Er schloss das Fenster, ging zum Bett und hob den Vorhang. Auf der Brokatbettwäsche lag ein nacktes junges Mädchen, zusammengerollt, ihre dichten Wimpern zitterten leicht, ihr langes Haar fiel über das Kissen, und ihre Haut war weiß wie Jade.
Xiao Mann.
Er flüsterte den Namen nur leise. Es war, als würde ihm allein das Aussprechen mehr Mut verleihen. Er beneidete sie, war eifersüchtig auf sie und liebte sie. Er wollte sie in seinen Händen halten, doch gleichzeitig wollte er weit weg fliehen, ihr nie wieder nahekommen, nie wieder nahekommen.
Tötet sie, tötet sie, damit sie nicht wie der Wind aus seinen Ärmeln entwischt und ihn weit zurücklässt.
Wie verzaubert setzte er sich ans Bett, seine langen, schlanken Finger strichen langsam über ihren zarten Rücken.
Sie atmete ruhig und gleichmäßig, versunken in einen angenehmen Traum, ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Seine Fingerspitzen strichen die leicht hervorstehenden Stellen ihrer Wirbelsäule entlang und verharrten an ihrer Schulter, die Finger weit gespreizt.
Ich möchte sie fest umarmen, oder ich möchte sie einfach töten.
Er hielt ihren zarten Hals, streichelte sie zärtlich, seine Augen blickten sie gierig an, als stünde die ganze Welt kurz vor dem Untergang, seine Zeit liefe ihm davon, und er fragte sich, wie er sie richtig lieben könne und welchen Teil von ihr er ohne Reue küssen könne.
Seine Hände umklammerten sie allmählich fester, er hob sie hoch und zog sie an seine Brust.
Meine Finger strichen über ihre glatte, volle Stirn bis zur Spitze ihrer zarten Nase und verweilten an ihren weichen Lippen.
Er senkte den Kopf und küsste das zarte, duftende Fleisch, dann zog er sich schnell zurück.
Sein Gesichtsausdruck war unglaublich vielschichtig, eine Mischung aus Skrupellosigkeit, Wildheit, Zärtlichkeit und Zuneigung huschte über sein Gesicht. Sollte er sie töten oder sich selbst? Er schloss sie fester in die Arme und wünschte sich, er könnte sie mit seinem Körper verschmelzen. Eine verführerische Ranke schien aus den Tiefen seines Herzens zu sprießen, sich um sie zu winden, und er konnte nicht widerstehen, ihre Wange zu küssen.
Xiao Mann.
Er drehte sich um und blickte aus dem Fenster, wo die Schatten der Schneeflocken flackerten und nicht zu erkennen waren.
Es dämmert fast.