Er hat den Konfuzianismus am intensivsten studiert, weiß am meisten und ist der Wahrheit am nächsten.
Die Worte dieses taoistischen Lu mögen verräterisch erscheinen, doch tatsächlich stimmen sie sehr wohl mit den Gedanken der konfuzianischen Weisen der vor-Qin-Zeit überein.
Aber jetzt ist es der Neo-Konfuzianismus.
Die Han-Dynastie verehrte den Konfuzianismus, dessen Ursprung in Dong Zhongshu liegt.
Ist der Konfuzianismus der vor-Qin-Zeit überholt...?
Er konnte nicht anders, als seine Tochter anzusehen.
Es wäre zu grausam, den Charakter einer so lebhaften Tochter aufgrund des Sprichworts „Der Ehemann ist das Oberhaupt des Haushalts“ einzuschränken.
Er dachte darüber nach und entwickelte einige Ideen.
Sie schritten nicht ein, um Lu Daorens Rede zu unterbrechen.
Lu Yun erörterte anschließend die Ideen des Mencius.
Das Volk ist am wichtigsten, der Staat kommt an zweiter Stelle und der Herrscher ist am wenigsten wichtig.
Dieser Mencius war in seinen Ansichten noch entschlossener. Wie ein fahrender Ritter zog er unter den Königen umher, verbreitete seine Ideen und verspottete sie oft so sehr, dass die Könige ihre Gesichter verhüllten und sich abwandten, um über andere Dinge zu sprechen.
Mencius war der Ansicht, dass das Volk am wichtigsten sei, der Herrscher hingegen am wenigsten.
Es eignet sich perfekt für subtile, allmähliche Beeinflussung.
Solange es den Menschen gut geht, wen kümmert da schon irgendeine Dynastie?
Mit anderen Worten: Wenn ich es schaffe, dass die Menschen in Frieden und Wohlstand leben, kann ich dem König den Thron abnehmen.
Diese Worte verblüfften Cao Mengde und Yuan Shao.
Cao Mengde schien in tiefe Gedanken versunken zu sein.
Yuan Shao wies es mit Verachtung zurück.
Auch Lu Yun schien in tiefe Gedanken versunken zu sein.
Obwohl Cao Cao einen Vater hatte, wurde er von den Adelsfamilien dennoch als Bürgerlicher betrachtet. Dadurch sammelte er viele Erfahrungen und entwickelte ein tiefes Verständnis für das Leid der Armen.
Yuan Shao, dessen Familie seit vier Generationen hohe Ämter innehatte, war die mächtigste aller Adelsfamilien. Wie hätte er sich da Gedanken um das einfache Volk machen können?
Das Ventil ist von größter Wichtigkeit.
Die Familie ist das Wichtigste.
Yuan Shao verachtete es natürlich.
Wenn es nicht um Lehrer Cai gegangen wäre, hätte er ihn als verkommen bezeichnet und wäre dann weggegangen.
Nachdem sie eine Stunde lang über den Dao diskutiert hatten, gingen Cao Mengde und Yuan Shao gemeinsam weg.
Lu Yun konnte deutlich sehen, dass die beiden Brüder trinken gegangen waren.
Es war wirklich mein Freund aus Kindertagen.
Das sind wirklich gute Brüder.
Die beiden Männer tranken ihren Wein und tauschten sich über ihre Meinungen zu dem aus, was Lu Yun soeben gesagt hatte.
Die beiden hatten eine Meinungsverschiedenheit.
Cao Mengde stimmte einigen Punkten zu, Yuan Shao hingegen war völlig anderer Meinung.
Nach langem Streit fingen sie wieder an zu trinken.
Lu Daorens Gedanken müssen unsere Brüderschaft nicht beeinträchtigen.
Was sie jedoch wirklich dachten, wussten nur die beiden.
Vielleicht driften wir immer weiter auseinander...
Im Haus der Familie Cai sahen Cai Yong und Lu Yun den beiden beim Weggehen zu. Nach einem Augenblick seufzte Cai Yong und sagte: „Mitstreiter Lu, du hast meinen Schüler verdorben!“
Lu Yun lachte und sagte: „Wer kann schon das Gute und das Schlechte, die Yin- und Yang-Wechselwirkungen jeder Sache vollständig erkennen?“
Ein Verlust kann sich als Glück im Unglück erweisen.
Cai Yong dachte einen Moment nach, lächelte dann plötzlich und sagte: „Ich habe eine Bitte, und ich hoffe, dass der daoistische Mitstreiter Lu sie mir erfüllen wird.“
"Was ist das?", fragte Lu Yun überrascht.
Was für eine Angelegenheit veranlasste Cai Yong, einen bedeutenden konfuzianischen Gelehrten, sie so ernst zu nehmen?
Obwohl er telekinetische Fähigkeiten besaß und in seinen Rechenkünsten unübertroffen war, konnte er nicht herausfinden, was dieser große Gelehrte dachte.
Das menschliche Herz ist unberechenbar.
„Ich werde meine Tochter als meine Schülerin annehmen.“ Cai Yong starrte Lu Yun aufmerksam an.
"..."
Lu Yun dachte lange nach, konnte aber keine solche Bitte formulieren.
Das wäre peinlich.
"Vater, ist das nicht unangemessen?"