Plötzlich spürte der Mann in Schwarz es – eine Leere, eine Leere!
Der Mann in Schwarz reagierte blitzschnell, war aber zu langsam. Gerade als er in Gedanken versunken war, schuf Lin Ling eine Lücke in seiner Verteidigung. Im aufgeregten Angriff des Mannes in Schwarz durchbohrte Lin Lings Waffe seinen Körper.
Er hatte vergessen, dass Lin Ling das Zeiterbe besaß, das ihr von Lin Feng gegeben worden war.
Der Mann in Schwarz wusste nichts von dieser Abstammung.
„Die Macht der Zeit …“, murmelte der Mann in Schwarz, dann sank er zu Boden. Diesmal war seine Niederlage nicht ungerechtfertigt.
Niemand hatte erwartet, dass Lin Lings Beherrschung der Macht der Zeit so tiefgreifend sein würde.
Lin Ling atmete erleichtert auf, als sie die Formation wieder abbaute.
„Ist es vorbei? Dann lasst uns gehen“, sagte Chang Pingzhi leise mit einem sanften Lächeln. „Es wird spät, wir sollten aufbrechen.“
Lin Ling nickte, als sie Chang Pingzhis Worte hörte.
"Dann los."
Lin Ling ging weiter vorwärts.
„Seid vorsichtig und haltet euch unbedingt an den vorgegebenen Weg. Dieser Hohlraum könnte jeden Moment einstürzen, und wir könnten hinausteleportiert werden, wenn wir nicht aufpassen. Nur wenn wir unsere Sicherheit maximieren, können wir erfolgreich entkommen. Habt ihr irgendwelche Hinweise?“
Chang Pingzhi flüsterte Lin Ling zu: „Sonst könnten wir für immer in diesem Raum gefangen sein.“
„Okay.“ Lin Ling nickte, lächelte dann aber plötzlich. „Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, hier eingesperrt zu sein. Wenigstens können wir hier allein leben, oder?“
Lin Ling drehte den Kopf und sagte lächelnd.
„Ich habe viele Legenden darüber gehört. Sie alle besagen, dass sich dieser leere Raum zwar ständig verändert, aber viele Kultivierende hier leben, um der weltlichen Welt zu entfliehen. Manche kultivieren hier, während andere für immer hier leben, nicht wahr?“
„Das sind nur die Taten der Schwachen.“
„Um irgendetwas zu lösen, kann man nicht einfach weglaufen. Er muss hinausgehen und die Welt verlassen. Nur wenn er hinausgeht, kann alles vollkommen gelöst werden. Wenn er nicht einmal hinausgehen kann, bleibt alles in dieser Welt genau das – alles – und es wird kein Ergebnis geben.“
„Daher sind jene Kultivierenden, die sich im Nichts verstecken, nichts als Schwächlinge.“
Chang Pingzhis Stimme war nicht laut, aber seine Worte waren fest und kraftvoll.
„Und du? Bist du stark oder schwach?“ Lin Ling drehte den Kopf, neigte ihn zu Chang Pingzhi und fragte lächelnd: „Bist du schwach oder stark? Du bist bereit, alles aufzugeben, um alles zu bekommen. Ist dir das alles denn egal?“
Chang Pingzhi lachte.
„Ich bin weder stark noch schwach, ich bin einfach nur…“
Chang Pingzhi sagte nichts mehr. Lin Ling zuckte mit den Achseln und lächelte dann schief.
„Man hat eben seine eigenen Ideen.“
Nach einer langen Pause fügte Lin Ling hinzu: „Wissen Sie, manchmal ist das Schicksal wirklich ein Fluch, nicht wahr?“
Chang Pingzhi sprach nicht mehr.
Lin Ling blieb plötzlich stehen.
„Das war’s mit der Anleitung. Ich gehe jetzt hinein.“ Lin Ling schloss langsam die Augen. Ihre Handflächen formten ein Handzeichen, und während sie ihre Hände unaufhörlich drehte, begann sich rasch etwas um sie herum zu bilden und breitete sich dann schnell in ihrem ganzen Körper aus.
Eine kraftvolle Aura aus der Umgebung umgab sie.
Lin Ling öffnete die Augen. Gerade als die Aura sie erreichen wollte, zog sie ein kleines Amulett hervor. Sobald das Amulett erschien, begann sich der Raum um sie herum augenblicklich zu verändern.
Eine uralte Bronzetür erschien, verziert mit allerlei giftigen Insekten und Tieren. Sobald das Amulett erschien, ertönte aus der Tür ein metallisches Klirren, das bis in die tiefsten Tiefen der Seele drang.
"Ach!"
Lin Ling kniete auf dem Boden, presste die Hände an den Kopf und versuchte, dem Aufprall auszuweichen. Blut rann ihr aus dem Mundwinkel. Sie fühlte, als würde etwas ihren Körper durchbohren und sie für immer in dieser Leere zurücklassen.
Diese Macht war so stark, dass selbst Lin Ling zitterte und Angst hatte, für immer von ihr beherrscht zu werden.
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Kapitel 4456 Schlacht
Chang Pingzhi blieb stehen, nun von einem schwachen Lichtschild umhüllt. Dieser Lichtschild bewirkte, dass sich die Schallwellen beim Erreichen seines Körpers automatisch auflösten.
Lin Ling gab nicht auf.
Die Kraft des Geistes und die Kraft der Schallwellen prallten aufeinander, und die spirituelle Kraft im ganzen Körper begann stetig anzusteigen.
Plötzlich hörte die Tür auf zu knallen, und Lin Ling kniete auf dem Boden, Blut floss langsam aus ihrem Mundwinkel.
Die Tür gab eine Reihe kreischender Geräusche von sich.
Unmittelbar danach entstand ein Riss.
Goldenes Licht schimmerte im Inneren des Tores, und Chang Pingzhi trat als Erster ein.
Ein Anflug von Traurigkeit huschte über Lin Lings Gesicht.
Damals, zusammen mit dem Patriarchen der Hexerei, kamen auch die höchsten buddhistischen Lehren.
Der alte Zaubermeister, der seine Identität verbarg, begegnete dem buddhistischen Heiligen und verliebte sich in ihn. Er betrog den Heiligen nicht nur, sondern raubte ihm auch das höchste Geheimnis des Buddhismus.
Der Buddhismus hingegen verbrachte zehn Jahre damit, den gesamten Hexenkult auszurotten und seine Traditionen in Vergessenheit geraten zu lassen. Zehntausende von Jahren lang konnte niemand ihn wiederfinden. Auch die buddhistische Owusu-Methode zur mentalen Schulung ist bis heute verschollen.