Глава 37

Murong Yin denkt nur an andere, nie an sich selbst.

Er hatte bereits die Chance verspielt, Ye Chuhan zu töten, und Ye Chuhan würde ihm niemals eine zweite Chance geben!

Ye Chuhan lächelte schwach: „Du hast so leichtfertig auf die Chance verzichtet, mich zu töten. Weißt du, wie viele Menschen auf der Welt mein Leben wollen?! Hast du keine Angst, dass ich dich töte?!“

Murong Yin sagte: „Hol das Gegenmittel heraus, bevor du mich tötest!“

Seine Stimme war furchtlos und unerschrocken!

In der Stille der Nacht.

Ye Chuhan, in schneeweiße Gewänder gehüllt, hatte ein eisiges Lächeln in seinen charmanten, schmalen Augen. „Alle sagen, Murong Yin vom Anwesen Murong sei der leidenschaftlichste und rechtschaffenste Mensch der Welt. Nun scheint es tatsächlich zu stimmen!“

Er wandte sich an Lianhua, der Hua Chen bewachte; sein langes, schwarzes Haar wehte wie eine Quelle durch seine schneeweiße Kleidung. „Komm her, ich gebe dir Hua Chens Gegenmittel.“

Er nannte es Lotus.

Murong Yins Herz zog sich zusammen, und er platzte heraus: „Lianhua gehört nicht zum Murong-Anwesen. Das alles hier hat nichts mit ihr zu tun. Tut ihr nichts!“

Er machte sich tatsächlich Sorgen um sie.

Mit dem Rücken zu Murong Yin und dem Blick auf Ye Chuhans Lotusblume verspürte er einen plötzlichen Stich im Herzen, als ob heißes Blut wild in ihm aufwallte, und ein metallischer Geschmack erfüllte seinen Hals.

Ye Chuhans Pupillen verengten sich unbemerkt.

Er beobachtete, wie Lianhua Schritt für Schritt auf ihn zukam; ihre schlanken, eleganten Augen spiegelten nur ihr eigenes Spiegelbild wider.

Zumindest im Moment gehört sie noch ihm!

Ye Chuhan trat plötzlich vor und ergriff die schlanke Lotusblume in ihrer Hand.

Das Lächeln auf seinem Gesicht war völlig verschwunden!

Murong Yin war schockiert und eilte sofort los, um das Mädchen zu retten, das von dem teuflischen Ye Chuhan festgehalten wurde. „Lotus—!“

"Wenn du dich auch nur ein bisschen bewegst, bringe ich sie um!", sagte Ye Chuhan kalt.

Murong Yin hielt an.

Sein Gesicht war totenbleich, völlig farblos.

Ye Chuhan hatte Recht. In diesem Augenblick lag über Leben und Tod des Lotus in seinen Händen. Die Jadezweige wiegten sich im Wind.

Im fahlen Mondlicht standen die beiden Menschen schweigend da.

Ye Chuhan starrte aufmerksam auf die Lotusblume in ihrer Hand. Er musterte sie eingehend und entging keine einzige Regung in ihrem Gesicht; sein Blick war von Überraschung und Misstrauen erfüllt.

Lotus' Gesichtsausdruck war jedoch überraschend ruhig.

Wie in einem stehenden Gewässer kann man keine Wellen oder Kräuselungen unter der Oberfläche erkennen.

Langsam.

Die kalten Finger, die die Lotusblume zuvor fest umklammert hatten, lockerten ihren Griff.

Ye Chuhan kicherte plötzlich leise auf. Sein schönes Gesicht wirkte atemberaubend, wie das eines blutrünstigen Dämons aus der Hölle. Mit so sanfter Stimme, dass die Lotusblume daneben kaum zu hören war, sagte er: „Lotusblume, du wirst mich niemals verraten, oder?“

Die Lotusblume hob ihren Kopf.

Sie hatte nicht einmal die Gelegenheit, ein Wort zu sagen. In diesem Augenblick durchfuhr sie ein stechender Schmerz in der Brust, und ihr Körper, wie ein verwelktes Blütenblatt, flog schlaff und kraftlos nach hinten!

Ye Chuhan griff plötzlich an, sein heftiger Handflächenschlag zerschmetterte ihren Herzmeridian und schleuderte sie durch die Luft!

Der kalte Nachtwind heulte an meinen Ohren vorbei.

Ein entsetzlicher, heftiger Schmerz durchfuhr meine Brust.

Lotus' Bewusstsein schwand augenblicklich, und ihr Körper war völlig taub. In diesem Moment hörte sie noch immer Murong Yins herzzerreißende, verzweifelte Schreie.

"Lotus--!!"

Lotus--!!

Ein tiefer, qualvoller Schmerz packt meine Brust!

Jemand rief ihren Namen, jemand... rief sie...

Lotus……

Vor vielen Jahren lächelte am Lotusteich ein junger Mann in Weiß mit einem Paar schöner, schmaler Augen das kleine Mädchen an, sein Lächeln so warm wie der Sonnenschein von Jiangnan.

Er lachte und sagte: „Du hast keinen Namen? Wie kann man denn keinen Namen haben?“

Er deutete auf den Lotusteich, seine schneeweißen Ärmel wehten sanft in der leichten Brise von Jiangnan, und lächelte warmherzig: „Von diesem Augenblick an sollst du Lotus genannt werden. Dein Leben wird gewiss wie der Lotus in diesem Teich sein, der unter der Sonne blüht, rein und makellos.“

Von diesem Moment an hieß sie Lotus.

Das war der Name, den er ihr gab – Lotus!

Aber--

Er hat sie tatsächlich vergessen.

Von dem Moment an, als sie vor ihm erschien, wusste sie, dass er längst alles vergessen hatte, was er je getan hatte! Er hatte vergessen, dass er vor zehn Jahren ein armes kleines Mädchen Lotus genannt hatte.

Er hatte vergessen, was er vor neun Jahren gesagt hatte – zusammenzubleiben, bis unsere Haare weiß werden, einander niemals den Rücken zuzukehren…

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