Глава 41

"Ja, Lotus wird den Befehlen des Sektenführers gehorchen!"

Es war, als hätte ein Donnerschlag in seinen Ohren stattgefunden!

Murong Yins Fassung war im Nu dahin; sein ganzer Körper, jede Stelle seiner Haut, war eiskalt wie Schnee.

Hinter ihm kamen die langsamen Schritte näher. Er kannte sie nur zu gut, denn jeden Morgen wartete er in seinem Arbeitszimmer unbewusst darauf, genau diese Schritte zu hören.

Die Besitzerin dieser Fußspuren lächelte jeden Morgen sanft und glücklich und brachte ihm eine Schüssel Lotuskernesuppe, die sie persönlich gekocht hatte.

Jeden Abend ging sie zu ihm, während er an seinem Schreibtisch schlief, und deckte ihn mit einem warmen Mantel zu.

Schließlich drehte er sich zitternd um.

Als sich in seinen klaren Pupillen das blasse, dünne Mädchen in Weiß spiegelte, erschien ein purpurroter Schimmer auf seinem Gesicht, wie frisches Blut.

Die Welt schien von einem Moment auf den anderen verrückt geworden zu sein.

Lotus stand vor ihm.

Doch in diesem Moment war Lianhua nicht mehr das hilflose, bemitleidenswerte Waisenmädchen. Ihr Gesicht war zwar blass, aber eiskalt.

Ihre Figur war immer noch dünn, strahlte aber eine eisige Kälte aus.

Ihr langes, pechschwarzes Haar fiel ihr von den Wangen herab, und ein dünnes silbernes Band, das oben auf ihrem Kopf gebunden war, spiegelte im Mondlicht eine frostige Kühle wider.

Murong Yin starrte sie ausdruckslos an.

Sein trockener Hals schmeckte metallisch und süßlich, doch in seiner Brust schien ein wütendes Feuer zu brennen.

Lotus ging ausdruckslos an ihm vorbei.

Sie ging direkt auf Ye Chuhan zu, kniete nieder und überreichte ihm mit beiden Händen den Neun-Königs-Jade, einen unschätzbaren Schatz.

„Sektmeister, Lotus hat Eure Erwartungen erfüllt und die Neun-Königs-Jade aus Murong Manor zurückgeholt.“

Ye Chuhan lächelte sanft, streckte ihre schlanken Finger aus, hakte gemächlich die neun Jade-Lotusblume ein, bückte sich dann und half ihr liebevoll auf.

Seine Finger streichelten sanft ihre leicht kühle Wange, seine Augen waren von einer ungewöhnlichen Zärtlichkeit erfüllt. „Meine liebe Lotusblume, du hast es diesmal wirklich schwer gehabt.“

Lotus' Gesichtsausdruck war völlig leer.

Ye Chuhans Stimme drang sanft an ihr Ohr vorbei, ihr Lachen so süß wie eine Blume: „Sag mir, was soll ich mit Murong Yin anfangen? Dieser dreizehnte junge Meister muss dich jetzt zutiefst hassen, nicht wahr?“

Seine Stimme war unglaublich sanft.

Lotus drehte sich um.

Direkt vor ihr stand eine einsame Gestalt in leuchtend gelben Brokatgewändern, unweit entfernt im Nachtwind.

In dem Moment, als sich ihre Blicke wieder trafen, fühlte es sich an, als hätten sie mehrere Reinkarnationen durchgemacht, und er konnte sie nicht mehr wiedererkennen.

Murong Yin starrte sie an, sein schönes Gesicht erbleichte allmählich. Er brachte kein Wort heraus. Duftende Blüten fielen herab und landeten auf seiner Jadekrone, seinen Schultern und seinem Gewand…

Seine leuchtend gelben Ärmel flatterten im Wind, als die Jünger der Tianshan-Schneesekte auf ihn zukamen; ihre glänzenden Klingen spiegelten sein Gesicht wider und waren bereit, jeden Moment seinen Körper zu durchbohren.

Er schwieg und betrachtete die Lotusblume aufmerksam.

Lotus wandte plötzlich den Kopf ab und wich seinem Blick aus.

Ye Chuhan verengte leicht ihre schönen, fuchsartigen Augen, während ihre schlanken Finger schweigend den Neun-Königs-Jade in ihrer Hand bewunderten. „Murong Yin, du wurdest vernichtend geschlagen.“

Klirr!

Zhan Yu zog sein Azurblaues Unterweltschwert, dessen Klinge in einem eisigen Azurblau glänzte, und richtete es auf Murong Yin mit dem Ausruf: „Knie nieder!“

Murong Yin verharrte regungslos, den Blick auf eine Lotusblume neben Ye Chuhan gerichtet. Heißes Blut durchströmte seinen Körper und ließ seine Trommelfelle pochen.

Die Jünger der Tianshan-Schneesekte stürzten sich wild auf ihn und packten seinen Arm.

Murong Yin ertrug es schweigend und weigerte sich, selbst um den Preis seines Lebens niederzuknien. Seine klaren Augen weiteten sich ungläubig, als er die reinweiße Lotusgestalt anstarrte.

Diese Leute versuchten, ihn zum Knien zu zwingen, aber er hatte aus dem Nichts eine so große Kraft, dass es ihnen egal war, wie viele Leute oder wie viele Hände da waren, sie konnten ihn nicht zum Knien bringen.

Zhan Yu winkte gleichgültig mit der Hand.

Murong Yins Arme wurden sofort gehoben, und zwei Jünger der Tianshan-Schnee-Sekte standen zu beiden Seiten von ihm und hielten schwere, silberdurchzogene Ebenholzstäbe hoch in ihren Händen.

Zhan Yus Stimme war so kalt und hart wie Eisen: „Murong Yin, wirst du niederknien oder nicht?!“

Murong Yin jedoch blieb still und betrachtete die Lotusblume aufmerksam.

Sein Herz schien unerträglich zu schmerzen, sein Körper war steif und taub, und als er ihre blasse, fast durchsichtige Haut betrachtete, verspürte er eine seltsame, schneeartige Kälte.

Zhan Yu befahl kalt: „Jetzt bist du dran!“

Der schwere, harte Ebenholzstab, der eine Kraft in sich trug, die alles auf der Welt zu zerstören vermochte, schlug ohne zu zögern mit voller Wucht auf Murong Yins Beine.

Selbst in diesem Augenblick starrte er ausdruckslos auf die Lotusblume, die in Weiß wie Schnee gehüllt war.

Ein dumpfer Knall hallte durch den Nachthimmel, als ein Knie zersplitterte.

Er gab keinen Laut von sich.

Murong Yins Körper sank kraftlos auf das kalte Gras. Als der stechende Schmerz seinen Körper durchfuhr und seine Nerven betäubte, verlor er jegliches Gefühl in seinen Beinen.

Seine Beine waren an den Knien gebrochen, und Blut strömte wie ein Bach heraus und durchnässte das Gras... Seine Lippen waren bereits aufgebissen, und der metallische Geruch von Blut erfüllte seinen Mund.

Schwarzes Haar wehte im Nachtwind...

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