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Band Eins: Vorspiel zum Eintritt in die Song-Dynastie, Eine Hochzeit durch Zeit und Raum
Im achten Jahr der Kaibao-Ära wurde Bianjing (Kaifeng) gegründet.
Yuxing-Straße, zehn Meilen roter Brautzug.
Der Hochzeitszug erstreckte sich in einer langen, gewundenen Reihe und führte zu dem Ort, an dem ihre Zukunft von allem abhing. Obwohl sie wusste, dass es ihre eigene Entscheidung war, regte sich in ihrem einst so entschlossenen Herzen Groll, sobald der rote Schleier gelüftet wurde.
Ursprünglich war sie die sanftmütigste Frau im tiefen Palast, die die Etikette kannte und wusste, wann sie vorrücken und sich zurückziehen musste. Sie liebte einen Mann, doch sie hätte nie gedacht, dass der Mann, der ihr gehörte und ihr alles bedeutete, sie eines Tages weit weg verlassen und sie verwirrt und vergessen am selben Ort zurücklassen würde.
Sobald ihr Herz erobert ist, brechen alle unterdrückten negativen Gedanken wie ein entfesselter Tiger hervor und verschlingen sie augenblicklich vollständig.
Sie umklammerte den kostbaren Jadeanhänger in ihrer Handfläche und riss sich im selben Moment, als sie den Kopf hob, den Schleier vom Kopf. Ihr wunderschönes, frostbedecktes Gesicht, von erlesener Eleganz, kam zum Vorschein. Sie blickte zur Seite, hob den roten Schleier neben sich und ließ alle Konventionen fahren, um ihr Antlitz allen Anwesenden außerhalb der Sänfte zu präsentieren. Ihr einst warmes Herz war nun durch ihre eigenen Hände in einen bodenlosen Abgrund gestürzt worden.
Sie wird es allen, die mit ihrer Ehe zu tun haben, leid tun lassen.
Von diesem Tag an heißt sie nicht mehr Prinzessin Deqing, sondern Prinzessin Qin.
Die Gemahlin des Königs von Qin, den sie am meisten hasste!
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Es war ein wunderschöner und zugleich peinlicher Frühlingstraum.
Die Szene in ihrem Traum war äußerst verführerisch. Es war ein Zimmer, das wie ein Brautgemach geschmückt war, mit mehreren Lagen roter Vorhänge. Zuerst sah sie nur ein Erröten, doch dann drang das trübe Licht durch den roten Schleier, der ihr Gesicht verhüllte, und fiel in ihre Augen. Sie fragte sich, ob sie ihren ersten Angriff nicht überlebt hatte und bereits in der Unterwelt wiedergeboren worden war. Warum sonst sollte sie die Illusion haben, eine Braut zu sein?
Gerade als sie überlegte, den roten Schleier von ihrem Haupt zu nehmen, schien er sich wie von selbst zu entfernen, als ob er ihre Wünsche erahnt hätte. Sie hielt inne, blickte überrascht auf und dann – sah sie ihn.
Er trug ein weites rotes Gewand und einen breiten, weichen Gürtel um die Taille, der mit mehreren gleich großen Jadesteinen besetzt war. An den leuchtend roten Quasten des Gürtels hing eine silberne Plakette, die blendend hell erstrahlte. Das Licht war so hell, dass sie die Augen kaum öffnen konnte. Unbewusst griff sie nach der Plakette, bedeckte sie mit der Hand und hob dann den Kopf, um ihn anzusehen.
Doch so sehr sie sich auch bemühte, sein Gesicht konnte sie nicht deutlich erkennen. Etwas unruhig stupste sie das Bein aus und stand auf. Aber auch diese Bewegung machte sein Gesicht nicht klarer. Das Einzige, was sie deutlich sehen konnte, waren ein Paar lächelnde, sanfte Augen und Lippen, die sich im Dunst leicht nach oben zogen.
„Wenn es dir gefällt, gebe ich es dir.“ Seine Stimme war sehr angenehm. Kaum hatte er das gesagt, griff er nach ihrer Hand, die auf dem silbernen Abzeichen an seiner Hüfte ruhte, und legte sie darauf. Mit einem leichten Zug nahm er das Abzeichen ab und hielt nun beides – Abzeichen und Hand – in seiner Handfläche.
Sie öffnete den Mund, als wollte sie etwas sagen, aber sie brachte keinen Laut hervor.
„Du musst nach dem langen Tag müde sein, du solltest dich etwas ausruhen.“
Das Einzige, was ihre Aufmerksamkeit fesselte, war der Blick des Mannes, dem sie schnell auswich. Er ließ ihre Hand los, drehte sich um und wollte gerade gehen, als sie in Panik geriet. Sie griff nach seiner Hand und packte sie fest. Ihre Handfläche brannte vor Schmerz von der silbernen Medaille in ihrem Inneren, doch sie weigerte sich, loszulassen.
Der Mann schien zu seufzen, legte dann seinen anderen Arm um ihre Schulter und zog sie in seine Umarmung. „Das wirst du bereuen.“
Sie verstand es nicht. Was gab es da zu bereuen? Nein, sie bereute nichts. Waren sie nicht verheiratet? Wohin wollte er dann gehen? Da es sich um einen Traum handelte, wollte sie ihn zu Ende erleben, wenigstens sein Gesicht deutlich sehen.
Alles ging so schnell. Im einen Moment war sie noch in seinen Armen, im nächsten lag sie auf ihm, ihr Brautkleid abgelegt. Sie konnte sein Gesicht noch immer nicht richtig erkennen, doch seine warmen Augen hatten sie d
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