Глава 35

Lotus spürte plötzlich einen Schauer über den Rücken laufen.

Ihre Lippen verloren im Nu ihre Farbe. Sobald er ausgeredet hatte, kniete sie nieder und sagte: „Sektenmeister.“

Ye Chuhan betrachtete sie einen Moment lang, dann trat er schließlich an sie heran. Seine weißen Gewänder glänzten im frostigen Mondlicht, und sein schwarzes Haar ergoss sich wie ein sprudelnder Quell über sie. Er beugte sich vor und umfasste ihr feuchtes Gesicht mit seinen langen, blassen Fingern.

Als Lianhua in seine langen, schmalen und eleganten Augen blickte, fühlte sie, wie ihr Bewusstsein in diesem Augenblick vollständig verschlungen wurde.

„Du hast mich fast vergessen, nicht wahr?“ Ye Chuhans Finger waren eiskalt. „Ich dachte, du hättest nur mich im Herzen. Weißt du, wie sehr mich deine Worte verletzt haben, als du vor ein paar Monaten das Schneetor von Tianshan verlassen hast?“

"..."

„Du sagtest, es sei schwer, seinen Seelenverwandten am Schneetor des Tianshan zu finden, also hast du deine Liebe im Murong Manor gefunden? Oder hast du jemanden gefunden, mit dem du alt werden kannst…?“

Er lachte leise, sein Lächeln sanft. „Lotus, sind die Jahre, die wir zusammen verbracht haben, weniger wertvoll als die paar Monate, die du mit Murong Yin verbracht hast? Könnte es sein … dass du mich betrügen willst?“

Lotus senkte den Blick und unterdrückte die tiefe Unruhe in ihrem Herzen. „Lotus wagt es nicht.“

"Wirklich? Du hast doch gesagt, du hättest dich nicht getraut..."

Ye Chuhans Augen waren außergewöhnlich sanft, und ein Lächeln so warm wie eine Frühlingsbrise umspielte seine Lippen. Seine blassen Finger berührten langsam ihre Schläfen und strichen sanft ihr Haar hinab…

Es war wie Murong Yins Kuss, ein leichter Kuss von ihrer Schläfe zu ihren Lippen.

Seine Finger verweilten einen Moment lang auf ihren Lippen.

Das bedeutet, er weiß bereits alles.

Lotus war am ganzen Körper eiskalt, ihre langen Wimpern zitterten auf ihrer schneeweißen Haut, und Ye Chuhan streichelte sanft ihre blütenblattweichen Lippen, seine Stimme zärtlich.

„Es scheint, als sei Murong Yin dem Tode geweiht!!“

Lotus öffnete plötzlich die Augen, die von Angst und Widerwillen erfüllt waren.

Ye Chuhan nahm all ihre Gesichtsausdrücke aufmerksam wahr.

Er kicherte leise: „Von allen Menschen auf der Welt kann nur Murong Yin die Neun-Königs-Jade aus der Formation bergen, stimmt das?“

"……Ja."

„Der Jade der Neun Könige von Murong Manor ist in der Formation der Neun Paläste und Acht Trigramme versteckt. Sie sollten wissen, welche Methode Sie anwenden müssen, um den Jade der Neun Könige aus der Formation zu entnehmen.“

Lotus verspürte einen Anflug von Angst. „Ich … daran hatte ich noch gar nicht gedacht.“

"Schon gut, Lotus..."

Ye Chuhan reichte ihr die Hand und half ihr auf, sein unvergleichliches Gesicht voller grenzenloser Zärtlichkeit. Er zog sie in seine Arme und flüsterte ihr lächelnd etwas zu.

„Ich habe eine tolle Idee für dich, Lotus. Möchtest du ein Wagnis eingehen und mir sagen, wie wichtig du Murong Yin bist?“

Lotus war verwirrt, als Ye Chuhan plötzlich mit ihrem schneeweißen Ärmel wedelte.

Im Nu.

Zwei Schneeadler, die über dem Qionghua-Wald kreisten, stürzten herab und stießen scharfe Schreie aus, die den gesamten Nachthimmel erzittern ließen und das gesamte Anwesen Murong in Aufruhr versetzten.

Im Nu erschienen unzählige schwarze Gestalten im riesigen Murong Manor.

Das waren Wachen von Murong Manor.

Lotus hielt Ye Chuhan in der Hand. Sie wirkte schockiert und verstand nicht, was Ye Chuhan damit meinte. Auf der anderen Seite des Qiongzhi-Waldes ertönte plötzlich ein wütender Schrei.

Wer bist du?!

Der schneidige junge Mann, Hua Chen, hielt einen Blumenspeer in der Hand und machte mit einem leichten Fußtritt einen Sprung nach vorn.

Der Speer in seiner Hand blitzte kalt auf und zielte direkt auf Ye Chuhans Kehle. Ye Chuhan lächelte kalt, schob die Lotusblume beiseite und ihre schneeweiße Gestalt erhob sich blitzschnell in die Luft, um Hua Chen entgegenzutreten.

Lotus erschrak und rief entsetzt: „Hua Chen—!!“

In der Luft passierten sich die beiden Gestalten.

Ye Chuhan, in schlichtem Weiß gekleidet und mit schwarzem Haar, erschien so weiß wie Wellen, wie ein weißer Kranich, der seine Flügel ausbreitet und sich vom Wind tragen lässt. Mit einer leichten Drehung landete sie auf einem weichen, jadegrünen Ast.

Eine solche Leichtigkeit ist unvergleichlich.

Im tintenschwarzen Nachthimmel

Plötzlich setzte ein Regenschauer ein, ein Regen aus scharlachrotem Blut.

Der Speer in den Händen des purpurrot gekleideten Jünglings Hua Chen zerbrach, und er stürzte vom Himmel wie ein Drachen mit gerissener Schnur...

Der Moment, als Huachen landete.

"Schwupp!" "Schwupp!" "Schwupp!"...

Die Wachen von Murong Manor hatten bereits ihre Pfeile abgefeuert. Unzählige lange Pfeile durchschnitten die Luft und schossen auf Ye Chuhan zu, der auf dem Jadezweig stand. Der Pfeilhagel verhüllte die schneeweiße Gestalt inmitten des Pfeilhagels wie ein Netz aus Himmel und Erde.

Ein Pfeilhagel! Es gibt kein Entkommen!

Doch inmitten des frostigen Pfeilhagels drang ein leises Lächeln an die Ohren aller Anwesenden. Ye Chuhan, der sich im Zentrum des kalten Pfeilhagels befand, wirkte sanftmütig und ungerührt.

"Du glaubst, du kannst mich so verletzen?!"

Seine Stimme war kaum verklungen.

Mitten im Pfeilhagel brach plötzlich ein Schwall wahrer Energie hervor.

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