Цветок весенней реки, лунная ночь - Глава 128
„Ein anderes Wesen?“, murmelte Qingyan. Sie wollte die wahre Gestalt dieses Monsters herausfinden. Das hatte sie sich schon immer gewünscht, doch das tote Monster hatte es geheim gehalten und nie gesprochen.
„Der Meister wird es nicht verraten“, sagte Qingyan niedergeschlagen und winkte mit der Hand.
Mo Yu griff nach ihren Fingern und führte sie langsam zum Waldrand. „Das hängt davon ab, wie du ihn überzeugst“, sagte er kichernd.
Hinter dem Wald erstreckte sich ein wunderschöner, blumengesäumter Pfad, um den sich ein gewundener, kristallklarer Bach schlängelte. Hohe, namenlose Blütenbäume säumten den Weg zu beiden Seiten. Ihre uralten Stämme waren so dick wie eine Umarmung, ihre Rinde fleckig und von den Spuren der Zeit gezeichnet. Ihre Kronen waren üppig, ihre Äste wiegten sich sanft über den Köpfen, und immer wieder fielen große, violette und weiße Blüten von den Bäumen, rollten auf die Kleidung und landeten schließlich auf dem Boden. Eine dicke Schicht aus Blütenblättern bedeckte den Boden, und wer darauf ging, hinterließ selbst an den Schuhen einen Hauch von Blütenstaub und Duft.
Ein zarter, eleganter Duft lag in der Luft.
„Was ist das für eine Blume?“, fragte Qingyan und holte tief Luft. Sie blickte Moyu neidisch an. „Eure Sekte ist so schön.“
Ja, hier befindet sich Mo Yus Sekte. Es ist ein abgelegenes Tal. Man kann es nur durch einen speziellen Eingang und mit einer besonderen Methode betreten. Einmal drinnen, entdeckt man ein verborgenes Paradies.
Die kleinsten Affen der Welt, allerlei seltene und kostbare Tiere, die schönsten natürlichen heißen Quellen, Wasserfälle, Pfirsichplantagen, hoch aufragende blühende Bäume, unzählige wunderschöne Blumenfelder, die kunstvollsten gewundenen Gänge, Jadepaläste und kleine Gebäude...
Qingyan starrte mit aufgerissenen Augen und schnappte nach Luft.
Es ist wie im Märchenland...
Bald erreichten sie ein kleines, freistehendes Gebäude mit rustikalem Dachvorsprung, an dem wunderschöne Bambus-Windspiele leise klangen. Mehrere Dienstmädchen spannen auf dem Dach Garn. Das Bambus-Spinnrad knarrte und ächzte, begleitet von gelegentlichen Schnappgeräuschen, während Stränge feinster Seidenfäden miteinander verwoben wurden und sich in einen prächtigen Brokat wie eine Wolke verwandelten.
Als die Dienstmädchen Mo Yu und Qing Yan Seite an Seite gehen sahen, begrüßten sie sie alle mit einem Lächeln.
"Junger Herr."
"Fräulein Qing'er."
Qingyan war sprachlos.
Sie funkelte die Person neben ihr wütend an. Die Person neben ihr sah völlig unschuldig aus.
Sie trat jemandem unauffällig und fest auf den Fuß, ignorierte dessen Schmerzenslaut und nickte der schönen Weberin lächelnd zu, ohne ihren Gesichtsausdruck zu verändern: „Danke, bitte nennen Sie mich Qingyan.“
Kapitel 288: Das kleine Gebäude
Die Dienstmädchen hielten sich die Münder zu und kicherten. „Ja, Fräulein Qingyan.“
Qingyan lächelte und nickte.
Sie ignorierte Mo Yu und stieß die Tür des kleinen Gebäudes auf.
Im Inneren des kleinen Gebäudes findet man antike und elegante Möbelstücke, die mit kunstvollen Schnitzereien verziert sind, darunter Wolkenmotive, Blumen, Pflanzen, Fische und Insekten, Vögel und Tiere. Jedes Stück ist farbenfroh und exquisit gestaltet.
In der Mitte des Raumes stand ein vergoldeter Weihrauchbrenner, dessen durchbrochene goldene Pfingstrosenblüten zarte Rauchschwaden verströmten, die einen kaum wahrnehmbaren Duft verströmten. Große, bodentiefe Fenster öffneten sich zu allen vier Seiten; ihre Flächen waren üppig mit Grün bewachsen, von dem zarte, seidene Ranken herabhingen. Die Blätter der Ranken waren halbkreisförmig und mit winzigen, zarten violetten Blüten geschmückt. Es war ein wahrhaft bezaubernder Anblick.
Diese Pflanze mit grünen Ranken und violetten Blüten mag unscheinbar wirken, doch sie ist eine uralte spirituelle Blume, die die spirituelle Energie von Himmel und Erde aufnehmen kann. Dadurch wird der Bereich im Umkreis von drei Metern mit spiritueller Energie erfüllt, was sowohl für Kultivierende als auch für gewöhnliche Menschen äußerst wohltuend ist.
Dieses kleine Gebäude, so unscheinbar es auch wirken mag, war daher schon immer der beste Ort für ungestörte Meditation innerhalb von Mo Yus Sekte. Die vier Mägde, die auf dem Balkon Garn spinnen, wirken fröhlich und charmant, doch in Wirklichkeit handelt es sich um die vier ranghöchsten Mägde von Mo Yus Sekte, denen man außergewöhnlich hohe Kampfkunstkenntnisse nachsagt. Sie sind von Mo Yu beauftragt, das Gebäude Tag und Nacht zu bewachen.
Im Inneren des Gebäudes befindet sich nun der tausend Jahre alte Dämon, der die himmlische Trübsal überlebt hat und dessen dämonische Macht fast vollständig vernichtet wurde.
☆★☆★☆★
An jenem Tag stürzte Qingyan mitten in die himmlische Prüfung und packte ihren Meister, der bereits am Ende seiner Kräfte war. Alles, was sie sah, war weißes Licht; sie konnte keinen Weg erkennen und wusste nicht, wohin sie gehen sollte. Seit ihrer Kindheit hatte dieser Dämon unzählige himmlische Prüfungen ertragen. Fast jedes Mal stürmte ihr Meister, brennend und schreiend, in ihr Zimmer, und sie war es stets, die das Chaos beseitigen musste. Doch diesmal wusste sie nicht mehr, wie sie mit der Situation umgehen sollte, was sie tun konnte, um ihr und das Leben ihres Meisters zu retten; ihr Kopf war wie leergefegt.
Blitze zuckten wild um sie herum und rissen ein klaffendes Loch unter ihren Füßen. Sie schrie vor Entsetzen, doch sie hörte ihre eigene Stimme nicht. Ihr ganzer Körper zitterte, und ihre Hände schlugen wild um sich. Irgendwie gelang es ihr, einen Arm zu packen.
Dann wurde ihre Hand gepackt, und sie hörte jemanden aus Leibeskräften schreien. Sie konnte nicht verstehen, was gesagt wurde, aber ihr Herz beruhigte sich seltsamerweise. Sie hielt den Arm fest umklammert, umklammerte das blutige Licht in ihrer Handfläche und schloss die Augen.
Ein schwindelerregendes, sich drehendes Gefühl... Es schien endlos... So lang... So lang...
Als sie die Augen wieder öffnete, blickte sie in ein Paar tiefe, ruhige Augen, die sie schweigend beobachteten.
"Mo Yu?" Sie war lange Zeit wie erstarrt, bevor sie etwas sagen konnte, und murmelte: "Was machst du hier?"
Kapitel 289: Streiten
Mo Yu presste die Lippen fest zusammen. Sein Gesicht war ungewöhnlich blass, seine Lippen völlig farblos, doch ein Hauch von Blut klebte an seinem Mundwinkel und wirkte erschreckend deutlich. Als er ihre Worte hörte, schien sich Wut in seinen einst so tiefen und ruhigen Augen zu regen, die plötzlich aus ihrer Stille brach. Seine Pupillen verengten sich augenblicklich zu winzigen Punkten, sein Blick stechend, sein Gesicht grimmig und stumm.
Qingyan zog den Hals ein und verspürte plötzlich ein leichtes Schuldgefühl. „Äh … was ist los?“
Eine Hand landete auf seiner Nase, schwarz und mit Brandspuren. Wütend kniff er sie. „Du Bengel, denkst du denn gar nicht nach, bevor du handelst? So ungestüm vorgehen, was? Was glaubst du eigentlich, wer du bist? Ein unsterbliches Monster?“
Selbst unsterbliche Monster fürchten diese Art von himmlischer Prüfung, nicht wahr?
Qingyan zögerte, wollte gerade etwas sagen, als ihr plötzlich etwas einfiel. Hastig öffnete sie ihre Handfläche, und das blutige Licht war fast durchsichtig geworden, die rote Farbe kaum noch zu erkennen. Das Monster in ihr war nicht mehr zu erkennen, seine Konturen waren fast verschwunden. Qingyans Hand zitterte, und sie geriet sofort in Panik. Ihre Stimme bebte vor Tränen: „Was soll ich tun? Was soll ich tun?...“
Was ist mit dem Meister passiert? Wird er sterben?
Mo Yu blickte sie mit kaltem Gesichtsausdruck an, warf ihr eine Jademuschel zu und sagte mit eisiger Stimme: „Fang!“
„Hmm?“ Qingyan griff danach, doch bevor sie etwas erkennen konnte, verwandelte sich das blutrote Licht in ihrer Hand in einen Rauchwölkchen und trieb hinein. Ein leiser Seufzer drang aus der Hülle. Ja, es war die Stimme des Meisters.
Sie erstarrte, presste die Muschel ans Ohr und lauschte lange, doch sie hörte nichts mehr. Etwas besorgt, aber zu ängstlich, sie zu bewegen, sah sie Mo Yu erwartungsvoll an: „Was ist das?“
„Das Monster wird nicht sterben, keine Sorge!“, sagte Mo Yu mit seltsamer Stimme, in der eine unerklärliche Kälte und Wut lauerten. Noch bevor er ausreden konnte, zog er sie vom Boden hoch, presste die Lippen zusammen und stand auf, um zu gehen.
Sie wusste, dass Mo Yu wütend war, obwohl sie weder den Grund noch den Grund kannte und sich nicht traute zu fragen. Sie konnte ihm nur schweigend folgen und versuchte, mit seinem immer schneller werdenden Schritt Schritt zu halten. Während sie ging, wurde sie immer verwirrter, ihre Augen weiteten sich. Dieser Ort war so wunderschön – hoch aufragende blühende Bäume, ein herrlicher See und plötzlich ein schneeweißer Affe, der von einem Baum schwang … Das war definitiv nicht Gu Shan!
Während sie sich umsah, blieb Mo Yu plötzlich stehen. Qing Yan, völlig überrascht, stieß mit einem dumpfen Schlag gegen seinen Rücken. Ihre Nase brannte. Sie hielt sich die Nase zu, blickte auf und sah, dass Mo Yu sie ausdruckslos anstarrte.
Qingyans Nase brannte, und ihr kamen plötzlich die Tränen. Sie riss Moyus Hand los, funkelte ihn wütend an, Tränen strömten ihr unaufhaltsam über die Wangen. „Wer hat dich denn dazu ermächtigt, mir Vorschriften zu machen? Bist du etwa so toll, nur weil du mich gerettet hast? Du schreist mich nur an und setzt eine strenge Miene auf. Wen interessiert das schon? Verschwinde! Ich brauche deine Anweisungen nicht! Verschwinde! Selbst wenn ich… sterbe, geht dich das nichts an!“
Kapitel 290: Reue
Während Qingyan sprach, wurde sie immer aufgebrachter, als ob all ihre Grollgefühle und anhaltenden Ängste hervorgebrochen wären, und ihre Tränen flossen wie ein Fluss, der aus seinem Damm gebrochen war und sich nicht mehr aufhalten ließ.
Es war nicht so, dass sie keine Angst hatte, nicht so, dass sie nur Unfug im Schilde führte, nicht so, dass sie die Konsequenzen nicht kannte. Der Gedanke, der ihr durch den Kopf schoss, als sie sich ins Zentrum der himmlischen Trübsal stürzte, war, dass sie niemals lebend herauskommen würde … Doch selbst wenn sie eine weitere Chance bekäme, selbst mehrere, würde sie nur wie eine Wahnsinnige hineinstürzen. Drinnen war ihr Meister … und jener Dämon, der seit ihrer Kindheit an ihrer Seite gewesen war, näher als ihre Familie …