Transmigrierte Kaiserinnen (männlich und weiblich) - Kapitel 126
Residenz des Premierministers
„Seid gegrüßt, Eure Majestät, dieser demütige Diener…“
Qianqing unterbrach ihn ungeduldig: „Ruf deinen Meister sofort herbei.“
"Ja!" Blitzschnell rannte der Diener davon.
Qianqing und Zimo liefen im Eingangsbereich auf und ab. Während sie gingen, murmelte Qianqing: „Warum gibst du ihm nicht nach, wenn du etwas zu sagen hast? Sieh dir nur an, was für ein Chaos du angerichtet hast.“
„Ich bin schuldig.“
„Welches Verbrechen habt ihr begangen? Schuldig sind wir Narren.“
Zi Mo öffnete den Mund, als wollte er sprechen...
In diesem Moment trat Sikong ein, warf einen Blick auf die große Menschengruppe, dann auf Zimo und Qianqing und fragte wissend: „Was ist mit Shen Ziyi passiert?“
„Es ist weg“, sagten die beiden gleichzeitig.
„Mach dir keine Sorgen um ihn. Wenn du nicht nach ihm suchst, kommt er von selbst zurück.“
Qianqing funkelte ihn an: „Es war Zimo, der ihn vertrieben hat. Wenn er mit dem, was wir getan haben, nicht zufrieden ist, glaubst du etwa, er kommt zurück!“
Sikong warf Zimo einen Blick zu; Zimo war nun Kanonenfutter, jemand, den jeder angreifen konnte.
„Onkel Zhong, versammle die Schatten und brich auf.“
Onkel Zhong starrte seinen Meister fassungslos an. Der Schatten war eine private Organisation der Familie Sikong, die seit über sechshundert Jahren existierte und nur bei Dynastiewechseln zum Einsatz kam: „Meister …“
„Ich muss mich beeilen.“ Onkel Zhong wagte es nicht, Widerspruch zu zeigen und zog sich sofort zurück.
Mitten in der Nacht versammelten sich die Streitkräfte der königlichen Familie, des Premierministerpalastes und der Familie Su, einer prominenten Kaufmannsfamilie, an einem strategisch wichtigen Ort in der Hauptstadt, um nach einer einzigen Ameise zu suchen.
Wu Yongkang suchte zusammen mit einer Gruppe Veteranen nach Leuten. Er verbeugte sich vor Qian Qing und lächelte Zi Mo an, und jeder wusste, wen er repräsentierte.
...
"Ja, Eure Majestät!"
"Meister. Nein."
"Junger Meister, immer noch nichts."
"Sir, ich habe es nicht gesehen."
"Junger Meister, es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Lord Shen in einem der großen Läden übernachtet hat."
„Wie ist das möglich?“, fragte Qianqing mit verfinstertem Gesicht. Egal wie gut Ziyi sich versteckte, es gab keine Möglichkeit, dass er und Sikong keine Spur von ihm finden würden.
Zi Mo blickte voller Selbstvorwürfe in den dunklen Nachthimmel. Xiao Shiyi war wirklich wütend auf ihn. Es war so spät und er konnte ihn immer noch nicht sehen. Er musste sehr unglücklich sein. „Wenn dein Bruder dich nicht tröstet, kannst du dann glücklich sein?“
Su Gu stand auf einer Anhöhe und konnte Shen Ziyis Schatten fast in der Luft erkennen. „Hoffentlich ist ihm nichts Schlimmes zugestoßen!“
„Halt den Mund, sonst hacke ich dich in Stücke!“ Qian Qings Gesicht verdüsterte sich noch mehr. Sie hoffte, dass nichts Unerwartetes passieren würde. Ach ja, Xi Lingchi war ja noch nicht weg.
Qianqing und Sikong sahen sich gleichzeitig an und sprachen wie aus einem Mund: „Xi Lingchi!“
„Wachen, durchsucht den Turm!“
"Geh und sieh nach Xiling."
Die königliche Familie und die Bewohner des Sikong-Anwesens verließen das Anwesen gleichzeitig, und keiner der verbliebenen Personen konnte an der hochkarätigen Suche teilnehmen.
Qianqing blickte Sikong an und hoffte, bei ihm ein Gefühl der Sicherheit zu finden.
Zi Mo blickte Qian Qing an. Selbst der Kaiser war erschienen; sein elfter Sohn würde also nicht fehlen.
Su Gu blickte Zi Mo an und dachte: „Du hast Zi Yi tatsächlich vergessen. Warum vergisst du nicht auch dich selbst?“
Wu Yongkang war am entspanntesten. Falls Ziyi nicht zurückkommen sollte, brauchte er sich nur den Hals zu reinigen und darauf zu warten, dass Wu Hui sein Schwert zog.
Einen Augenblick später kehrte Onkel Zhong zurück, und alle blickten ihn voller Erwartung an, doch er schüttelte den Kopf.
Alle waren in höchster Anspannung.
Bis auf Sikong, der noch ganz entspannt dastehen kann, können sich nun alle anderen ihren schmutzigen Gedanken nicht erwehren.
Qianqing wandte sich direkt an Zimo und sagte: „Wenn Ziyi etwas zustößt, solltest du dir das Leben nehmen!“
Zi Mo kniete schweigend nieder. Er war besorgter als alle anderen. Man konnte sehen, wie besorgt er war, als er euch alle hinausschickte.
Der Chef der Kaiserlichen Garde ist zurückgekehrt.
Niemand wagte mehr hinzusehen. Sikong fragte ruhig: „Wo ist er?“
"Nein." Qianqing hob ihr Langschwert und richtete es direkt auf Zimo.
Su Gu, Wu Yongkang trat sofort vor: "Eure Majestät, drei oder vier."
Zi Mo blieb ungerührt, aufrecht kniend. Wenn der Tod das Problem lösen konnte, war er bereit, es zu versuchen.
Sikong blickte in die Ferne, als er sich plötzlich an Onkel Zhong wandte: „Such dir eine Frau.“
Qianqing verstand plötzlich, und Hoffnung blitzte in Zimos Augen auf.
Wu Yongkang war verwirrt, und Su Gu war verwirrt.
Qianqing blickte seine beiden verdutzten Untergebenen an und befahl gnädig: „Geht zurück. Ich werde euch informieren, falls es Neuigkeiten gibt.“