Kapitel 110

"Ah..." Qingyun fühlte sich, als sei ihr Herz mit warmem Wasser gewaschen worden, und selbst das Mondlicht, das auf ihr Gesicht fiel, fühlte sich warm an.

Plötzlich drehte sich Qingyun um und kletterte durch das halb geöffnete Fenster hinaus.

Mit einem lauten Krachen ergoss sich der Birnen- und Judasohr-Sirup über den ganzen Boden.

Qingyun legte ihren Kopf auf Ziyis Schulter und schlang ihre Arme fest um Ziyi.

„Es ist so schön, dass du da bist.“

Zi Yi war verblüfft. Ihr Gesicht, das plötzlich angespannt gewesen war, entspannte sich und wurde ganz weich, so weich, dass es einen See aus Eiswasser zum Schmelzen bringen konnte.

Nach einer langen Weile ertönte Qingyuns gedämpfte Stimme von hinten.

„Der Sirup ist verschüttet, mein Sirup ist weg.“

Zi Yi kicherte leise: „Dann wird Zi Yi es eben noch einmal tun.“

"Will ich nicht."

"Was will die Dame?"

„Wirst du mir alles geben, was ich will?“ Er kniff die Augen zusammen, ein listiges Funkeln huschte darüber.

"Ja." Ohne zu zögern.

Ich möchte, dass du für immer an meiner Seite bleibst.

„Okay.“ Zi Yi nickte ohne zu zögern. Doch kaum hatte sie genickt, warf sie Qing Yun einen misstrauischen Blick zu. Warum wirkte sie heute so anders? Könnte es sein …

Offenbar hatte Qingyun ihre Vermutung bestätigt und kicherte.

„Das ist toll. Jetzt habe ich jemanden, der mir beim Schreiben Gesellschaft leistet. Hehe.“

Als Ziyi ihr lächelndes Gesicht und die Unschuld in ihren Augen sah, verschwanden ihre Zweifel augenblicklich, und auch sie lächelte.

"Äh."

Band Zwei: Das Schicksal führt zur Trennung vom Palast, zu einer glücklichen Ehe und zu einer Flucht 2

Das Mondlicht war so klar wie Wasser. Qingyuns rote Lippen formten ein Lächeln, ihre Augen funkelten wie die Sterne am Nachthimmel, blendend hell. Das silberne Mondlicht umhüllte sie sanft und zart.

Plötzlich gähnte Qingyun, und in ihren Augen spiegelte sich ein Hauch von Müdigkeit wider.

Zi Yi verspürte einen Stich im Herzen. Schnell brachte sie Qing Yun ins Bett, deckte sie zu, löschte die Kerze und ging dann beruhigt fort.

Nachdem Ziyi die Tür geschlossen hatte, kehrte Stille im Raum ein.

Qingyuns Augen öffneten sich augenblicklich und funkelten wie das einzige Licht in der pechschwarzen Nacht. Ein komplexes Gefühl spiegelte sich langsam in ihren Augen wider.

Sie strich sanft über die Ecke der Brokatdecke, wo sich der in Lila gekleidete Mann eben noch bewegt hatte, und spürte noch immer seine warme Berührung. Ein leises, seliges Lächeln, das Qingyun nicht bemerkte, huschte über ihre Lippen.

Li Ge hatte seine Gründe. Solange er nichts sagte, würde sie ihn nicht bloßstellen. Außerdem, falls sie ihn bloßstellen sollte, wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.

Wenn die Zeit gekommen ist, wird alles ein Ende haben.

Am nächsten Tag.

Mit dem Morgengrauen tauchte das warme Morgenlicht die Erde allmählich in ein warmes Licht. Überall herrschte Stille. Doch im Inneren des Palastes brach Chaos aus.

Dies war ausschließlich dem ohrenbetäubenden Schrei des makellosen Dienstmädchens Green Plum und seiner beispiellosen Verbreitungsgeschwindigkeit zu verdanken.

"Aaaaah! Miss Wuxia ist von zu Hause weggelaufen! Miss Wuxia ist von zu Hause weggelaufen! Miss Wuxia ist von zu Hause weggelaufen!"

Innerhalb einer halben Stunde wusste jeder im gesamten riesigen, freistehenden Palast, Jung und Alt, Männer und Frauen, davon.

Wenn man jetzt die beliebteste Frage im Palast stellen würde, wäre die mit Sicherheit: „Hey! Wusstet ihr, dass Miss Wuxia vermisst wird?“

"Ja, ja. Ich habe gehört, sie ist von zu Hause weggelaufen."

...

Saal.

Ein Brief lag still auf dem runden Tisch.

Die Luft war stickig und drückend.

Jun Wuhen saß mit finsterer Miene auf dem Sandelholzstuhl. Obwohl sein Gesichtsausdruck ernst war, lag ein Hauch von Sorge in seinen blauen Augen.

Qingyun war gerade eingeschlafen, als sie von Lümeis Schreien geweckt wurde. Da sie wusste, dass Wuxia von zu Hause weggelaufen war, stand sie sofort auf, wusch sich schnell und eilte in die Halle.

Zi Yi stand hinter Qing Yun und schwieg ebenso.

Green Plum senkte ängstlich den Kopf, ihr Körper zitterte leicht.

Jun Wuhen runzelte die Stirn, seine Stimme klang eisig.

"Green Plum, was genau ist passiert?"

Green Plum zitterte noch stärker, ihre Stimme bebte noch heftiger. Am meisten fürchtete sie den Herrn, wenn er zornig war.

„Eure Majestäten möchte ich berichten, dass Miss Wuxia jeden Tag früh aufsteht, um Zither zu üben. Heute Morgen wollte Green Plum Miss Wuxia wie gewöhnlich wecken. Doch als sie das Zimmer betrat, fand sie es leer vor, keine Menschenseele war zu sehen. Sie fand lediglich diesen Brief auf Miss Wuxias Kissen.“

Jun Wuhen und Qingyun warfen gleichzeitig einen Blick auf den Brief auf dem Tisch.

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