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Kapitel Eins: Eine Reise durch Zeit und Raum, Qi sammeln im Morgengrauen
In der unendlichen Leere stand ein taoistischer Priester mittleren Alters, gekleidet in ein Federgewand und mit einer sternenbesetzten Krone, die Hände hinter dem Rücken verschränkt.
Vor dem Hintergrund der unermesslichen Leere wirken die unzähligen Sterne wie bloße, schwache Lichtpunkte.
"Also!"
Der taoistische Mann mittleren Alters seufzte leise. Dieses Universum ist zu Ende gegangen und repräsentiert eine unendliche Zukunft, in der nur ein Ausgang verbleibt – die Zerstörung.
Bevor er seinen Satz beendet hatte, streckte der taoistische Priester mittleren Alters seine rechte Hand aus, und eine furchterregende, dunkle Lotusblume ohne feste Form erschien darin, als sei alles dem Untergang geweiht. Die Bedeutung von Sackgasse, Trennung von Zukunft und dem Ende allen Seins breitete sich aus.
Im nächsten Augenblick wurde das Sternenlicht, das in der Leere des Universums funkelte, plötzlich von Dunkelheit verschluckt und verschwand spurlos.
Die Dunkelheit breitete sich rasch aus.
Zur selben Zeit stieg aus dem Niwan-Palast des taoistischen Mannes mittleren Alters eine Wolke von etwa einem Hektar Größe auf, die von der heiligen Aura der Nährung aller Dinge und des Wohls aller Lebewesen erfüllt war und sowohl wie transparentes Flusswasser als auch wie aus Sternenlicht geformte, glückverheißende Wolken aussah.
Wenn das Zeitalter des Dharma-Endes anbricht, wird ein Weiser erscheinen.
Leider erlangte der Taoist mittleren Alters Heiligkeit und Erleuchtung zu spät.
Die dunkle Lotusblume flog in die glückverheißenden Wolken heiliger Tugend, ihre schwarzen und weißen Farben verflochten sich und drehten sich langsam, bis sie schließlich ein geisterhaftes, riesiges und tiefgründiges Tai-Chi-Diagramm bildeten.
Die heiligen Tugenden und taoistischen Prinzipien, die alles nähren und allen Lebewesen zugutekommen, sowie die Absicht, die Verbindungen zur Zukunft zu kappen und aller Zerstörung ein Ende zu setzen, durchdringen das Tai-Chi-Diagramm und verschmelzen allmählich zu einem Ganzen.
Der taoistische Priester mittleren Alters stand allein im Universum, still in der Leere, während unter seinen Füßen ein schimmernder Fluss der Zeit floss.
Soweit das Auge reicht, wurde dieser lange Strom der Zeit schließlich von der Dunkelheit verschlungen; die Zukunft ist bereits vorherbestimmt und kann nicht geändert werden.
Der taoistische Priester mittleren Alters schritt der „Zukunft“ entgegen. Dunkelheit verschlang das Universum und den Fluss der Zeit. Am Ende dieser Raumzeit, in der unbeschreiblichen „Quelle der Dunkelheit“, huschte ein Lichtstrahl vorbei, der Transzendenz und Hoffnung verkörperte.
…………
Erde, 2 Uhr morgens am [Datum], Stadt Xijing, Zweites Krankenhaus.
Ein blasser, kränklicher Junge beobachtete draußen vor dem Fenster eine Sternschnuppe und wünschte sich im Stillen etwas.
Als die Krankenschwester ihn am nächsten Tag fand, war der Junge bereits verstorben.
…………
Mit Sonnenaufgang ziehen glückverheißende violette Wolken vom Osten herauf.
Ein gutaussehender Junge, etwa sechzehn oder siebzehn Jahre alt, stand auf der Spitze eines kleinen Hügels und atmete tief in Richtung der im Osten aufgehenden Sonne.
Sein Atem war klar, tief und kraftvoll.
Nachdem er seinen Körper durch Atemübungen mobilisiert hatte, begann Lin Yi zu meditieren.
Wenn die Sonne aufgeht, leuchtet ihr Weg hell.
Ein lebendiger und erhebender Geist erwachte in Lin Yi und verlieh ihm unbändige Energie, wie die aufgehende Sonne. Er fegte all die negativen Gefühle hinweg, die sich tief in ihm angesammelt hatten, wie etwa Dekadenz, Alterung und Selbstvernachläs
……