Arts anciens et merveilleux - Chapitre 142

Chapitre 142

Damals hatte er mit seinem ersten Instinkt Recht; sie war nicht Lan'er.

Heute jedoch hat sie Lan'ers Position eingenommen.

Während des Gesprächs hielt die Kutsche vor dem Eingang der Residenz des Prinzen von Yan. Zhao Dezhao stieg als Erster aus, drehte sich um und trug Wanlan hinunter in die Residenz.

Wanlan war völlig fassungslos.

Zhao Dezhaos Verhalten wurde sehr seltsam. Er mied sie überhaupt nicht. Sie glaubte, dass alle Bediensteten im Anwesen des Prinzen von Yan genauso verblüfft gewesen sein mussten wie sie selbst, als sie die beiden Hand in Hand in den Innenhof gehen sahen.

„Zhao Dezhao…“

Sie betraten einen Raum, der wie ein Arbeitszimmer aussah. Wanlan beobachtete, wie der Mann, der den ganzen Weg über geschwiegen hatte, die Tür schloss. Er drehte sich um und sah sie lange schweigend an, bevor er lächelte. „Damals in Zhuozhou habe ich dir doch eine Antwort versprochen, nicht wahr?“

Und was ist Ihre Antwort?

Zhao Dezhao lächelte, schwieg aber und schob sie auf einen Stuhl, während er sich rechts neben sie setzte. Dann fragte er sie: „Erst einmal eine Frage an dich. Weißt du, was passiert wäre, wenn ich nicht verschwunden wäre?“

„Nicht verschwinden? Was meinen Sie damit?“

"Selbst wenn ich weiterhin hier lebe, weiterhin Untertan der Song-Dynastie bin und die historischen Aufzeichnungen gewaltsam umstürze, wissen Sie, welche Konsequenzen das haben wird?"

Wanlan runzelte die Stirn; über diese Frage hatte sie noch nie nachgedacht.

Dank des „Propheten“ schien sie ständig mit dem ihr bekannten historischen Wissen beschäftigt zu sein und bewahrte eine gelassene Haltung gegenüber der Welt. Da sie den Ausgang kannte, erwartete sie ihn ruhig. Obwohl sie einiges ändern wollte, dachte sie doch nie daran, den bekannten Ausgang zu verändern.

Was sie ändern wollte, war immer nur ein Prozess.

Doch was Zhao Dezhao nun ändern will, ist ein Ergebnis.

"Ich...ich weiß es nicht."

Sie blinzelte verständnislos und blickte dann zu ihm auf. „Du hängst sehr an dieser Welt, nicht wahr? Wenn du wirklich nicht weg willst, dann bleib und schau, was passiert.“

Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, es ist besser als der Tod.

Schlimmer als der Tod kann es doch nicht sein, oder?

„Ich schätze diese Welt sehr.“

Er lächelte leicht. Wanlan hatte noch nie ein so vielschichtiges Lächeln auf dem Gesicht dieses Mannes gesehen, voller Zärtlichkeit und Wärme. Er war heute wirklich anders.

„Ich zögere, diesen Ort zu verlassen, weil es hier Menschen gibt, die mir sehr am Herzen liegen.“

Während er sprach, streckte er die Hand aus und streichelte sanft ihr Gesicht. Seine tiefen Augen waren voller Sehnsucht, als wollte er flüstern: „Weißt du? Ich habe sie einst sehr, sehr geliebt. Ich habe geschworen, sie mit meinem ganzen Leben zu ehren und zu beschützen, aber am Ende habe ich sie ohne zu zögern verraten. Ich kann ihr die Liebe, die sie mir in diesem Leben entgegenbringt, niemals zurückgeben.“

Wanlan war etwas verlegen. Plötzlich griff sie nach seiner großen Hand, die über ihr Gesicht fuhr, und fragte ängstlich: „Zhao Dezhao, was ist los?“

Wie aus einem Blitz erwacht, zog Zhao Dezhao langsam seine Hand zurück, lächelte sie leicht an, stand auf und ging zum Bücherregal, um ein Buch herauszunehmen.

„Ich habe dich heute nur hierhergebracht, damit Defang dieses Buch wiederfindet. Du kannst es ihm zurückbringen.“

Sie nahm das Buch teilnahmslos entgegen und starrte ihn weiterhin an.

"Zhao Dezhao, sag mir, was los ist?"

Er griff nach ihren Schultern und schob sie zur Tür des Arbeitszimmers. „Es war nur ein flüchtiger Gedanke, nichts Schlimmes. Du solltest jetzt zurückgehen; Defang müsste inzwischen auf dem Heimweg sein.“

„Geht es dir wirklich gut?“ Warum war sie so aufgeregt?

„Es ist wirklich nichts.“ Sein Lächeln war noch nie so warm gewesen.

Wanlan drehte sich langsam um und trat, von Zweifel erfüllt, über die Schwelle – „Lan'er“.

Sie drehte sich um und blickte in sein näherkommendes Gesicht; in seinen Augen spiegelten sich tiefe Sehnsucht und Zuneigung.

Sie war entsetzt.

"Sei glücklich."

Das sagte er, beugte sich dann vor und küsste sie zärtlich und liebevoll auf die Stirn. Im nächsten Moment packte er sie mit seiner großen Hand an der Schulter und schob sie aus dem Arbeitszimmer, wobei sich die Tür im selben Moment schloss.

Im Inneren des Zimmers waren seine heiseren Flüsterlaute zu hören.

"Lasst uns zurückgehen."

Wanlan kehrte benommen zur Villa des Prinzen zurück.

Zhao Dezhao verhielt sich heute sehr seltsam. Worüber genau hatte er mit dem kaiserlichen Onkel gesprochen? Plant er etwa wieder etwas Drastisches? Warum sonst stellte er ihr so viele Fragen?

Er sagte, er hänge an dieser Welt und wolle sehen, was passieren würde, wenn er nicht stürbe.

Ihm wird es also gut gehen.

Rechts?

Auf den Stufen vor dem Anwesen des Qin-Königs wartete am Fuße der Treppe ein Mann mit einer angeborenen Sanftmut und einem leichten Lächeln auf sie.

„Wanlan“.

Sie blieb stehen, neigte den Kopf leicht, um ihn aus der Ferne anzusehen, ihre hellen Augen voller Verwirrung. Plötzlich hatte sie das Gefühl, die Welt sei so unwirklich geworden, als würde alles spurlos verschwinden, wenn sie die Augen schloss.

War es ein Traum?

Wie konnte das alles gerade jetzt so unklar werden?

Plötzlich traf sie eine kühle Berührung im Gesicht und ließ sie zusammenzucken. Ihre verschwommene Welt klärte sich abrupt auf, und er, der auf den Stufen gestanden hatte, war irgendwie heruntergekommen. Seine kühlen Fingerspitzen wischten ihr die Wassertropfen vom Gesicht, und er fragte sie ganz, ganz langsam:

"Warum weinst du?"

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