Глава 22

Er suchte weiter, aber vergeblich.

2 Im Frühjahr des 22. Jahres der Xuande-Ära belegte Yu Xuezhi bei der kaiserlichen Prüfung den zweiten Platz und wurde daraufhin in Qujiang mit einem Festbankett geehrt. Zur selben Zeit gebar eine Konkubine im Palast einen Sohn, worüber das ganze Land jubelte.

Eines Tages im vierundzwanzigsten Jahr der Xuande-Ära begab sich Yu Xuezhi, damals stellvertretender Minister im Personalministerium, zur Kaiserlichen Sternwarte, um die kaiserlichen Erlasse zur Förderung der Landwirtschaft im Laufe der Jahre einzusehen. In einem Nebenraum bemerkte er einen Schrank, der nichts als einen Stapel Erlasse enthielt, bedeckt mit aprikosengelber Seide. Neugierig erkundigte er sich danach und erfuhr, dass es sich um Erlasse handelte, die die jetzige Kaiserin persönlich verfasst hatte, als sie noch Hofdame war. Yu Xuezhi hatte schon lange gehört, dass die Kaiserin eine wunderschöne Kalligrafie besaß und dass viele ihrer Verwandten und Bekannten Kopien davon hatten, obwohl er selbst nie die Gelegenheit gehabt hatte, sie zu sehen. Nun ergriff er die Gelegenheit und bat darum, sie sehen zu dürfen. Respektvoll entfaltete er die Schriftrolle, und tatsächlich war die Kalligrafie elegant und fließend. Immer wieder rief er aus, wie schön sie sei, doch dann stieß Yu Xuezhi plötzlich einen lauten Schrei aus und war wie benommen. Seine Kollegen, die ihn für krank hielten, drängten ihn zur Heimkehr, was er auch tat.

Als er in seinem Arbeitszimmer zu Hause ankam, holte er die Kalligrafierolle hervor. Eigentlich brauchte er sie gar nicht mehr zu vergleichen; sie hatte sich ihm schon unzählige Male eingeprägt. Er wollte sie einfach aufgeben.

Er sackte zusammen, ein bitteres Lächeln auf den Lippen. Er hegte keine homosexuellen Neigungen, aber eine hoffnungslose Sehnsucht, die er von nun an loslassen musste.

Im Palast kursierten Gerüchte, dass ein Ehemann für die älteste Prinzessin auserkoren werde, und der junge, vielversprechende und gutaussehende Yu Xuezhi galt als aussichtsreicher Kandidat. Doch Yu Xuezhi wusste, dass er keine Chance hatte, und außerdem hegte er keinerlei Absicht, sie zu heiraten. Die Leute taten ihm leid.

Yu Xuezhi war fleißig und gewissenhaft und für seine Dichtung und Prosa bekannt. Im fünfundzwanzigsten Jahr der Xuande-Ära wurde er Erzieher des Kronprinzen und war dessen erster Lehrer. Er war zeitlebens aufrichtig und ehrlich und bekleidete während der Xuande- und Shengde-Ära ein wichtiges Ministeramt.

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