiter mit seinen strahlenden, mandelförmigen Augen an und sagte langsam: „Herr Schulleiter, planen Sie wirklich, mich der Schule zu verweisen?“
„Hmpf! Das ist unumgänglich. Du hast gegen die Schulordnung der Mittelschule verstoßen, daher ist ein Schulverweis die richtige Entscheidung. Ich werde dir einen Ausweg aufzeigen, zumindest werde ich dich nicht von der Schule verweisen.“
Der Schulleiter im mediterranen Stil sprach ernst.
"Oh, das ist nicht gut. Egal, ich rufe mal an."
Yang Feng seufzte leise, holte sein Nokia-Handy heraus und wählte die Nummer, mit der er den alten General gerettet hatte.
Hallo, wer sind Sie?
Am anderen Ende der Leitung sprach eine Frau.
„Mein Name ist Yang Feng, und ich bin der junge Arzt, der zuvor in Ihrem Pflegeheim in der Militärregion tätig war.“
Yang Feng kam gleich zur Sache.
„Ein junger Arzt?“ Die Person am anderen Ende der Leitung zögerte einen Moment und rief dann aufgeregt aus: „Sie, Sie sind der junge Arzt, der das Wunder vollbracht hat!?“
"Ja, das stimmt, ich bin's", antwortete Yang Feng und warf einen Blick auf den verdutzten Schulleiter.
„Sie sind es wirklich! Einen Moment bitte, ich gebe das Telefon an Herrn Lin weiter, nur einen Augenblick.“
(Ende dieses Kapitels)
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Kapitel 97 Der schockierte Schulleiter
„Dr. Yang, hallo, hallo. Ich war letztes Mal unhöflich, bitte verzeihen Sie mir.“ Am anderen Ende der Leitung sprach Lin Yan, dessen Tonfall einen Hauch von Respekt verriet.
Yang Feng hob leicht eine Augenbraue und antwortete ruhig: „Ich nehme an, Sie haben mich bereits überprüft, daher werde ich keine weiteren Worte verlieren. Helfen Sie mir nun, das Problem meines Schulverweises zu lösen.“
„Schulverweis? Äh, ja, ja. Dann … Dr. Yang, ich fahre zu Ihrer Schule, um Sie abzuholen, damit ich meinen Vater behandeln kann. Was halten Sie davon?“
Lin Yan war zunächst verblüfft, sprach dann aber vorsichtig, aus Angst, Yang Feng erneut zu verärgern, denn sonst würde sein Vater nicht mehr lange leben.
Da er Yang Feng bereits zuvor untersucht hatte, war er überrascht festzustellen, dass dieser zwar noch ein Oberschüler war, aber dennoch über medizinische und kampfsportliche Kenntnisse verfügte. Das konnte nur eines bedeuten: Hinter ihm musste ein Meister stehen.
Könnte er sich das Wissen möglicherweise selbst beigebracht haben?
„Egal.“ Yang Feng legte sofort auf.
Lin Yans Lippen zuckten heftig am anderen Ende der Leitung. Normalerweise war er derjenige, der auflegte, doch nun hatte eine Schülerin einfach aufgelegt. Welch eine Wendung!
"Reisen Sie denn noch nicht ab? Planen Sie, hier zu bleiben?"
In diesem Moment kam Fu Li durch die Bürotür herein und sprach direkt.
„Verschwinde!“, sagte Yang Feng kalt.
„Ach, du willst mich also rausschmeißen? Ich weiß nicht, wer hier rausfliegen soll. Die Schule hat dir bereits die Schulverweisung zugestellt. Pack einfach deine Sachen und verschwinde von der Nr. 1 Oberschule!“, spottete Fu Li.
„Wirklich?“, kicherte Yang Feng mit einem Anflug von Verachtung. Er hatte die Angelegenheit bereits selbst in die Hand genommen.
"Piep piep piep—"
Plötzlich klingelte das Telefon auf dem Schreibtisch des Direktors. Alle drei Anwesenden blickten hinüber, der Direktor trat vor, sein Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig, und seine Lippen zitterten leicht.
Dies ist die Telefonnummer des Bildungsbüros.
„Das kann kein großer Zufall sein.“
Der Schulleiter mit mediterraner Hautfarbe murmelte vor sich hin, nahm schnell den Anruf entgegen, holte tief Luft, und bevor er etwas sagen konnte, ertönte am anderen Ende der Leitung ein ohrenbetäubendes Gebrüll.
"Lu Qiang! Was zum Teufel tust du da?! Heute hast du gleich zwei Vorgesetzte auf einmal kontaktiert..."
Nach dem wütenden Ausbruch am anderen Ende der Leitung erstarrte der Schulleiter, seine Augen voller Schock. Benommen saß er auf seinem Bürostuhl, das Telefon fiel ihm zu Boden.
"Piep piep piep—"
Dann klingelte das Telefon erneut und riss den Direktor aus seinen Gedanken. Er sah wieder hin und erkannte, dass es ein Anruf vom Schulamt war. Sein Herz setzte einen Schlag aus, und er warf Yang Feng einen Blick zu, der mit einem breiten Grinsen da saß, als wäre er der Teufel persönlich.