Kapitel 271: Ich zeige dir, was ich draufhabe, und nehme dich mit zum Fliegen
Einen Tag später.
Lu Daoren brach von Hangzhou auf und fuhr in Richtung Linyi.
Er wurde von sechs weiteren Personen begleitet.
Einer davon ist der junge Protagonist Wu Xie, ein anderer ist Wu Xies dritter Onkel Wu Sansheng und der dritte ist der lüsterne alte Mann, der die Karte liefert.
Die übrigen drei wurden alle von Wu Sansheng mitgebracht: Pan Zi, A Kui und Xiao Ge aus dem Originalroman.
In Lu Daorens Augen waren Pan Zi und A Kui einfach nur gewöhnliche Menschen, die gewöhnlichsten aller gewöhnlichen Menschen.
Zhang Qiling weckte jedoch Lu Daorens Neugier.
Es gibt keinen anderen Grund, als dass dieser junge Mann spirituelle Wurzeln besitzt.
Nach Lu Daorens Ansicht hat es eine Wurzel im Element Wasser.
Menschen mit spirituellen Wurzeln sind weltweit äußerst selten, vielleicht nur einer unter Zehntausenden. Für einen Nebencharakter in einer kleinen Welt ist es jedoch durchaus nachvollziehbar, dass er spirituelle Wurzeln besitzt.
Wenn er zusätzliche Rüstung hätte, könnte dieser Kerl sich glatt eine Wasserrüstung herbeizaubern...
Wie Liu Xuan aus dem Meerjungfrauenreich...
Das erklärt auch sein Aussehen: Er ist schön, gutaussehend und besitzt einen Hauch von ätherischem Charme!
Es ist ein Hit bei Männern und Frauen gleichermaßen...
Auf seinem Rücken trug er eine lange Kiste aus Kampferholz, die fest in Stoff eingewickelt war, sodass nur ein Deckel sichtbar war.
Das war eine Schwertkiste, in der wertvolle Schwerter oder Säbel aufbewahrt wurden.
Dies verlieh dem jungen Mann auch einen Hauch der Ausstrahlung eines uralten, unsterblichen Schwertkämpfers.
Natürlich nur ein paar Punkte.
Jemand wie Lu Daoren ist ein wahrer Schwertunsterblicher; mit einem Gedanken kann sein fliegendes Schwert Menschen aus tausend Meilen Entfernung töten.
Der Schwertunsterbliche ist jedoch nur eine seiner Identitäten; er hat noch viele weitere...
"Meister, der Fernbus ist abfahrbereit!"
Als Wu Sansheng seine Männer die Werkzeuge für die Grabräuberei vorbereiten ließ, ging er auf Lu Daoren zu und sprach respektvoll mit ihm.
"Fernbus? Was ist das?"
Meister Lu kicherte und schüttelte den Kopf.
Er hatte kein Interesse an Fernbussen.
„Meister, wenn wir mit dem Flugzeug reisen würden, hätten wir wahrscheinlich große Schwierigkeiten, die Sicherheitskontrolle zu passieren!“
Wu Sanshengs Gesichtsausdruck veränderte sich leicht, was deutlich zeigte, dass er Lu Daorens Bedeutung missverstanden hatte.
Eine Fahrt mit dem Fernbus kann zwar anstrengend sein, ist aber wesentlich sicherer.
Wenn sie jedoch mit dem Flugzeug reisen würden, könnten sie die Sicherheitskontrolle nicht allein passieren.
Es ist zu beachten, dass sie diesmal mehrere Schusswaffen mitgebracht haben.
Sie begaben sich auf eine archäologische Expedition, nicht um ein Flugzeug zu entführen...
"Fangschreckenkrebse, kommt heraus!"
Lu Daoren durchschaute Wu Sanshengs Gedanken auf einen Blick. Er erklärte nichts, sondern winkte nur mit der Hand, und ein göttliches Wesen erschien vor allen Anwesenden.
Mit einer Höhe von etwa drei Zhang und zwei Flügeln auf dem Rücken strahlt es auf den ersten Blick ein immenses Gefühl der Bedrückung aus.
Wu Sanshengs Gesichtsausdruck veränderte sich augenblicklich.
Selbst der sonst so gefasste junge Mann zeigte in diesem Moment einen vorsichtigen Gesichtsausdruck.
Der Grund ist einfach: Dieses Monster ist viel zu leise aufgetaucht.
Darüber hinaus hatten sie die Vorahnung, dass selbst der Einsatz von Messern und Schusswaffen zur Bekämpfung des Problems möglicherweise nicht effektiv sein würde.
"Bitte keine Panik, alle zusammen. Das ist mein Reittier, das göttliche Tier Qiongqi. Es ist sehr zahm und wird nicht beißen!"
Lu Daoren sprach langsam.
Das kleine Monster verdrehte die Augen.
Es wollte nicht sterben, wie hätte es es also wagen können, ungehorsam zu sein?
Sein Herr war ein wildes Tier in Menschengestalt; wenn es erst einmal richtig losging, fürchtete sich sogar der Herr selbst...
„Qiongqi?“
Das Wort löste erneut einen Schock in den Ohren aller Anwesenden aus.
Qiongqi, ein wildes Ungeheuer, ist eine bösartige Gottheit der chinesischen Legende, die das Gute unterdrückt und das Böse fördert. Sie ähnelt einem Tiger mit Flügeln, jault wie ein Hund und ernährt sich von Menschen. Man sagt, Qiongqi fliege oft zum Schauplatz eines Kampfes und beiße demjenigen, der im Recht sei, die Nase ab; begehe jemand eine böse Tat, fange Qiongqi wilde Tiere und gebe sie ihm, um ihn zu weiteren Untaten anzustiften.
Dies ist eines der vier großen wilden Tiere, zusammen mit Taotie, Chaos und Taowu. Es hat absolut nichts mit göttlichen Bestien zu tun.
Als sie jedoch das über zehn Meter große, riesige Tier vor sich sanft neben dem taoistischen Priester liegen sahen, hatten sie unbewusst das Gefühl, dass es sich um ein göttliches Tier handeln könnte.
"Komm rauf, ich nehme dich mit in den Himmel und lasse dich fliegen!"