Qin Sang erzählte die Geschichte detailliert und ernsthaft, wobei in ihrer Stimme ein Hauch von Aufregung und Ernsthaftigkeit mitschwang.
In jener Nacht hörte Lin Ling sich die Geschichte des Paares an. Sie war zwar nicht weltbewegend oder rührend, aber sie besaß eine ganz eigene Schönheit.
Diese Art von Leben ist perfekt.
Ehe sie sich versahen, war die Nacht bereits fortgeschritten. Das Paar verlor sich in seinem Gespräch und ging leise fort, den Raum hinter sich für sich allein lassend.
Zurück in ihrem Haus ging Lin Ling an diesem Abend nicht wie gewöhnlich direkt zur Meditation. Stattdessen saß sie im Hof und dachte über die Beziehung zwischen Qin Sang und ihrem Mann nach. Lin Ling fühlte eine innere Leere.
Sie schien einen Teil von sich selbst verloren zu haben.
Lin Ling blickte zum Sternenhimmel auf. Das Sternenlicht funkelte und bewegte sich langsam vor ihren Augen, als wolle es etwas umreißen. Doch egal, wie sehr sich das Sternenlicht auch sammelte, es konnte das Gespenst in ihrer Vorstellung nicht erkennen.
Sie schien etwas vergessen zu haben und wirkte auch anders als alle anderen.
Lin Ling streckte die Hände aus und betrachtete sie.
Ihre Hände waren hell und schön, so schön, dass es schien, als gehörten sie ihr gar nicht.
Sie hat keine verborgene spirituelle Wurzel, ja nicht einmal überhaupt eine, aber sie kann kämpfen und sich weiterentwickeln. Es ist, als ob etwas im Dunkeln sie ruft.
Diese Stimme hallte oft in ihrem Kopf wider, aber jedes Mal, wenn Lin Ling versuchte, ihr nachzugehen, konnte sie sie nicht finden.
Und nun geht ihr ein Name nicht mehr aus dem Kopf.
Lin Feng.
Das wachsende Gefühl der Vertrautheit ließ Lin Ling erkennen, dass sie den Namen nicht nur schon einmal gehört hatte, sondern dass diese Person eine besondere Verbindung zu ihr zu haben schien.
Gerade als Lin Ling nachsehen wollte, war draußen ein leises Geräusch zu hören.
Lin Ling schaute hinaus und sah eine streunende Katze langsam vorbeigehen, die beim Weggehen miaute.
Lin Ling runzelte die Stirn.
Selbst wenn eine Katze um diese Zeit zum Streifzug herauskommt, sollte sie sich leise entfernen. Diese Katze hingegen scheint eher unfreiwillig aus dem Schlaf gerissen worden zu sein.
Da ist jemand.
Lin Ling blickte in die Richtung, aus der die Katze gekommen war, winkte mit der Hand und schleuderte einen Strom spiritueller Energie direkt dorthin.
„Lin Ling?“ Chang Wen trat aus dem Schatten und sein Blick fiel auf Lin Ling. „Ist etwas passiert?“
Lin Ling sagte nichts, sondern schloss einfach die Hoftür.
Chang Wen stand vor der Tür, wurde aber abgewiesen, und in diesem Moment fühlte er sich etwas deprimiert.
Die streunende Katze landete auf Chang Wens Schulter und leckte ihm liebevoll das Ohrläppchen.
Diese Katze gehört Chang Wen.
Chang Wen blickte in den geschlossenen Innenhof und schüttelte den Kopf, während die Katze unzufrieden miaute.
„Lasst uns zurückgehen. Keine Sorge, ich habe sie mir ins Auge gefasst und werde sie nicht mehr loslassen. Lin Ling muss mir gehören.“ Chang Wens Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, und sein sonst so sanftes und kultiviertes Gesicht zeigte nun einen Hauch von Wildheit.
Diese Lin Ling ist wirklich sehr wachsam.
„Geh und erinnere diese Frau Mu Hongying daran, dass sie sich besser anständig benehmen sollte, sonst werde ich beim nächsten Mal nicht mehr für sie den Tatort reinigen.“
Die streunende Katze miaute einmal und verschwand in der Nacht.
Chang Wen schlenderte langsam umher, bis er schließlich mit der Dunkelheit verschmolz und in der Straße aufging.
Hinter ihm lagen Zhang San und Li Si bewusstlos da. Ihre Auren waren kaum wahrnehmbar, und da sie von der Aura verdeckt wurden, hätten normale Menschen nicht einmal bemerkt, dass hier jemand schlief.
Lin Ling blieb im Hof sitzen und schlief diesmal dort ein, während sie über ihre Gedanken nachgrübelte.
Die Schaukel schwankte noch immer, und Lin Ling lehnte sich daran, sie wirkte ruhig und schön.
"Äh..."
Die Nacht schien etwas Subtiles, fast Unmerkliches an sich zu haben.
„Das sind alles Idioten.“
Der Klang der Glocken schien irgendwo nachzuhallen, und alle verstummten und standen da, als ob sie etwas spürten.
Alles verschwindet und beginnt von neuem, beginnt und endet von neuem.
Als Lin Ling die Augen öffnete, war es fast Morgengrauen, und der gesamte Hof war in Nebel gehüllt, was ihn wunderschön erscheinen ließ.
Lin Ling machte sich zurecht, und mehrere kleine Elfen umringten sie. Lin Ling schickte die Elfen fort, bereitete noch ein paar Dinge vor, und als sie gerade hinaustrat, sah sie ein Cabriolet vor sich parken.
Der rote Sportwagen ist ein echter Hingucker und sieht unglaublich teuer aus.
Lin Ling runzelte leicht die Stirn; dieses Gefühl war nicht gut.
Chang Wen saß im Auto, sein weißes Hemd verlieh ihm eine vornehme und sanfte Ausstrahlung. Mit einem Lächeln auf den Lippen präsentierte er sich von seiner besten Seite.
Guten Morgen, Lin Ling.
Chang Wen lächelte sanft. „Du gehst zur Schule, richtig? Soll ich dich begleiten?“
Lin Ling rührte sich nicht, sie blickte nur auf Chang Wen hinunter.
Lin Ling kümmerte sich nicht sonderlich um diese Dinge.
"Ist das nicht ein Vorteil für Bewerber?"