„Was meinst du?“, kicherte Lin Feng und nahm Shi Ningxues Hand. „Da du es nun schon gesagt hast, solltest du es nicht erst deinem Mann erlauben, es selbst zu erleben? So kann ich deine Aufrichtigkeit erkennen, nicht wahr?“
Als Xiao Nishang Lin Fengs Worte hörte, stockte ihr der Atem. Sie stampfte mit dem Fuß auf und wollte hinauslaufen, doch ihr ganzer Körper blieb in Lin Fengs Armen. Bei dieser Bewegung spürte Lin Feng sofort, dass etwas nicht stimmte.
Als Xiao Nishang Lin Fengs Reaktion bemerkte, erstarrte sein ganzer Körper augenblicklich und er stand völlig regungslos da.
"Verrücktes Mädchen..." flüsterte Lin Feng Xiao Nishang ins Ohr.
„Oh je, mir ist gerade etwas eingefallen, das dich sicher interessieren wird“, rief Xiao Nishang aus. Lin Feng hielt einen Moment inne, dann stand Xiao Nishang auf, sah ihn mit funkelnden Augen an und sagte:
„Ich war schon einmal an einem sehr großen und geräumigen Ort. Dort habe ich einige erstaunliche Dinge gefunden, aber ich weiß nicht, wozu sie dienen.“
Xiao Nishang blickte Lin Feng an, biss sich leicht auf die Lippe und sagte:
"Hmm?" Ein Anflug von Überraschung huschte über Lin Fengs Gesicht.
„Ich habe das Gefühl, dass sich dort etwas befinden sollte, aber ich kann nicht genau sagen, was. Lass uns gemeinsam nachsehen.“
Lin Feng hielt einen Moment inne, als er Xiao Nishangs Worte hörte.
„Los geht’s, los geht’s! Ich hab’s vorher gar nicht bemerkt!“
Als Lin Feng Xiao Nishangs Worte hörte, leuchteten ihre Augen sofort auf, und die beiden gingen direkt nach draußen.
Nachdem Xiao Nishang die Hauptstadt der Familie Shi verlassen hatte, führte er Lin Feng nach Osten.
„Dieser Ort ist seltsam. An zwei Punkten im Raum ist er sehr stabil, aber man spürt immer eine andere Art von Kraft, die ihn umgibt“, sagte Xiao Nishang leise und wandte sich Lin Feng zu.
Als Lin Feng Xiao Nishangs Worte hörte, nickte er, und die beiden landeten an einem bestimmten Punkt am Ende des Raumes.
„Das ist der richtige Ort. Wenn die Dämmerung einsetzt, verändert sich auch die Atmosphäre hier ein wenig, und diese Veränderung hat mich hierhergeführt.“ Xiao Nishang wandte sich Lin Feng zu und sagte leise:
Lin Feng betrachtete den Ort eingehend. Er wirkte recht einfach, doch nachdem er Xiao Nishangs Worte gehört hatte, erschien ein nachdenklicher Ausdruck in Lin Fengs Augen.
Lin Feng scannte die Umgebung mit seinen Gedanken. Die Schutzformation um sie herum war nicht besonders stark, daher war dieser Ort vermutlich eine Schwachstelle. Außerdem war dies kein Ort, um den Raum zu betreten oder zu verlassen.
Das ist seltsam.
Lin Feng runzelte die Stirn.
Als Xiao Nishang Lin Fengs Gesichtsausdruck sah, beruhigte er sich und beobachtete ihn dabei, wie er die Umgebung musterte. Mit der Zeit und dem Einbruch der Dämmerung hatte Lin Feng das Gefühl, dass sich alles um ihn herum veränderte.
Sie sind angekommen.
Lin Fengs Stimmung hellte sich auf, und er betrachtete aufmerksam seine Umgebung.
Xiao Nishang stand neben Lin Feng, beide standen etwas unbeholfen da und blickten neugierig in die Ferne.
Genau in diesem Moment veränderte sich die umgebende Luftströmung leicht.
Eine Aura, die hier nicht hingehörte, wehte aus der Umgebung herüber.
Mein Gott!
Lin Fengs Augen leuchteten sofort auf. Es war klar, dass sich irgendwo in der Nähe etwas Wertvolles verbarg. Lin Fengs Gedanken folgten der Aura und umkreisten sie immer wieder, doch die Aura verstummte augenblicklich.
Das ist wirklich seltsam.
Könnte dieses Ding etwa wissen, dass es jemand ausspioniert?
„Dieser Kerl sorgt hier jeden Tag um diese Zeit für Aufregung“, sagte Xiao Nishang leise.
„Nun, wir haben ja Zeit, also warten wir einfach hier.“ Damit setzte sich Lin Feng im Schneidersitz hin, den Blick auf den Raum gerichtet, auf der Suche nach etwas anderem.
Da eine Aura ausgestrahlt werden kann, muss es an diesem Ort irgendeine Spur ihrer Existenz geben!
Sobald er auch nur die geringste Spur seiner Existenz findet, kann er diesen Kerl finden!
Lin Feng war sich dessen ziemlich sicher. Was Geduld anging, glaubte Lin Feng, dass er definitiv genug Geduld besaß!
(Ende dieses Kapitels)
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Kapitel 3028 Bestechungsbildung
Die Zeit verging langsam, und die beiden blieben schweigend dort. Xiao Nishang unternahm keinerlei Anstalten, Lin Feng zu stören, sondern verweilte einfach in seiner Nähe. (Le Wen)
Zwei Tage vergingen wie im Flug, doch Lin Feng konnte das Ding einfach nicht finden, egal was er tat. Könnte es sein, dass der Kerl draußen war?
Lin Feng runzelte die Stirn, und mit einem Gedanken trug ihn das Tausend-Drachen-Shuttle durch die Raumbarriere.
Draußen erstreckte sich ein weiter Himmel, und auf dem Yanxuan-Kontinent herrschte Stille und es gab nichts zu sehen.
Das ist seltsam.
Als Lin Feng das sah, runzelte er die Stirn.
"Bist du nicht draußen?", fragte Xiao Nishang, der neben Lin Feng stand und nach vorn blickte.
„Es müsste sich um einen kleinen Raum handeln“, sagte Lin Feng leise. Der Himmel war klar, die Luft frisch, und es befand sich Tausende von Metern über dem Boden. Selbst wenn er sich an etwas festhalten wollte, wäre es völlig unmöglich.
Lin Feng senkte den Kopf und dachte nach.
„Könnte es sein, dass das Ding weggelaufen ist und nicht mehr da ist?“, fragte Xiao Nishang und drehte den Kopf.
„Unmöglich. Ich spüre immer eine leichte Schwankung. Der Typ ist definitiv nicht weg. Wenn er weg gewesen wäre, gäbe es diese Schwankung nicht.“