Obwohl Fahai sich nun beruhigt zu haben scheint, kann er seine angeborene Kälte, Blutgier, seinen Wahnsinn und seine Paranoia zwar vor anderen verbergen, nicht aber vor Xiao Nings Augen.
Es wirkt nicht so, als hätte sich seine Persönlichkeit verändert, sondern eher, als sei er ein völlig anderer Mensch geworden.
Xiao Ning blickte Fahai direkt in die Augen, und aus seinem Blick konnte man vage die Anwesenheit einer Python mit Menschenkopf erkennen.
Xiao Ning verstand sofort, warum Fahai eine so drastische Veränderung durchgemacht hatte.
Er erinnerte sich lebhaft daran, dass in der ursprünglichen Handlung subtil erwähnt worden war, dass Fahai die Reinkarnation des Großen Pythongottes, einer der acht Gottheiten der buddhistischen Himmelsdrachen, sei.
Deshalb war er in der Lage, in so jungen Jahren solch tiefgründiges buddhistisches Wissen und eine außergewöhnliche spirituelle Entwicklung zu erlangen.
Nun scheint es, als habe diese Person ihre angeborene Weisheit erweckt und sich vollständig in den Großen Python-Gott verwandelt.
Es ist einfach unbekannt, wie er seine angeborene Weisheit erweckte – ob durch seine eigene Erleuchtung oder durch die Intervention des Buddhismus.
Ist er nach dem Erwachen noch Fahai, oder ist Fahai Teil der Erinnerungen des Großen Pythongottes geworden?
Darüber hinaus spürte Xiao Ning an Fahais Ausstrahlung, dass im Verborgenen eine tiefsitzende Boshaftigkeit lauerte.
Es war, als wäre er ein blutrünstiger Dämon.
„Der Fahai von heute ist nicht mehr der Fahai von gestern!“
Fahai faltete die Hände, seine Augen blitzten vor Kampfgeist: „Ich schäme mich zutiefst meiner vergangenen Niederlage und möchte nun den Himmlischen Kaiser erneut herausfordern. Ich hoffe, der Himmlische Kaiser wird meiner Bitte nachkommen!“
"Oh? Verstehe. Ich nehme an!"
Es scheint, dass Fahai im Speicherfusionsprozess die Oberhand gewonnen hat und nicht Teil der riesigen Python geworden ist.
Der Buddhismus lehrt, dass man alles Böse meiden, alles Gute tun und seinen Geist reinigen soll.
Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass man keine bösen Taten begehen darf; man darf nur Gutes tun.
Alle Voraussetzungen sind gleich.
Töten ist im Buddhismus ein absolutes Tabu!
Fahais Handlungen stehen jedoch heutzutage im Widerspruch zu den Geboten und Regeln des Buddhismus, und man kann sagen, dass er sich immer weiter vom rechten Weg entfernt!
Ich weiß nicht, ob es ein Segen oder ein Fluch ist!
"Seid gegrüßt, Eure Majestät!"
Fahai hob die Augenbrauen, formte mit seinen Händen ein Mudra, und ein Himmel voller buddhistischem Licht erblühte. Er rief: „Großer, mächtiger Himmelsdrache, Tathagata, Weltverehrter, Prajna-Buddhas, Prajna, Achtfache Leere!“
"Kopf hoch!"
Unter Fahais Gewand begann sich das Drachentattoo auf seinem Rücken zu winden, als ob ein kolossales Wesen erwachen würde.
"brüllen!!!!"
Ein gewaltiges Gebrüll, so laut wie Donner und so mächtig wie ein Drache, hallte durch Himmel und Erde.
"Rauschen!"
Ein unbeschreiblich riesiges Wesen stieg langsam vom Himmel herab. Es war ein illusionärer Drachenkörper, geformt aus reiner buddhistischer Kraft, und allein sein Kopf war so groß wie ein Berg.
Sein gewaltiges Drachenmaul öffnete sich langsam, und ein gedämpftes, donnerndes Gebrüll ertönte daraus.
Boom!
Die gesamte menschliche Sphäre spürte diese Veränderung, und Dutzende von Bewusstseinszuständen erwachten aus der Ferne und blickten in diese Richtung.
„Sind es schon wieder die beiden? Drei Jahre sind vergangen, und Fahais Ausstrahlung ist noch stärker geworden!“
„Wie vielen Angriffen des Himmelskaisers kann er diesmal standhalten?“
„Moment mal, das ist nicht die wahre Gestalt des Himmlischen Herrn, sondern nur ein Avatar. Der Ausgang ist ungewiss!“
Diese Ideen trafen quasi in der Luft aufeinander, und die Diskussion ging immer weiter.
„Immer noch die gleiche alte Leier, kleiner Mönch. Ist das alles, was du kannst? Du bist wirklich enttäuschend!“
Beim Anblick dieser scheinbar weltbewegenden, aber in Wirklichkeit zerbrechlichen Szene war Xiao Ning voller Enttäuschung.
Er streckte eine Hand aus, und ein Lichtstrahl schoss hervor, wodurch Blütenblätter auf den riesigen buddhistischen Drachen fielen.
Nach der Brenndauer eines Räucherstäbchens brach der Himmelsdrache zusammen, und die Blumen trugen Früchte.
"Wenn das alles ist, was du zu bieten hast, kleiner Mönch, dann kann ich nur sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin!"
Bei ihrer letzten Begegnung hatte er die Schwächen der göttlichen Kraft des Großen Mächtigen Himmelsdrachen durchschaut. Für Xiao Ning war dieser majestätische Himmelsdrache nichts weiter als ein riesiges Ungetüm, das sich leicht vernichten ließ.
Als Fahai Xiao Nings arrogante Worte hörte, spottete er: „Hoffentlich kann der Himmelsherr später noch darüber lachen. Große Schwarze Himmels- und Erdenverborgene Dharma-Form, erscheine!“
"brüllen!"
Seine Aura veränderte sich drastisch, als ob schwarze Flammen seinen ganzen Körper umhüllten.
Hinter ihm erschien ein schwach erkennbares, hakenkreuzförmiges buddhistisches Rad aus geisterhaftem Feuer.
Schon bald veränderte sich sogar sein gesamtes Erscheinungsbild dramatisch.
Fahais einst junges und schönes Gesicht verzerrte sich, seine Muskeln verzerrten sich, seine Eckzähne traten hervor, seine Augen weiteten sich, und er sah aus wie ein wilder Dämon.
Am wichtigsten war jedoch, dass ein Tropfen hellroten Blutes langsam zwischen seinen Augenbrauen herabfloss.
Nachdem das Blut herabgetropft war, verdampfte es in Luft und hinterließ einen senkrechten Fleck.