Liang Ning hustete leicht und nickte.
Pan Yuerongs Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das immer breiter wurde. Plötzlich jubelte sie und warf sich Liang Ning in die Arme, wobei sie seinen Hals entblößte und vor Freude hüpfte. Obwohl Liang Ning die Stirn runzelte, stieß er sie nicht von sich.
Nach einer unbestimmten Zeitspanne, als Pan Yuerong wieder zu sich kam, war niemand mehr unter der Pappel hinter ihr zu sehen.
„Ich gehe“, erklang Liang Nings gleichgültige Stimme.
"Ah?"
„Der Mann ist fort“, erklärte Liang Ning erneut mit großer Geduld.
„Oh…“ Pan Yuerong lächelte, nahm Liang Nings Hand und sagte: „Wohin gehen wir als Nächstes? Wo warst du eigentlich die letzten sechs Monate? Warum konnte ich dich nirgends finden? Und außerdem… hast du dich etwa absichtlich vor mir versteckt? Warum warst du dann in Bianliang, als ich geheiratet habe? Ach ja, und außerdem…“
Der leichte Regen setzte wieder ein, begleitet von Pan Yuerongs wirrem Gerede. Die beiden gingen im Nieselregen immer weiter, wie ein Gemälde von Jiangnan im nebligen Regen. In diesem Moment waren sie ganz in dieses Gemälde eingefangen, wie ein göttliches Paar …
Vielleicht war ihr Schicksal bedeutungslos, oder vielleicht haben sie einander verpasst.
In diesem Moment waren ihr Herz und ihre Augen ganz von Liang Ning erfüllt, und selbst die Regentropfen auf ihren Lippen schienen ihr süß. Sie dachte, sie würden für immer so bleiben, gemeinsam mit ihren Booten die Welt bereisen und die Segel setzen …
Bis sie erfuhr, dass sie schwanger war und Liang Ning voller Vorfreude davon erzählen wollte, nur um ihn betrunken und in leidenschaftlicher Umarmung mit Qu Shishi vorzufinden; bis sie wütend ging und unerwartet wieder auf Ye Junshan traf; bis er sie im Anwesen der Familie Ye in Jiangling unterbrachte; bis sie allmählich erkannte, wie furchteinflößend Ye Junshan war; bis Liang Ning zu einem berüchtigten Schurken in der Kampfkunstwelt wurde; bis sie eingesperrt wurde; bis sie ins Wasser fiel…
Nun liegt sie im Krankenbett, selbst das Atmen fällt ihr schwer. Die Dienstmädchen beobachten sie heimlich neugierig, sehen mit an, wie sie sich von einem hübschen jungen Mädchen in eine kränkliche Frau verwandelt. Vielleicht wirkt sie zerbrechlich, vielleicht weckt sie Mitleid, doch niemand spricht ihr Trost zu, niemand sieht sie direkt an. Sie fragen sich, warum sie immer wieder weggelaufen ist und dabei sogar ihr Leben riskiert hat …
Sie lag still da, ihre Gedanken schweiften langsam ab. Sie erinnerte sich an den frühen Frühling in Bianliang mit seinen zarten Frühlingskleidern und Lotusblättern, den Pfirsichblüten in voller Blüte und den sprießenden Weidenzweigen. Ihre Lippen öffneten sich leicht, und sie murmelte immer wieder vor sich hin …
„Eine Schaukel in der Mauer, ein Weg draußen … Passanten draußen, eine schöne Frau, die drinnen lacht.“ Sie lag auf ihrem Krankenbett, Tränen rannen ihr über die Wangen: „Das Lachen verstummt allmählich, der Klang wird leiser … Leidenschaftlich … und doch gequält von … Herzlosigkeit …“ Ihre Augen schlossen sich langsam, doch ein melancholisches Lächeln blieb auf ihren Lippen.
Niemand weiß, was sie denkt, und niemand weiß, ob sie es jemals bereut...
Zumindest einmal war ihr Lächeln so rein wie ihre Augen, und sie war so glücklich wie ihr Lächeln.