"Das ist gut, das ist gut. Ich habe mir die ganze Zeit Sorgen gemacht, aus Angst, sie würden mich zurücklassen und zuerst weglaufen."
Da Wei Baizhong ihr dämliches Grinsen sah und nichts Besonderes an ihr fand, schenkte er ihr keine weitere Beachtung. Er wechselte ein paar flüchtige Worte mit ihr und ging dann.
„Vater.“ Wei Rong trat an seine Seite.
„Wie das?“, fragte er mit leiser Stimme und nickte den Kampfsportlern zu.
Wei Rong warf einen Blick auf die Person, die Yu Zigui etwas zuflüsterte, und flüsterte: „Shangguan Yi hat nichts gesagt, er hat nur seinem Sohn gratuliert.“
"Hmm." Weber überlegte lange. "Das müsste es sein."
„Vater bedeutet –“
„Wenn man sie sanft dazu ermutigt, werden sich die Dinge von selbst regeln.“
"Ja."
Wei Rong betrachtete seine frisch angetraute Ehefrau, die so schön war wie die Morgensonne; sein Blick war voller Zärtlichkeit, verbarg aber auch eine tiefe Berechnung.
Er nahm alles in sich auf, in seinen dunklen Augen lag ein Hauch von Lächeln.
"Was hat Zigui gesehen?" Shangguan Yi stützte sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie.
Sie erkannte, dass dort, wo das strahlende Frühlingslicht unerreichbar war, nicht Schatten verborgen lagen, sondern das menschliche Herz.
„Ein liebevoller Vater und ein pflichtbewusster Sohn, ein hingebungsvolles Paar“, beschrieb sie leise und seufzte dann: „Es ist einfach nur schade –“
"Was ist daran schade?"
„Es ist schade, dass sie nicht wieder vereint werden konnten.“ Sie lächelte. „Da du so ein gutes Herz hast, werde ich ihnen ihren Wunsch erfüllen.“
Eine sanfte Brise bewegte gelegentlich ihr mondweißes Gewand. Shangguan Yi stand im Morgenlicht, ihre Gesichtszüge von anmutiger Schönheit, ihr Lächeln strahlend vor frühlingshafter Wärme.
"Sehen."
Eine blassgelbe Gestalt eilte herbei.
"Schwester Agui!"
Der kleine Mann stürzte sich auf sie und schleuderte sie zwei Schritte zurück.
"Wah—" Das Weinen war ohrenbetäubend, so voller Groll.
"Es tut mir leid, ich habe Ah Hui da hineingezogen", tröstete sie ihn sanft.
»Schwester Agui ist kein Monster, sie ist kein Monster –« schluchzte das kleine Mädchen, Tränen rannen ihr über das Gesicht, sie zitterte und hatte Schluckauf.
Wenn dieser gegenseitige Schutz echt wäre, wie wunderbar wäre das!
„Weine nicht, weine nicht, es ist alles nur ein Missverständnis.“ Sanft tätschelte sie den kleinen Körper in ihren Armen und senkte die Wimpern. „Es heißt ja: ‚Nach dem Schlimmsten kommt das Beste‘, vielleicht haben Ah Hui und ich bald Glück.“
"Glück?" Der kleine Mann hob den Kopf.
Sie hockte sich hin: „Was hat Ah Hui in die Zentralebene geführt?“
Tränen traten ihr in die Augen: „Ich suche meine Schwester.“
Nachdem Yu Zigui dem kleinen Mann die Tränen abgewischt hatte, drehte er ihn so um, dass er in die Richtung blickte, aus der die Frühlingssonne schien.
"Schau mal, wer das ist?"
Eine Träne rann ihr über die Wange, und Ah Hui stand ausdruckslos da, ihre azurblauen Augen blitzten vor einer Vielzahl von Emotionen auf.
„Sieht es so aus?“, flüsterte mir jemand ins Ohr.
Bild.
"Das ist die junge Herrin von Jade Sword Manor."
Kein Wunder, dass „Mutter“ diesen Plan gegen uns eingesetzt hat; sie hatte bereits erraten, dass wir uns im Jade Sword Manor befanden.
„Aber ihr Name ist nicht A-Hui.“
„Was rufst du an?“, fragte sie. Als sie merkte, dass ihre Stimme zu ernst klang, zitterte das kleine Mädchen plötzlich. So würde ein Kind reagieren; ihr Gesichtsausdruck veränderte sich blitzschnell, und im Nu rannen ihr Tränen über die Wangen.
"Meine Schwester..." Sie weinte so heftig, dass sie nicht sprechen konnte; sie war so bemitleidenswert.
„Ihr Name ist Liu Wushuang.“
Liu, Liu Wushuang, Liu Ti.
Ja.
Sie ist es!
Die kleine Gestalt unterdrückte die Tränen, wischte sie sich weg und enthüllte dabei ein Paar leuchtend blaue Augen unter ihrem Ärmel.
"Ah Hui, wo bist du?", rief jemand ängstlich aus der Ferne. "Ah Hui –"
„Mutter! Ah Hui ist da!“
Schnell, schnell, sie hat es geschafft! Augen lügen nicht; das ist die echte Yu-Frau.
„Mama!“, rief das Kind aufgeregt, sobald sie den Hof betraten. „Ah Hui ist da! Hier!“
Hinter ihr stand die Person hinter ihr; sie deutete mit den Augen.
Dann trafen zwei Paare identischer, wunderschöner Augen aufeinander.