Obwohl Lu Yun schwer zu töten ist, kann er letztendlich doch getötet werden!
Zum ersten Mal erkannte Lu Yun, dass seine Vorhersagen falsch waren.
So furchterregend Telekinese auch sein mag, sie kann das menschliche Herz nicht ergründen.
Seine Fähigkeiten hätten sich weiterentwickeln sollen.
Man muss zumindest die mentale Kraft bis zur vierten Stufe entwickeln – der Fähigkeit, Objekte mit mentaler Kraft zu manipulieren.
Selbst wenn die Armee mit Armbrüsten angreift, wird er in Sicherheit sein.
Anders als heute, wo ein einziges falsches Wort den sicheren Tod bedeuten kann...
Kurz nach dem Bankett blieben die Generäle Zhang Jie und andere in der neu gegründeten Präfektur Xi’an zurück, während Zhong Shidao mit seiner Armee in die Hauptstadt marschierte, um die Gefangenen zu präsentieren. Lu Yun und Lu Da begleiteten die Armee.
Lu Da, einer der 108 Helden von Liangshan, wurde nun in Lu Yuns Kommando versetzt und ist jetzt ein Schüler seines Tianji-Pavillons.
Lu Da war natürlich überglücklich, Untergebener einer so außergewöhnlichen Persönlichkeit wie Lu Daoren zu werden. Er erhielt nicht nur Belohnungen, sondern auch einen Beamtenposten fünften Ranges, was bedeutete, dass Liangshan bald ein Mitglied weniger haben würde.
Da Lu Yun nun das Oberhaupt des Tianji-Pavillons am Kaiserhof ist, betrachtet er die 108 Helden von Liangshan aus der Originalgeschichte als Rebellen. Bevor Liangshan sich erhebt, will er jene rekrutieren, die ihm für seine Sache nützlich sein können. Später will er nur noch auf den Aufstand der Liangshan-Rebellen warten und sie dann vernichten.
Nach mehrtägiger Reise kamen sie schließlich in der Hauptstadt an.
Zhong Shidao führte seine gepanzerten Soldaten in die Stadt, um die Gefangenen zu präsentieren. Der Kaiser selbst empfing sie zusammen mit zivilen und militärischen Beamten am Xuande-Tor und demonstrierte so eindrucksvoll seine kaiserliche Macht.
Zhong Shidao, überglücklich, erzählte von den Schlachten der vergangenen Monate und befahl dann A-Mai, Kaiserinwitwe Liang und anderen, vorzutreten und sich zu entschuldigen.
Die Höflinge priesen die Leistungen des Kaisers, und Kaiser Zhezong war überglücklich und sprach: „Lasst die verdienten Soldaten der Armee vortreten, um ihre Belohnungen entgegenzunehmen!“
Jeder der Generäle erhielt seine Belohnung und strahlte vor Freude.
Lu Yun gehörte zu den Beamten, die Belohnungen erhielten, und er begegnete zum ersten Mal dem legendären Kaiser Zhezong der Song-Dynastie, dem Wiederhersteller der Song-Dynastie.
Wie die Geschichte berichtet, war Kaiser Zhezong tatsächlich schwer krank. Seine ursprünglich blasse Hautfarbe hatte sich durch den freudigen Anlass leicht gerötet.
Nach Lu Yuns Ansicht würde Kaiser Zhezong wahrscheinlich nicht länger als drei Jahre leben.
Drei Jahre später starb der letzte weise Herrscher der Song-Dynastie, und Kaiser Huizong bestieg den Thron. Die Tage der Song-Dynastie neigten sich dem Ende zu. Dann kam es zur Rebellion von Song Jiang und Fang La. Die Jahre der Nördlichen Song-Dynastie lassen sich an einer Hand abzählen.
»Jetzt, wo ich hier bin, wird sich alles ändern!« dachte Lu Yun bei sich.
Seine mentale Kraft muss den Durchbruch geschafft haben.
Zixia Kung Fu hätte ebenfalls einen Durchbruch erzielen sollen.
------------
Kapitel Vierzehn: Objekte kontrollieren, angeboren
Kapitel Vierzehn: Objekte kontrollieren, angeboren
Die vierte Anwendung der Telekinese – die Fähigkeit, Objekte telekinetisch zu manipulieren – sollte ebenfalls weiterentwickelt werden. (Keine Pop-up-Werbung)
Alles hat sich ganz natürlich ergeben.
Im Laufe von neun Jahren machte Lu Yun Schritt für Schritt Fortschritte, meisterte das fotografische Gedächtnis, das telekinetische Scannen und das telekinetische Schachspiel und hat nun endlich das Reich der telekinetischen Manipulation erreicht.
Spirituelle Einmischung in die Materie, beginnend heute.
Lu Yun streckte die Hand aus und ließ einen kleinen Stein emporsteigen.
In einem neu angelegten Garten in Bianjing, der Hauptstadt der Song-Dynastie, bebte ein kleiner Stein und flog empor.
Der kleine Stein flog sehr, sehr langsam, zitternd und unruhig, scheinbar verängstigt. Er bewegte sich mühsam und mit großer Anstrengung durch die Luft. Zudem waren seine Bewegungen völlig unberechenbar; mal flog er nach rechts, mal nach links, mal sprang er hoch, mal stürzte er beinahe in den See.
Der kleine Stein, der in der Luft schwebt, sieht aus wie eine gefesselte alte Frau ohne Orientierungssinn.
„Das zwingt mich, meine volle Kraft einzusetzen!“, sagte Lu Yun ausdruckslos und befahl seinen Dienern, einige hölzerne Zielscheiben zu bringen und sie drei Zhang vor ihm aufzustellen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Das kann man immer üben.
Anfangs lief es nicht reibungslos. Lu Yun stand drei Zhang entfernt und konnte das Ziel nicht einmal treffen.
Das ist eine Schande für einen Meister.
Er konnte mit geschlossenen Augen ins Schwarze treffen, wenn er Steine warf, aber er konnte die Steine nicht mit seinen Gedanken kontrollieren, was Lu Yun ein Gefühl der Absurdität vermittelte.
Das ist wirklich unglaublich...
Er bearbeitete den Stein weiter.
Ein kleiner Stein.
Zwei kleine Steine.
Fünf kleine Steine.
Offenbar hatten diese kleinen Steine Angst, ihr Flugleben zu beenden. Sie sausten von allen Seiten durch die hölzerne Zielscheibe, bevor sie zu Boden fielen und regungslos im Gras liegen blieben.
"Ungehorsames kleines Ding!" Lu Yun schüttelte den Kopf, dann regten sich seine Gedanken erneut.
Diesmal traf der kleine Stein endlich ins Schwarze.
Lu Yun hatte Erfolg...
Als ich zum Himmel aufblickte, war es bereits Mittag.
„Schon zwei Stunden sind vergangen! Wie die Zeit vergeht!“, rief Lu Yun, dehnte sich und lockerte seine Muskeln, bevor er sein Training fortsetzte. [Um die neuesten Kapitel dieses Buches zu lesen, besuchen Sie bitte …]