Princesa Mercenaria - Capítulo 68

Capítulo 68

„Ich werde einen ‚vorbestimmten‘ älteren Bruder finden, was ist daran falsch?“, sagte sie trotzig.

Er hob eine Augenbraue: „Nur weil du verärgert warst?“

„Was geht dich das an?“, fragte sie plötzlich mit einem Anflug von Traurigkeit. „Wünschst du dir das nicht auch? Jetzt, wo dein älterer Bruder sein Gedächtnis verloren hat, bietet sich dir eine Chance. Aber ich möchte dich freundlich daran erinnern: Die Heirat von Cousins und Cousinen ist sehr schädlich für die Nachkommen. Entscheide selbst.“

Nachdem sie das gesagt hatte, schüttelte sie seine Hand ab und ging schnell weg.

Er war fassungslos.

Sind Cousins verheiratet? Gibt es Nachkommen?

Auf Junyis Gesicht erschien allmählich ein Lächeln.

Die

Als sie aus dem Hoftor stürmten, stießen sie mit jemandem zusammen und erschraken beide.

Lin Feifei rieb sich die Stirn: "Bruder Zhan?"

Als Zhan Qiuyu sie sah, zeigte sich auf ihrem zarten Gesicht ein Anflug von Unbehagen: „Lin…“

Ich weiß nicht mehr, wie ich es nennen soll.

Lin Feifei hatte keine Lust mehr zu reden. Sie lächelte höflich und wollte gerade gehen.

Plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen.

„Bruder Zhan, komm mit, ich muss dich etwas fragen.“ Damit packte sie Zhan Qiuyus Ärmel und zog ihn in den Garten. Zhan Qiuyu war zunächst verblüfft, errötete dann und ließ sich von ihr mitziehen.

Die beiden erreichten eine abgelegene Ecke des Gartens, und Lin Feifei ließ ihn schließlich los.

„Fräulein Lin“, sagte Zhan Qiuyu, als er seine Fassung wiedererlangte, „an jenem Tag war ich wirklich…“

„Das ist nichts“, unterbrach ihn Lin Feifei, amüsiert und zugleich genervt. „Du erinnerst dich nach all der Zeit immer noch an dich? Deshalb suche ich dich nicht.“

Zhan Qiuyus Gesichtsausdruck veränderte sich leicht: „Wie kann man bei einer so ernsten Angelegenheit behaupten, es gäbe keinen Grund zur Sorge?“

Lin Feifei kümmerte das alles nicht: „Ich sagte doch, kam die Fünfte Dame nicht früher oft in den Garten?“

„Fünfte Schwester?“, fragte Zhan Qiuyu verblüfft. „Meine Mutter und einige andere Damen kamen früher oft hierher.“

„Geht sie gern in den Hof der Siebten Herrin?“

Zhan Qiuyu verstand nicht, warum sie das fragte. Nach kurzem Überlegen sagte sie: „Die Siebte Dame hat ein aufbrausendes Temperament. Obwohl Mutter freundlich ist, steht sie ihr nie nahe. Mit der Fünften Dame hatte sie immer ein gutes Verhältnis, aber seit die Siebte Dame vor einem halben Jahr weg ist, hat man sie kaum noch gesehen.“

Lin Feifei fühlte sich sofort niedergeschlagen.

Das macht es noch schwieriger, daran zu zweifeln. Da Wu Niang und sie ein gutes Verhältnis hatten, wäre es plausibel, dass sie ihr altes Zuhause besuchte, um an ihre geliebte Schwester zu erinnern.

Als Zhan Qiuyu sie benommen sah, verbeugte sie sich plötzlich vor ihr.

„Fräulein Lin, an jenem Tag…“ Seine Wimpern zitterten leicht auf seinem zarten Gesicht, das noch immer die Demut eines Gelehrten ausstrahlte, „Wenn ich den Vorfall noch überlebt hätte, würde ich Ihnen auf jeden Fall eine Erklärung geben.“

Nachdem er das gesagt hatte, drehte er sich um und ging.

Wa-was? Gestehen?

Es dauerte einen Moment, bis Lin Feifei wieder zu sich kam, und sie erschrak: „Hey, das ist nicht nötig! Es ist nichts Ernstes…“

Transmigration durch einen Traum von Liaozhai: Kapitel 31 - Mitternachtspirsch

Es muss fast neun Uhr sein, oder? Lin Feifei blickte zur Spitze des Zeltes.

Sie soll dafür tatsächlich die Verantwortung übernehmen?! Sie ist doch keine uralte Frau, und außerdem war sie ja im Wasser. Er stand so weit weg, was hätte er denn schon sehen können? Wahrscheinlich war er nur irgendein Perverser...

Nein, wir müssen die Wahrheit herausfinden und diesen Ort so schnell wie möglich verlassen.

Aber das ist alles viel zu bizarr. Was um alles in der Welt geht hier vor? Und dieses unheimliche Weinen...

Als sie an das Weinen dachte, richtete sie sich plötzlich auf und hatte eine Idee – wenn sie den violetten Talisman nahm, würde er zurückkommen? Oder könnte sie mit ihm kommunizieren und fragen, was los war?

Nach langem Zögern biss sie die Zähne zusammen und nahm schließlich den violetten Talisman von ihrer Brust.

...

Dichter, schwarzer Nebel breitete sich aus und verhüllte alles; das Einzige, was sie spüren konnte, war ihre eigene Anwesenheit. Sie war wieder da! Lin Feifei empfand gleichzeitig Furcht und Freude.

"Wo bist du?"

"Waaah... Hilf mir..." Erneut war ein leises Schluchzen zu hören.

„Wo bist du?“ Lin Feifei ging ängstlich ein paar Schritte, ihre Stimme zitterte. „Was ist los? Sag mir, was los ist, ich helfe dir!“

Es erfolgte keine Antwort.

"...Hilf mir...Hilf mir..."

Plötzlich ertönte die finstere Stimme einer anderen Frau: „Du Elender! Glaubst du etwa, sie werden dich hören, wo dir doch nur noch Seele und Geist geblieben sind?“

Alle Geräusche verstummten augenblicklich.

"Ah—" Lin Feifei richtete sich auf, ihr Kopf war mit kaltem Schweiß bedeckt.

Plötzlich überkam mich ein bekanntes Gefühl der Beklemmung, und der dunkelviolette Stein schien wieder schwach zu leuchten. Ich hörte, wie sich nebenan eine Tür leise öffnete.

Die

Wer würde mitten in der Nacht noch ausgehen?

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