Kapitel 51

Alles wurde schwarz.

Er sank auf den kalten Boden, sein Gesicht aschfahl, er war bereits bewusstlos.

****** *****

Es war spät in der Nacht.

Das kalte, trostlose Verlies war völlig leblos, wie eine stille Hölle.

Murong Yin war noch nicht tot. Er war aus dem Koma erwacht. Das schwache Licht blendete ihn und verschwamm seine Sicht. Er konnte nur daliegen, unfähig sich zu bewegen.

Sein Atem ging schwer, sein Bewusstsein schwand, und der Schmerz in seinem Körper ließ ihn sich fühlen, als wäre er in einem kalten Meer, sein Körper wurde immer kälter, sein Herzschlag verlangsamte sich...

Wie im Traum durchdrang ihn das Meerwasser bis in die Knochen. Langsam sank er und wartete darauf, dass ihn das todbringend schwarze Wasser allmählich verschlang.

"Dreizehnter Bruder."

Vor dem Verlies drang ein deutlicher, qualvoller Schluchzer an seine betäubten Nerven.

Mein stilles Herz bebte leicht.

Langsam durchströmte eine Wärme sein ohnehin schon kaltes Blut. Murong Yin schien überrascht. Er mühte sich, die Augen zu öffnen, und starrte leer aus dem Kerker hinaus.

Da stand tatsächlich ein Mädchen.

Sie weinte, ihr Gesicht, weiß wie Jade, glänzte von kleinen Tränen. Sie stand auf dem schmutzigen Boden des Verlieses, ihr seegrünes Kleid getränkt von Blut aus den Steinspalten.

Sie nannte ihn den dreizehnten Bruder.

Murong Yin war völlig verwirrt. Er wusste nicht, ob er träumte oder ob es Wirklichkeit war. Das Mädchen vor ihm wirkte erschreckend real, mit so vertrauten Zügen, genau wie der Name, der ihm seit Jahren im Herzen lag.

Murong Yins Stimme zitterte: „...Kleine...Kleine Ci...“

Er hatte kaum ausgeredet, als...

Das Mädchen vor dem Gefängnis kniete plötzlich vor ihm nieder, ihre Hände umklammerten fest die kalten Steinstäbe, und glühende Tränen rannen ihr über das Gesicht.

"Dreizehnter Bruder..."

Sie schluchzte unkontrolliert, war untröstlich und rief: „Ich bin Xiao Ci, ich bin Murong Ci!“

Vor dem Kerker kniete Mei Ji, Ye Chuhans Konkubine.

Sie ist Murong Ci!!

Seitdem sie im Alter von fünfzehn Jahren von der Familie Murong weggelaufen war, suchten Murong Yin und Hua Chen sechs Jahre lang im ganzen Land nach ihr. Doch wer hätte gedacht, dass sie zum Schneetor des Tianshan gelangen und Ye Chuhans Konkubine werden würde?

Ich sah Murong Ci draußen weinen.

Murong Yin starrte sie ausdruckslos an, seine Pupillen verengten sich allmählich. „Du …“

„Dreizehnter Bruder, ich… ich bin jetzt…“ Murong Ci streckte die Hände aus und umklammerte fest die Steinmauer. Sein Gesicht war aschfahl, seine Augen waren voller Tränen der Reue, und er stieß immer wieder schmerzhafte Schluchzer aus.

„Ich bin jetzt... Mei Ji, die Konkubine von Ye Chu Han.“

Murong Yins Gesicht wurde augenblicklich aschfahl.

Er spürte, wie das eisige Eis und der Schnee in sein Herz und seine Lunge kroch und bis in seine Knochen drangen. Sein ohnehin schon geschwächter Körper zitterte, und ein Schwall Blut ergoss sich aus seinen rissigen Lippen. Seine leuchtend gelbe Kleidung war erneut mit frischen Blutflecken besudelt.

Xiao Ci...

Sie wurde tatsächlich Ye Chuhans Konkubine!

Er hustete Blut und brach zu Boden, unfähig sich zu bewegen!

Murong Ci warf sich verzweifelt gegen die Steinmauer, hämmerte mit den Fäusten dagegen und schrie: "...Dreizehnter Bruder...Es tut mir leid...Dreizehnter Bruder—!"

Niemand antwortete ihr.

Im Inneren des Verlieses schien eine schwache, blasse Gestalt dem Tode nahe zu sein.

„…Dreizehnter Bruder…sag etwas…“ Murong Ci geriet noch mehr in Panik. Sie konnte seinen Atem nicht hören, aber sie sah, wie rotes Blut durch die Risse im Steinboden sickerte.

„Dreizehnter Bruder … Es tut mir leid … Ich hatte keine Wahl …“

"Schämst du dich denn gar nicht?"

Die geschwächte Gestalt, die auf den kalten Steinboden gefallen war, blieb dort liegen, ihre schwache Stimme verriet erstickenden Schmerz, als sie langsam sprach.

"Du... gehst raus –"

Murong Ci erstarrte augenblicklich, eine heiße Träne rann lautlos über ihre erstarrte Wange. „Dreizehnter Bruder…“

"rollen--!!!"

Murong Yin schien seine letzten Kräfte aufgebraucht zu haben. Er zitterte, als er den Kopf hob, seine Augen blitzten vor Wut, er starrte das weinende Mädchen vor der Zelle an und rief heiser:

„Du bist Ye Chuhans Konkubine, die Erzfeindin der Murong-Familie! Verschwinde! Erscheine nie wieder vor mir, verstanden?! Verschwinde! Geh weit, weit weg von mir –!!“

Murong Yin brüllte wütend, wie ein tobender Sturm.

Doch Tränen der Trauer strömten wie ein Wolkenbruch über sein Gesicht...

Er forderte sie auf zu verschwinden, ignorierte sie und beschimpfte sie heftig.

Weil er es wusste.

Solange sie nicht zur Familie Murong gehört, besteht für sie keine Gefahr, getötet zu werden!

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