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Mein Name ist Ye Qing, ich bin 21 Jahre alt und studiere im dritten Jahr Kunst an einer Pädagogischen Hochschule. Ich bin 172 cm groß und wiege 58 kg. Ich mag es ruhig und rede nicht viel. Qiao Na würde mich als etwas zurückhaltend bezeichnen.
Jona ist eine meiner Mitbewohnerinnen und eine meiner wenigen Freundinnen. Sie ist mein komplettes Gegenteil – enthusiastisch, kontaktfreudig und stilvoll.
Heute ist das Mondfest, und die Schule ist wie ausgestorben. Ich bin von selbst aufgewacht und habe auf die Uhr geschaut; es war bereits zwölf Uhr. Schnell habe ich mir das Gesicht gewaschen, mir mit den Fingern durch die Haare gefahren, meine Tasche geschnappt und bin durch die Straßen geschlendert.
Ehrlich gesagt mag ich diese Familientreffen nicht. Ich fühle mich dabei immer unglaublich einsam, als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt.
Ich blickte langsam durch jedes Schaufenster, nicht auf die Waren darin, sondern auf die Spiegelbilder der Passanten. Alle schienen es eilig zu haben, während ich mich wie ein ziellos umherirrender Geist fühlte, der nicht wusste, wohin er gehen sollte.
Als die Dämmerung hereinbrach, kühlte es etwas ab, die Hitze war nicht mehr so brütend heiß wie tagsüber. Neonlichter begannen zu flackern, und nach und nach gingen die Lichter in den hohen Gebäuden an. Leises Lachen und Stimmengewirr war noch zu hören. Doch kein einziges Licht schien für mich, keine einzige Tür öffnete sich für mich, niemand wartete auf mich…
Der helle Mond am Himmel warf einen sanften, silbernen Schein, der meinen Schatten lang werden ließ und mich noch einsamer erscheinen ließ.
Dann sah ich einen alten Mann, sein Gesicht staubbedeckt und sein Ausdruck müde. Vor ihm lag eine billige Plastikplane, auf der ein paar kleine Schmuckstücke wie Jadeanhänger und Edelsteine ausgestellt waren. Vielleicht war es die Melancholie in seinem Gesicht, vielleicht seine müde Gestalt, vielleicht waren es die Wechselfälle in seinen Augen, die mich fesselten. Oder vielleicht war es einfach nur meine eigene Langeweile…
Jedenfalls ging ich hinüber, hockte mich hin und begann sorgfältig Artikel auszuwählen, obwohl ich genau wusste, dass es sich um Fälschungen handelte.
Er zeigte nicht die übliche Geschäftseifrigkeit; er beobachtete mich nur schweigend. Ungefähr zehn Minuten lang, vielleicht auch länger? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Ich weiß nur, dass er mich plötzlich leise fragte: „Wollen Sie wirklich ein Stück Jade kaufen?“
Ich sagte nichts und hob auch nicht den Kopf; ich nickte nur leicht.
Dann streckte sich mir eine dürre Hand entgegen – eine uralte Mahagoni-Schatulle. Er öffnete den Deckel, und ich sah einen Jadeanhänger mit einem schwachen grünen Schimmer darin liegen.
Ich nahm sie heraus und sah, dass es eine Guanyin-Statue war. Die Schnitzerei war sehr fein gearbeitet; Guanyins Gewand wehte, und sie hielt einen Weidenzweig in der Hand. Die Linien waren sehr fließend, und sie saß gelassen auf einem Lotussockel. Ihr Ausdruck war sehr friedlich.
Ich habe mich sofort und unerklärlicherweise in es verliebt.
"Wie viel?"
„Sie können selbst entscheiden, was Sie geben.“
Ich öffnete die Tasche und nahm das ganze Geld heraus. Ich griff mir ein Band von seinem Stand, fädelte den Jadeanhänger darauf und legte es mir um den Hals.
Der Jade fühlte sich warm an, wie die Hand meiner Mutter, die sanft über meine Brust strich. Sofort füllten sich meine Augen mit Tränen.
Nachdem ich mich von der alten Dame verabschiedet hatte, schlenderte ich ziellos die Straße entlang, Tränen strömten mir lautlos über die Wangen – wie lange war es her, dass ich an meine Mutter gedacht hatte? Fünf Jahre? Zehn Jahre?
Das blendende Licht traf mich, und instinktiv blickte ich auf. Da sah ich einen riesigen, dunklen Schatten auf mich zustürzen, gefolgt vom Kreischen quietschender Bremsen. Federleicht schwebte ich empor. Endlich konnte ich meine Mutter sehen! Ein schwaches Lächeln huschte über mein Gesicht…
Dieses Buch wurde zuerst auf der Original-Website von Xiaoxiang Novel veröffentlicht. Bitte behalten Sie diese Information beim Nachdruck bei!
[Band 1: Die Begegnung – Kapitel 2: Tarzan]
Schmerzen. Es fühlte sich an, als ob mein ganzer Körper von unzähligen Hämmern getroffen worden wäre. Ich fühlte mich, als wäre ich in unzählige Stücke gerissen worden, jedes einzelne Stück stöhnte vor Schmerz.
„Wasser, Wasser …“, stöhnte ich schwach. Benommen beugte sich jemand näher zu mir, und dann tropfte klares Wasser, wie süßer Tau, auf meine Lippen.
Ich weiß nicht, wie viel Zeit verging, bis ich allmählich wieder zu Bewusstsein kam. Ich erinnerte mich an den Autounfall. Ich war nicht gestorben? Ich öffnete die Augen, aber was ich sah, war nicht die makellose, weiße Welt, die ich mir vorgestellt hatte.
Es handelte sich um eine äußerst einfache kleine Holzhütte. Sie war nur spärlich eingerichtet. Und alles in der Hütte wirkte seltsam.
"Ist da jemand?", rief ich leise.
Die einzige Reaktion, die ich erhielt, war totenstille. Die Umgebung war so ruhig, als ob dort niemand lebte.
„Ist denn niemand hier?“, fragte ich erneut, meine Stimme bereits panisch. Was war
……