Глава 77

Sein Vater stand steif vor ihm.

Bai Rong blickte entsetzt auf seinen Vater, den widerstandsfähigsten Patriarchen des Bai-Clans, der im kalten Wind stand und sich auf sein Langschwert stützte.

Unzählige kalte Pfeile durchbohrten die Brust und den Rücken seines Vaters, rissen durch seinen breiten Oberkörper, Blut strömte herab. Selbst in seinen letzten Augenblicken stand er da, sein Körper stark wie Stahl, seine totengrauen Augen noch immer auf seinen Sohn gerichtet, voller Trauer und Schmerz…

Da ist ein Riss...

Eine einzelne, sengende Träne entwich dem kalten, harten Auge des Vaters, rollte über sein blutbeflecktes Gesicht... und sickerte in die purpurrote Erde unter seiner Wange...

Sein Vater starb, weil er wegen eines einzigen Satzes, den er ausgesprochen hatte, von tausend Pfeilen durchbohrt wurde!

Bai Rongs Sichtfeld kippte heftig.

Er lag da und blickte zu dem toten Gesicht seines Vaters hinauf, sein Körper so taub, dass er sich nicht mehr wie sein eigener anfühlte.

Eine gleichgültige Stimme nach der anderen drang an mein Ohr.

„Chef, wir haben das Herzverbindungs-Gu gefunden. Es befindet sich in der Ahnenhalle der Familie Bai.“

„Tötet alle Mitglieder des Bai-Clans!“, rief einer der Vier Blutschatten kalt.

Das war das letzte Geräusch, das der zwölfjährige Bai Rong in jener Nacht hörte.

Dickes Blut, grausame Schreie, Menschen, die fallen...

Er lag zitternd da, biss sich auf die Lippen, bis sie bluteten, Tränen rannen ihm über das Gesicht und verschleierten seine Sicht. Jemand fiel auf ihn; der Mann vom Bai-Clan bedeckte ihn in seinen letzten Augenblicken mit seinem eigenen Körper.

Er war unter den Leichen der Mitglieder des Bai-Clans begraben.

Obwohl diese Mitglieder des Bai-Clans ihn als Schande für ihren Clan betrachteten, würden sie ihn selbst um den Preis ihres Lebens beschützen!

Nur weil er der Sohn des Oberhaupts des Bai-Clans ist!

Bis das Töten aufhörte.

Die Sterne und der Mond waren schwach zu sehen, und Bai Rong, der zwischen den Leichen begraben war, hörte die grausame Stimme der Vier Dämonen des Blutschattens: „Bringt den Rest von ihnen zum Himmlischen Schneetor und übergebt sie Sektenmeister Ye Zheng zur Beseitigung!“

"Ja!"

Im Inneren der Leiche versteckt, hörte er diese Worte deutlich, und Tränen verschleierten seine Sicht.

Schneetor des Tianshan!

Der eigentliche Drahtzieher hinter dem Ganzen war das Schneetor des Tianshan!

Spät in der Nacht.

Er kroch aus den Leichen, bedeckt mit dem Blut seines Volkes, und nachdem er sich dreimal vor dem Leichenhaufen verneigt hatte, taumelte er in die endlose Nacht hinaus.

Er wusste, dass die Leichen der Mitglieder des Bai-Clans auf die schneebedeckten Klippen des Tianshan-Gebirges geworfen worden waren, darunter auch die seines Vaters, der wegen eines einzigen Satzes, den er ausgesprochen hatte, von zehntausend Pfeilen durchbohrt worden war.

Viele Jahre später.

Bai Rong hat immer wieder denselben Traum: Er verwandelt sich zurück in den zwölfjährigen Jungen, der immer wieder versucht, die langen Pfeile aus dem Körper seines Vaters zu ziehen, aber es gelingt ihm nie, alle zu entfernen...

Er weinte wie ein Kind, aber egal wie viele Tränen er vergoss, er konnte jene Nacht nie vergessen, jene einzelne Träne, die über die Wange seines Vaters rollte...

Sein Vater blickte ihn an und Tränen rannen ihm über die Wangen...

Diese eine, brennende Träne blieb für immer an der tiefsten, schmerzhaftesten und verzweifeltsten Stelle seines Herzens... und verfolgte ihn den Rest seines Lebens...

Leben und Tod... versiegen nie...

[Regen, Jiangnan, Lotus-Weinpokal abgeschlossen]

Im Kerker.

Lotus stand ausdruckslos da, das Azurblaue Schwert in der Hand, von dem unaufhörlich Blut tropfte. Zitternd kniete sie nieder und verneigte sich tief vor der kopflosen Leiche, die an die Steinwand genagelt war.

Sie versprach ihm, seinen Kopf zur Schneeklippe zu bringen, um sich bei den Seelen des Bai-Clans zu entschuldigen!

Sie stand auf, hielt Zhan Yus Kopf in ihren Armen, drehte sich um, Tränen strömten ihr über das Gesicht, und verließ das Verlies.

Hinter ihnen erfüllte das Kreischen der Geier, die durch die Holzfenster krachten, die Luft. Unzählige Geier flogen in das Verlies und brachten kalte Windböen mit sich. Gierig verschlangen sie die kopflose Leiche, die an die Steinwand genagelt war. In der totenstillen Stille waren die furchtbaren Geräusche von zerkauten Knochen zu hören.

Lotus stand vor dem Gefängnistor.

Sie umklammerte das Azurblaue Schwert fest, ihr prächtiges Hochzeitskleid schleifte sanft bis zum Boden, seine purpurrote Farbe wie ein brennendes Feuer in der Wüste.

Ich starrte auf die fest verschlossene Tür.

Sie senkte den Kopf und küsste sanft Zhan Yus blutbefleckte Wange. Tränen des Schmerzes und der Verzweiflung rannen ihr über die Wangen und fielen auf das Gesicht des Mannes, der schon lange tot war.

Sie lächelte schwach durch ihre Tränen hindurch: „Bruder, lass uns nach Hause gehen.“

An diesem Tag.

Die Jünger der Tianshan-Schneesekte werden die aufregende Szene, die sich im Verlies ereignete, niemals vergessen.

Boom!

Ein ohrenbetäubendes Dröhnen, wie Dynamit, das durch ein Loch bricht, sprengte die scheinbar unzerstörbare Kerkertür mit einer gewaltigen inneren Kraft von innen nach außen auf. Augenblicklich wirbelte eine Wolke aus Sand und Kies aus dem Kerker auf, und Staub erfüllte die Luft.

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