Kapitel 74

Ich machte ein paar Schritte vorwärts, schob ihn beiseite und stürmte in die Medizinhütte, nur um im selben Moment, als ich hineintrat, wie erstarrt zu sein.

Ist er es?

In dem kleinen, nach Kräutern duftenden Raum lag er in einer Wanne mit Medizin, den Kopf gesenkt, und sah aus, als sei er tot.

Mir schnürte es die Kehle zu, und ich wälzte mich im Bett hin und her, unfähig, diesen Namen auszusprechen. Dann hörte ich den Wunderheiler hinter mir sich verteidigen: „Ich habe ihn nicht gezwungen. Er hat sich freiwillig als Heiler angeboten, im Gegenzug dafür, dass ich dich rettete … Er kniete sogar tagelang vor meiner Tür … Sonst hätte ich nicht all meine guten Heilmittel verschwendet, um dich zu retten …“

Der Dolch in meinem Ärmel blitzte hervor, und ich drückte ihn an seine Kehle und fragte: „Ist er tot?“ Die Klinge drang etwas tiefer ein, und Blutstropfen rannen herab. „Er ist tot?“

Der erfahrene Heiler war zu verängstigt, um einen Laut von sich zu geben, und sagte vorsichtig zwischen zusammengebissenen Zähnen: „Keine Aufregung, keine Aufregung, ihm geht es gut... er ist nicht tot, ich werde ihn sofort retten...“

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