Глава 58

Plötzlich ertönte ein seltsames, klirrendes Geräusch in meinen Ohren.

Es fühlte sich an, als würde ihr die Brust zerrissen. Sie blickte hinunter und sah einen schwarzgefiederten Pfeil, der mit perfekter Präzision ihre linke Brust durchbohrte.

Die wilden Flammen quollen aus ihrer schneeweißen Haut, verschlangen ihr zartes Mieder und raubten ihr all ihre Freude. Sie hatte nicht einmal Zeit, einen Hilferuf auszustoßen, bevor sie wie ein verwundeter Jungvogel von den Wolken stürzte.

Die Welt drehte sich um mich, und ich war untröstlich.

Sie rollte eine unbestimmte Zeit lang, bevor sie inmitten eines hastig zusammengewürfelten Steinhaufens und Gerölls zum Stehen kam. Der brennende Schmerz ließ ihre Sicht blutunterlaufen, und durch die verschwommene Stille hindurch glaubte sie, jemanden neben sich kommen zu sehen, der ihre Verletzungen untersuchte.

Es tut weh, es tut so weh...

"...mitten ins Herz", hörte sie jemanden berichten.

Hilf mir, hilf mir...

Sie streckte sehnsüchtig die Hand nach dem Mann aus, aber ihr ganzer Körper fühlte sich an, als würde er von Flammen versengt, und sie konnte nichts tun und keinen Laut von sich geben.

Dann hörte sie eine vertraute Stimme.

„Diese Frau ist gerissen. Lasst uns ihre Wunde noch einmal aufstechen, um zukünftigen Ärger zu verhindern.“

Im selben Augenblick hatte sie nicht einmal mehr die Kraft zu denken.

Warum? Das wollte sie unbedingt fragen.

Ein kalter Glanz blitzte auf, und ein scharfer Dolch durchbohrte ihre Brust mit einem dumpfen Schlag.

Kristallklare Tränen rannen über ihre langen Wimpern.

Das Schlimmste auf der Welt ist nicht, dass dein Schwarm dich nicht mag, sondern dass er/sie behauptet, dich zu mögen, während er/sie insgeheim plant, dich umzubringen.

Das Verzweifeltste auf der Welt ist nicht, dass dein geliebter Mensch jemanden beauftragt, dich zu töten, sondern dass er Angst hat, dass du nicht sterben wirst und deine Wunden mit eigenen Händen erneut aufreißen will.

Schließlich verlor sie jegliche Hoffnung und wollte weder atmen noch aufwachen.

Pang Wan starb am zehnten Tag des sechsten Monats. An diesem Tag trug sie ein feenhaftes weißes Gaze-Kleid, tanzte einen anmutigen und bewegenden Tanz und stürzte sich auf prachtvolle Weise in den Abgrund.

Eine Stunde zuvor hatte sie ihrem Liebsten noch Zärtlichkeiten ins Ohr geflüstert und davon geträumt, den Rest ihres Lebens mit ihm zu verbringen.

Pang Wan starb im wohl perfektesten Moment ihres Lebens.

(Die weiße Lotusblütenrolle ist fertig)

Anmerkung des Autors: Gut, ihr habt bekommen, was ihr wolltet.

Mein erster Kuss war dahin, und ich verlor auch mein Leben. Wie schon jemand sagte: Die letzte Mahlzeit vor dem Tod ist immer die beste.

P.S.: Die nächste Folge startet erst in ein paar Tagen, ich muss mich erstmal ausruhen. Diese hier sollte euch doch genug quälen, oder? Hehe.

【Phönix-Schriftrolle】

Kapitel Elf

Rote Kleider wachsen an Maulbeerbäumen

Der Wüstensand ähnelt Schnee, und die Flussschleifen gleichen sichelförmigen Monden.

So wie sich niemand vorstellen konnte, dass Blumen aus Felsspalten sprießen könnten, wusste auch niemand, dass tief in der weiten Wüste ein so schöner Fluss existieren könnte.

Der klare und ruhige Emerald River gleicht einem Jadegürtel.

Wie üblich lag Sang Shangsheng unter dem Bootsverdeck und sonnte sich.

Es ist bereits Spätherbst, und der Winter naht in wenigen Tagen. Es wird nicht mehr viele so ruhige Tage geben.

Das gemächliche Tempo hielt nicht lange an, bis plötzlich das Geräusch raschelnder Schritte an ihre Ohren drang. Es klang, als wären es zwei Personen, von denen eine ein Meister der leichten Fußarbeit war.

—Nachdem ich so lange einsam war, werde ich nun endlich nützlich sein?

Während er das dachte, konnte er sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen und schob sich beiläufig seinen Strohhut auf den Kopf.

"Bootsmann, wir müssen den Fluss überqueren."

Vor ihm erschien ein junger Mann in Schwarz mit kaltem Gesichtsausdruck.

Nicht weit hinter ihm rannte ein junges Mädchen mit zwei zu Duttfrisuren hochgesteckten Haaren, schwer atmend und schweißbedeckt, wahrscheinlich weil sie es eilig hatte.

„Jetzt ist nicht meine Zeit zu arbeiten.“

Sang Shangsheng warf dem jungen Mann einen lässigen Blick zu, ohne die Absicht, ihm Beachtung zu schenken – er verabscheute diese Art von verwöhntem jungen Herrn.

Niemand hat nach deiner Meinung gefragt.

Ein blendend weißes Licht blitzte auf, und ein scharfes Schwert wurde an seinen Hals angelegt; noch einen Zentimeter tiefer, und es würde seine Kehle durchbohren.

"Ich brauche nur Ihr Schiff."

Der Junge beendete seinen Satz ausdruckslos, dann wollte er mit einer schnellen Handbewegung das kalte Schwert in das Fleisch des Jungen stoßen.

"Älterer Bruder, hör auf!"

Ein plötzlicher, süßer Schrei hielt Sang Shangsheng davon ab, seinen vorbereitenden Schritt auszuführen.

Er verdrehte die Augen und betrachtete den Sprecher mit großem Interesse.

Das Mädchen blickte den Jungen in Schwarz ängstlich an. Wahrscheinlich hatte sie sich noch nicht vollständig erholt; ihr Gesicht war kreidebleich, und ihre Brust hob und senkte sich heftig.

„Er ist nervig.“ Die Klinge des Schwertes erstarrte in der Luft, ein Anflug von Missfallen huschte über das hübsche Gesicht des jungen Mannes.

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